Spirituelle Konversationen von Sheikh Eşref Efendi
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Bismillahirrahmanirrahim

Die Schöpfung ist ein Spiegel der Liebe des Schöpfers

Sheikh Eşref Efendi  14.02.2017
  • Er ist Allah, der Schöpfer, der Bildner, der Gestalter. Ihm stehen die Schönsten Namen zu.
    Alles, was in den Himmeln und auf Erden ist, preist Ihn und Er ist der Erhabene, der Allweise. (Koran, 59/24)

    Bismillahir-rahmanir-rahim - Im Namen Allah, des Allerbarmers, des Barmherzigen

    Der Herr sagt in Seinem Letzten Testament, dem Heiligen Koran:
    „Bei den Welten, den unendlichen Welten; bei allem, was in die Existenz gekommen ist; bei den sieben Stufen der Erde und der Himmel, bei dem Sichtbaren und Verborgenen, bei dem Mond, den Sternen und der Sonne, bei der Zeit und den Jahrhunderten, bei den Tagen, Monaten und Jahren - es gibt kein Geschöpf, das nicht meinen Namen lobpreist!"
    Von den größten Teilen in der Schöpfung den Planeten bis hin zu den kleinsten Teilen, den Atomen, alles befindet sich in stetiger Lobpreisung seines Schöpfers und alles ist in Bewegung. Denn „Von Ihm kommen wir und zu Ihm kehren wir zurück." (Koran 2/156)

    Noch bevor Raum und Zeit erschaffen wurden, gab es nichts in der Existenz außer dem Ein und Einzigen. Es gab auch keine Existenz, denn die Existenz bedarf auch Raum und Zeit. Am Anfang gab es nur den Einen Existenten, nur ER und sonst nichts.

    Weder saß Er, noch stand Er. Er war im Rückzug. Sein Rückzugsort war in Sich hinein.

  • Sowohl die Zeit und Raum als auch die Zeitlosigkeit und Raumlosigkeit verbargen sich in Seinem innersten, in Seinem Selbst. Und da war Er, im Rückzug also.
    Außer Ihm und Seinen einzigen und einzigartigen Rückzugsort war nichts.
    Nur Stille und Finsternis.

    Dies war der erste Rückzug in der Vorgeschichte in der Vorewigkeit.
    Und Er meditierte.
    Es war die erste Meditation in der Vorgeschichte in der Vorewigkeit.
    Eine „Herrliche" Meditation.- Die Meditation des Herrn.

    Er meditierte, indem Er sich auf eine innere Reise begab und in sich hinein schaute und alles Verborgene in Seinem eigenem Selbst, sich Selbst vorstellte.

    Zum ersten mal sprach Er ohne Worte:
    "ICH BIN EIN VERBORGENER SCHATZ, ICH WILL ERKANNT, GELOBT UND
    GESCHÄTZT WERDEN."

    In Seinem Rückzug, auf Seiner Reise in das Eigen-Innere faszinierte Ihn alles, was Er in Seinem Selbst sah. Er wollte alle Schätze Seiner endlosen Gaben, Tugenden und Fähigkeiten aus den Finsternissen Seiner Geheimnisse ans Licht holen.
    In Bild und Ton in Erscheinung bringen und erschaffen.
    Allem Verborgenen, Licht und Bewegung geben.

  • Mit Seinem Göttlichem Atem, dem Erst-Atem machte Er „HU". Das erste Zikr - Der Erst-Atem!
    Mit der Kraft dieses Zikr „HU", einhauchen des Göttlichen Atem in die tote oder bewusstlose Dunkelheit des Verborgenen, erschuf der Herr einen Spiegel und würdigte diesen sogleich mit einem Blick Seines Göttlichen Antlitzes.

    Aus diesem Blick erstrahlte in einem Augen-Blick solch ein Göttliches Licht in dieser Dunkelheit der verborgenen Schätze, dass sich eine Plattform für Bild und Ton daraus bildete. Und das erste Bild, die erste Silhouette kam in Erscheinung und der Herr verliebte sich in diese Silhouetten-Erscheinung.
    Es war die erste Liebe. Die Liebe auf den ersten Blick.
    Der erste Atem Allahs galt also der Gestalt in dem Spiegel, in die Er sich verliebte. Er gab diesem Spiegel den Namen: Der Spiegel der Wahrheit. Und die Gestalt im Spiegel nannte Allah der Herr: „MUHAMMED" - Der Geliebte.

    „O Muhammed, mein Geliebter! Dich habe ich für mich erschaffen und alles andere für dich erschaffen."

    In diesem ersten Atem war also das Geheimnis des Göttlichen Lichtes verborgen und alles Verborgene bekam ein Leben als Seele in der Seele des Geliebten im Spiegel Gottes.

  • In dem zweiten Atem waren die Attribute Gottes verborgen und diesen Atem sollte Adam der Mensch, als Stellvertreter des Herrn, als ein Anvertrauen Gottes bekommen.

    Und Adam der Mensch, sollte dem Herrn als Sein Ebenbild, als Sein Spiegelbild, als Sein Stellvertreter auf Erden dienen.

    Denn der Herr hat diese Welt und alles, was in ihr ist, das „al-Alem", das Universum, wie eine seelenlose Leiche und einen matten, trüben Spiegel erschaffen. Und Adam (Adem in arab.) zur Seele des Alem erkoren.
    Die Redewendung der Sufis „ein Adem ist gleich tausend Alem", bringt dieses Verhältnis von Schöpfung und Adam als Mikro- und Makrokosmos zur Sprache: Was immer existiert im Alem, ist zu finden im Adem.

    Ohne Zweifel, "Wir haben den Menschen als „Ahsen-i Takvim", das schönste und vollkommenste Geschöpf erschaffen", sagt der Herr im Letzten Testament, dem Heiligen Koran (95/4).

    Und Allah hat für den Menschen das Universum erschaffen.
    Er hat für den Menschen, dass er seinen Platz und sein Haus hat, die Welt erschaffen. Das ganze Universum ist sein Reich und die Welt ist sein Haus. Und der Herr hat dieses Haus auch möbliert, eingerichtet und geschmückt.

  • Er hat die Mineralienwelt erschaffen, den Boden, das Fundament und das Gerüst des Hauses.
    Dann hat Er die Pflanzenwelt erschaffen und alles als Garten begrünt.
    Er hat die Tierwelt erschaffen, die Luft und das Licht.
    Er hat die Sonne als Kronleuchter an der Decke angebracht und die Nachtlichter, den Mond und die Sterne.

    Und das alles hat Allah mit Liebe gemacht und mit Seinem Namen und Seiner Fähigkeit ‚Al-Musawwir', der Gestalter und Bildner, wie ein Innenarchitekt geplant und eingerichtet.

    So beschreibt Allah Selbst im Letzten Testament, dem Heiligen Koran und im Islam die Schöpfung und die Umwelt. Allah hat diese Welt, das Haus des Menschen eingerichtet, damit der Mensch sich wohlfühlt. Damit der Mensch sich alles nehmen kann, dessen er bedarf.

    Und Er fordert den Menschen auf: „Macht euch Gedanken! Schaut euch meine leuchtende Sonne, die Sterne und den Mond an, schaut euch die Mineralienwelt an, schaut euch die Pflanzenwelt an, schaut euch die Tierwelt an und lernt sie lieben und geht mit ihr gut um. Denn das ist die Natur. Das gehört zu deiner Natur."

    Und der Mensch spricht auch über die „Natur des Menschen".
    Er sagt: „Es liegt in meiner Natur", oder „das entspricht meiner Natur".

  • Er spricht über sich selbst, über den Charakter des Menschen und benutzt dafür das Wort „Natur". Unbewusst, ungewusst, eigentlich ohne wahrhaftiges Wissen, sagt er das Richtige. Und alles, was außerhalb des Menschen ist, gehört zu seiner Natur.

    In Wahrheit ist der Mensch selbst die gesamte Schöpfung in Kleinformat.
    Mineralienwelt, Pflanzenwelt, Tierwelt, das alles hat der Mensch in sich und das alles braucht der Mensch auch.
    Alles, was er in der Natur finden kann, braucht sein Körper. Das alles hat sich sowohl im Körper als auch in den Eigenschaften des Menschen manifestiert.
    Ebenso hat er die Einflüsse und Energien dieser Dinge in sich.

    Deshalb wird der Mensch auch von der Natur beeinflusst und die Natur wird vom Menschen beeinflusst. Aber der „Wahre Mensch" muss über der Natur stehen. Er muss ja über die Natur herrschen.

    Und Er ist es, Der euch zu Stellvertretern auf der Erde machte und die einen von euch über die anderen um Rangstufen erhöhte, um euch durch das zu prüfen, was Er euch gegeben hat.(Koran, 6/165)

    Der Mensch wurde als das schönste und vollkommenste Geschöpf erschaffen, damit er über die Schöpfung waltet, indem er sie verwaltet, im Namen des Herrn und mit der Barmherzigkeit des Herrn.

  • Allah hat das alles hier nicht erschaffen, damit man es wieder vernichtet. Diese Absicht hatte Er nicht. Er hat alles in Liebe erschaffen und Er hat dem Menschen die Verantwortung gegeben, das er gut mit Seiner Schöpfung umgeht.

    Der Mensch soll mit der Kraft seines Willens herrschen und seiner Umgebung eine Ordnung geben. Nur der Mensch ist im Stande die wilde Natur um und in sich zu zähmen und ihr Harmonie und Frieden zu geben.
    So wie es die Aufgabe eines Gärtners ist, eine wilde Landschaft mit vielen unterschiedlichen Arten und Gattungen in einen schönen und harmonischen Garten zu verwandeln, indem er Unkraut aussondert und Wildes so veredelt, das sie genießbare Früchte trägt und von Nutzen ist.
    So ist es die Aufgabe des Menschen, die Natur und die Welt, in der er lebt, zu verwalten und zu behüten, ohne ihr ein Leid anzutun.
    Ein Gärtner kann einen wilden Baum mit wilden Früchten durch Pfropfen so veredeln, dass er gute Früchte trägt. Doch auch ein Gärtner muss erst einmal lernen, wie man veredelt. Um zu Veredeln muss man selbst erst veredelt werden. Doch wer veredelt den Menschen?

    Der angehende Gärtner geht in die Lehre bei einem Meister. So muss auch der Mensch als angehender Stellvertreter seines Herrn in die Lehre eines Meisters gehen und von ihm erzogen und veredelt werden.

  • Das ist die Rechtleitung Allahs;
    damit leitet Er von Seinen Dienern, wen Er will. (...) Diese sind es, denen Wir die Schrift gaben und die Weisheit und das Prophetentum. (Koran, 6/88-89)

    Allah, der Herr hat die Propheten als Stellvertreter gesandt, damit sie die Menschen in ihr wahres Wesen, ihre Bestimmung rechtleiten.
    Die Heiligen Schriften und die Propheten geben die Lehre vor, wie der Mensch zum ‚Wahren Menschen' wird. Und diese Lehre wird im Islam ‚Tasavvuf' oder ‚Sufismus' genannt.

    Wenn Islam Religion ist und Religion Weg bedeutet, dann ist Sufismus die Bewegung auf diesem Weg. So gibt Islam, der Weg das Wissen vor und der Sufismus, die Bewegung darauf, die Erkenntnis.

    „Erkenne dich selbst, erkennen deinen Schöpfer.", sprach der Prophet Muhammed – Friede auf Ihn.
    Denn nur durch Selbsterkenntnis ist der Mensch im Stande zum edlen „Wahren Menschen" zu werden und seinem Amt als Stellvertreter Gottes in der Schöpfung gerecht zu werden. Nur durch Selbsterkenntnis kann der Mensch die Liebe seines Schöpfers erkennen und so die Schöpfung lieben und durch seine bewusste Dienerschaft, die Nähe und Liebe seines Schöpfers erlangen.

  • „Und mein Diener nähert sich solange durch freiwillige Taten an mich an, bis Ich ihn liebe.
    Und wenn Ich ihn liebe, dann bin Ich sein Ohr, mit dem er hört und sein Auge, mit dem er sieht und seine Hand, mit der er zupackt und sein Fuß, mit dem er geht.
    Und wenn er Mich nach etwas fragt, dann gebe Ich ihm.
    Und wenn er Mich um Zuflucht bittet, dann gewähre Ich sie ihm.", sagt Allah in einer Hadith Qudsi, einer heiligen Überlieferung durch den Propheten Muhammed – Friede auf Ihm.

    Und genau so, steht der Islam zur Schöpfung und Umwelt: Mit Gottes Hand anfassen, in Gottes Hand halten und nicht verschwenden und vernichten.

    Das Geschöpf und die Schöpfung um des Schöpfers Willen lieben

  • Er ist Allah, der Schöpfer, der Bildner, der Gestalter. Ihm stehen die Schönsten Namen zu.
    Alles, was in den Himmeln und auf Erden ist, preist Ihn und Er ist der Erhabene, der Allweise. (Koran, 59/24)

    Bismillahir-rahmanir-rahim - Im Namen Allah, des Allerbarmers, des Barmherzigen

    Der Herr sagt in Seinem Letzten Testament, dem Heiligen Koran:
    „Bei den Welten, den unendlichen Welten; bei allem, was in die Existenz gekommen ist; bei den sieben Stufen der Erde und der Himmel, bei dem Sichtbaren und Verborgenen, bei dem Mond, den Sternen und der Sonne, bei der Zeit und den Jahrhunderten, bei den Tagen, Monaten und Jahren - es gibt kein Geschöpf, das nicht meinen Namen lobpreist!"
    Von den größten Teilen in der Schöpfung den Planeten bis hin zu den kleinsten Teilen, den Atomen, alles befindet sich in stetiger Lobpreisung seines Schöpfers und alles ist in Bewegung. Denn „Von Ihm kommen wir und zu Ihm kehren wir zurück." (Koran 2/156)

    Noch bevor Raum und Zeit erschaffen wurden, gab es nichts in der Existenz außer dem Ein und Einzigen. Es gab auch keine Existenz, denn die Existenz bedarf auch Raum und Zeit. Am Anfang gab es nur den Einen Existenten, nur ER und sonst nichts.

    Weder saß Er, noch stand Er. Er war im Rückzug. Sein Rückzugsort war in Sich hinein.

  • Sowohl die Zeit und Raum als auch die Zeitlosigkeit und Raumlosigkeit verbargen sich in Seinem innersten, in Seinem Selbst. Und da war Er, im Rückzug also.
    Außer Ihm und Seinen einzigen und einzigartigen Rückzugsort war nichts.
    Nur Stille und Finsternis.

    Dies war der erste Rückzug in der Vorgeschichte in der Vorewigkeit.
    Und Er meditierte.
    Es war die erste Meditation in der Vorgeschichte in der Vorewigkeit.
    Eine „Herrliche" Meditation.- Die Meditation des Herrn.

    Er meditierte, indem Er sich auf eine innere Reise begab und in sich hinein schaute und alles Verborgene in Seinem eigenem Selbst, sich Selbst vorstellte.

    Zum ersten mal sprach Er ohne Worte:
    "ICH BIN EIN VERBORGENER SCHATZ, ICH WILL ERKANNT, GELOBT UND
    GESCHÄTZT WERDEN."

    In Seinem Rückzug, auf Seiner Reise in das Eigen-Innere faszinierte Ihn alles, was Er in Seinem Selbst sah. Er wollte alle Schätze Seiner endlosen Gaben, Tugenden und Fähigkeiten aus den Finsternissen Seiner Geheimnisse ans Licht holen.
    In Bild und Ton in Erscheinung bringen und erschaffen.
    Allem Verborgenen, Licht und Bewegung geben.

  • Mit Seinem Göttlichem Atem, dem Erst-Atem machte Er „HU". Das erste Zikr - Der Erst-Atem!
    Mit der Kraft dieses Zikr „HU", einhauchen des Göttlichen Atem in die tote oder bewusstlose Dunkelheit des Verborgenen, erschuf der Herr einen Spiegel und würdigte diesen sogleich mit einem Blick Seines Göttlichen Antlitzes.

    Aus diesem Blick erstrahlte in einem Augen-Blick solch ein Göttliches Licht in dieser Dunkelheit der verborgenen Schätze, dass sich eine Plattform für Bild und Ton daraus bildete. Und das erste Bild, die erste Silhouette kam in Erscheinung und der Herr verliebte sich in diese Silhouetten-Erscheinung.
    Es war die erste Liebe. Die Liebe auf den ersten Blick.
    Der erste Atem Allahs galt also der Gestalt in dem Spiegel, in die Er sich verliebte. Er gab diesem Spiegel den Namen: Der Spiegel der Wahrheit. Und die Gestalt im Spiegel nannte Allah der Herr: „MUHAMMED" - Der Geliebte.

    „O Muhammed, mein Geliebter! Dich habe ich für mich erschaffen und alles andere für dich erschaffen."

    In diesem ersten Atem war also das Geheimnis des Göttlichen Lichtes verborgen und alles Verborgene bekam ein Leben als Seele in der Seele des Geliebten im Spiegel Gottes.

  • In dem zweiten Atem waren die Attribute Gottes verborgen und diesen Atem sollte Adam der Mensch, als Stellvertreter des Herrn, als ein Anvertrauen Gottes bekommen.

    Und Adam der Mensch, sollte dem Herrn als Sein Ebenbild, als Sein Spiegelbild, als Sein Stellvertreter auf Erden dienen.

    Denn der Herr hat diese Welt und alles, was in ihr ist, das „al-Alem", das Universum, wie eine seelenlose Leiche und einen matten, trüben Spiegel erschaffen. Und Adam (Adem in arab.) zur Seele des Alem erkoren.
    Die Redewendung der Sufis „ein Adem ist gleich tausend Alem", bringt dieses Verhältnis von Schöpfung und Adam als Mikro- und Makrokosmos zur Sprache: Was immer existiert im Alem, ist zu finden im Adem.

    Ohne Zweifel, "Wir haben den Menschen als „Ahsen-i Takvim", das schönste und vollkommenste Geschöpf erschaffen", sagt der Herr im Letzten Testament, dem Heiligen Koran (95/4).

    Und Allah hat für den Menschen das Universum erschaffen.
    Er hat für den Menschen, dass er seinen Platz und sein Haus hat, die Welt erschaffen. Das ganze Universum ist sein Reich und die Welt ist sein Haus. Und der Herr hat dieses Haus auch möbliert, eingerichtet und geschmückt.

  • Er hat die Mineralienwelt erschaffen, den Boden, das Fundament und das Gerüst des Hauses.
    Dann hat Er die Pflanzenwelt erschaffen und alles als Garten begrünt.
    Er hat die Tierwelt erschaffen, die Luft und das Licht.
    Er hat die Sonne als Kronleuchter an der Decke angebracht und die Nachtlichter, den Mond und die Sterne.

    Und das alles hat Allah mit Liebe gemacht und mit Seinem Namen und Seiner Fähigkeit ‚Al-Musawwir', der Gestalter und Bildner, wie ein Innenarchitekt geplant und eingerichtet.

    So beschreibt Allah Selbst im Letzten Testament, dem Heiligen Koran und im Islam die Schöpfung und die Umwelt. Allah hat diese Welt, das Haus des Menschen eingerichtet, damit der Mensch sich wohlfühlt. Damit der Mensch sich alles nehmen kann, dessen er bedarf.

    Und Er fordert den Menschen auf: „Macht euch Gedanken! Schaut euch meine leuchtende Sonne, die Sterne und den Mond an, schaut euch die Mineralienwelt an, schaut euch die Pflanzenwelt an, schaut euch die Tierwelt an und lernt sie lieben und geht mit ihr gut um. Denn das ist die Natur. Das gehört zu deiner Natur."

    Und der Mensch spricht auch über die „Natur des Menschen".
    Er sagt: „Es liegt in meiner Natur", oder „das entspricht meiner Natur".

  • Er spricht über sich selbst, über den Charakter des Menschen und benutzt dafür das Wort „Natur". Unbewusst, ungewusst, eigentlich ohne wahrhaftiges Wissen, sagt er das Richtige. Und alles, was außerhalb des Menschen ist, gehört zu seiner Natur.

    In Wahrheit ist der Mensch selbst die gesamte Schöpfung in Kleinformat.
    Mineralienwelt, Pflanzenwelt, Tierwelt, das alles hat der Mensch in sich und das alles braucht der Mensch auch.
    Alles, was er in der Natur finden kann, braucht sein Körper. Das alles hat sich sowohl im Körper als auch in den Eigenschaften des Menschen manifestiert.
    Ebenso hat er die Einflüsse und Energien dieser Dinge in sich.

    Deshalb wird der Mensch auch von der Natur beeinflusst und die Natur wird vom Menschen beeinflusst. Aber der „Wahre Mensch" muss über der Natur stehen. Er muss ja über die Natur herrschen.

    Und Er ist es, Der euch zu Stellvertretern auf der Erde machte und die einen von euch über die anderen um Rangstufen erhöhte, um euch durch das zu prüfen, was Er euch gegeben hat.(Koran, 6/165)

    Der Mensch wurde als das schönste und vollkommenste Geschöpf erschaffen, damit er über die Schöpfung waltet, indem er sie verwaltet, im Namen des Herrn und mit der Barmherzigkeit des Herrn.

  • Allah hat das alles hier nicht erschaffen, damit man es wieder vernichtet. Diese Absicht hatte Er nicht. Er hat alles in Liebe erschaffen und Er hat dem Menschen die Verantwortung gegeben, das er gut mit Seiner Schöpfung umgeht.

    Der Mensch soll mit der Kraft seines Willens herrschen und seiner Umgebung eine Ordnung geben. Nur der Mensch ist im Stande die wilde Natur um und in sich zu zähmen und ihr Harmonie und Frieden zu geben.
    So wie es die Aufgabe eines Gärtners ist, eine wilde Landschaft mit vielen unterschiedlichen Arten und Gattungen in einen schönen und harmonischen Garten zu verwandeln, indem er Unkraut aussondert und Wildes so veredelt, das sie genießbare Früchte trägt und von Nutzen ist.
    So ist es die Aufgabe des Menschen, die Natur und die Welt, in der er lebt, zu verwalten und zu behüten, ohne ihr ein Leid anzutun.
    Ein Gärtner kann einen wilden Baum mit wilden Früchten durch Pfropfen so veredeln, dass er gute Früchte trägt. Doch auch ein Gärtner muss erst einmal lernen, wie man veredelt. Um zu Veredeln muss man selbst erst veredelt werden. Doch wer veredelt den Menschen?

    Der angehende Gärtner geht in die Lehre bei einem Meister. So muss auch der Mensch als angehender Stellvertreter seines Herrn in die Lehre eines Meisters gehen und von ihm erzogen und veredelt werden.

  • Das ist die Rechtleitung Allahs;
    damit leitet Er von Seinen Dienern, wen Er will. (...) Diese sind es, denen Wir die Schrift gaben und die Weisheit und das Prophetentum. (Koran, 6/88-89)

    Allah, der Herr hat die Propheten als Stellvertreter gesandt, damit sie die Menschen in ihr wahres Wesen, ihre Bestimmung rechtleiten.
    Die Heiligen Schriften und die Propheten geben die Lehre vor, wie der Mensch zum ‚Wahren Menschen' wird. Und diese Lehre wird im Islam ‚Tasavvuf' oder ‚Sufismus' genannt.

    Wenn Islam Religion ist und Religion Weg bedeutet, dann ist Sufismus die Bewegung auf diesem Weg. So gibt Islam, der Weg das Wissen vor und der Sufismus, die Bewegung darauf, die Erkenntnis.

    „Erkenne dich selbst, erkennen deinen Schöpfer.", sprach der Prophet Muhammed – Friede auf Ihn.
    Denn nur durch Selbsterkenntnis ist der Mensch im Stande zum edlen „Wahren Menschen" zu werden und seinem Amt als Stellvertreter Gottes in der Schöpfung gerecht zu werden. Nur durch Selbsterkenntnis kann der Mensch die Liebe seines Schöpfers erkennen und so die Schöpfung lieben und durch seine bewusste Dienerschaft, die Nähe und Liebe seines Schöpfers erlangen.

  • „Und mein Diener nähert sich solange durch freiwillige Taten an mich an, bis Ich ihn liebe.
    Und wenn Ich ihn liebe, dann bin Ich sein Ohr, mit dem er hört und sein Auge, mit dem er sieht und seine Hand, mit der er zupackt und sein Fuß, mit dem er geht.
    Und wenn er Mich nach etwas fragt, dann gebe Ich ihm.
    Und wenn er Mich um Zuflucht bittet, dann gewähre Ich sie ihm.", sagt Allah in einer Hadith Qudsi, einer heiligen Überlieferung durch den Propheten Muhammed – Friede auf Ihm.

    Und genau so, steht der Islam zur Schöpfung und Umwelt: Mit Gottes Hand anfassen, in Gottes Hand halten und nicht verschwenden und vernichten.

    Das Geschöpf und die Schöpfung um des Schöpfers Willen lieben

  • Er ist Allah, der Schöpfer, der Bildner, der Gestalter. Ihm stehen die Schönsten Namen zu.
    Alles, was in den Himmeln und auf Erden ist, preist Ihn und Er ist der Erhabene, der Allweise. (Koran, 59/24)

    Bismillahir-rahmanir-rahim - Im Namen Allah, des Allerbarmers, des Barmherzigen

    Der Herr sagt in Seinem Letzten Testament, dem Heiligen Koran:
    „Bei den Welten, den unendlichen Welten; bei allem, was in die Existenz gekommen ist; bei den sieben Stufen der Erde und der Himmel, bei dem Sichtbaren und Verborgenen, bei dem Mond, den Sternen und der Sonne, bei der Zeit und den Jahrhunderten, bei den Tagen, Monaten und Jahren - es gibt kein Geschöpf, das nicht meinen Namen lobpreist!"
    Von den größten Teilen in der Schöpfung den Planeten bis hin zu den kleinsten Teilen, den Atomen, alles befindet sich in stetiger Lobpreisung seines Schöpfers und alles ist in Bewegung. Denn „Von Ihm kommen wir und zu Ihm kehren wir zurück." (Koran 2/156)

    Noch bevor Raum und Zeit erschaffen wurden, gab es nichts in der Existenz außer dem Ein und Einzigen. Es gab auch keine Existenz, denn die Existenz bedarf auch Raum und Zeit. Am Anfang gab es nur den Einen Existenten, nur ER und sonst nichts.

    Weder saß Er, noch stand Er. Er war im Rückzug. Sein Rückzugsort war in Sich hinein.

  • Sowohl die Zeit und Raum als auch die Zeitlosigkeit und Raumlosigkeit verbargen sich in Seinem innersten, in Seinem Selbst. Und da war Er, im Rückzug also.
    Außer Ihm und Seinen einzigen und einzigartigen Rückzugsort war nichts.
    Nur Stille und Finsternis.

    Dies war der erste Rückzug in der Vorgeschichte in der Vorewigkeit.
    Und Er meditierte.
    Es war die erste Meditation in der Vorgeschichte in der Vorewigkeit.
    Eine „Herrliche" Meditation.- Die Meditation des Herrn.

    Er meditierte, indem Er sich auf eine innere Reise begab und in sich hinein schaute und alles Verborgene in Seinem eigenem Selbst, sich Selbst vorstellte.

    Zum ersten mal sprach Er ohne Worte:
    "ICH BIN EIN VERBORGENER SCHATZ, ICH WILL ERKANNT, GELOBT UND
    GESCHÄTZT WERDEN."

    In Seinem Rückzug, auf Seiner Reise in das Eigen-Innere faszinierte Ihn alles, was Er in Seinem Selbst sah. Er wollte alle Schätze Seiner endlosen Gaben, Tugenden und Fähigkeiten aus den Finsternissen Seiner Geheimnisse ans Licht holen.
    In Bild und Ton in Erscheinung bringen und erschaffen.
    Allem Verborgenen, Licht und Bewegung geben.

  • Mit Seinem Göttlichem Atem, dem Erst-Atem machte Er „HU". Das erste Zikr - Der Erst-Atem!
    Mit der Kraft dieses Zikr „HU", einhauchen des Göttlichen Atem in die tote oder bewusstlose Dunkelheit des Verborgenen, erschuf der Herr einen Spiegel und würdigte diesen sogleich mit einem Blick Seines Göttlichen Antlitzes.

    Aus diesem Blick erstrahlte in einem Augen-Blick solch ein Göttliches Licht in dieser Dunkelheit der verborgenen Schätze, dass sich eine Plattform für Bild und Ton daraus bildete. Und das erste Bild, die erste Silhouette kam in Erscheinung und der Herr verliebte sich in diese Silhouetten-Erscheinung.
    Es war die erste Liebe. Die Liebe auf den ersten Blick.
    Der erste Atem Allahs galt also der Gestalt in dem Spiegel, in die Er sich verliebte. Er gab diesem Spiegel den Namen: Der Spiegel der Wahrheit. Und die Gestalt im Spiegel nannte Allah der Herr: „MUHAMMED" - Der Geliebte.

    „O Muhammed, mein Geliebter! Dich habe ich für mich erschaffen und alles andere für dich erschaffen."

    In diesem ersten Atem war also das Geheimnis des Göttlichen Lichtes verborgen und alles Verborgene bekam ein Leben als Seele in der Seele des Geliebten im Spiegel Gottes.

  • In dem zweiten Atem waren die Attribute Gottes verborgen und diesen Atem sollte Adam der Mensch, als Stellvertreter des Herrn, als ein Anvertrauen Gottes bekommen.

    Und Adam der Mensch, sollte dem Herrn als Sein Ebenbild, als Sein Spiegelbild, als Sein Stellvertreter auf Erden dienen.

    Denn der Herr hat diese Welt und alles, was in ihr ist, das „al-Alem", das Universum, wie eine seelenlose Leiche und einen matten, trüben Spiegel erschaffen. Und Adam (Adem in arab.) zur Seele des Alem erkoren.
    Die Redewendung der Sufis „ein Adem ist gleich tausend Alem", bringt dieses Verhältnis von Schöpfung und Adam als Mikro- und Makrokosmos zur Sprache: Was immer existiert im Alem, ist zu finden im Adem.

    Ohne Zweifel, "Wir haben den Menschen als „Ahsen-i Takvim", das schönste und vollkommenste Geschöpf erschaffen", sagt der Herr im Letzten Testament, dem Heiligen Koran (95/4).

    Und Allah hat für den Menschen das Universum erschaffen.
    Er hat für den Menschen, dass er seinen Platz und sein Haus hat, die Welt erschaffen. Das ganze Universum ist sein Reich und die Welt ist sein Haus. Und der Herr hat dieses Haus auch möbliert, eingerichtet und geschmückt.

  • Er hat die Mineralienwelt erschaffen, den Boden, das Fundament und das Gerüst des Hauses.
    Dann hat Er die Pflanzenwelt erschaffen und alles als Garten begrünt.
    Er hat die Tierwelt erschaffen, die Luft und das Licht.
    Er hat die Sonne als Kronleuchter an der Decke angebracht und die Nachtlichter, den Mond und die Sterne.

    Und das alles hat Allah mit Liebe gemacht und mit Seinem Namen und Seiner Fähigkeit ‚Al-Musawwir', der Gestalter und Bildner, wie ein Innenarchitekt geplant und eingerichtet.

    So beschreibt Allah Selbst im Letzten Testament, dem Heiligen Koran und im Islam die Schöpfung und die Umwelt. Allah hat diese Welt, das Haus des Menschen eingerichtet, damit der Mensch sich wohlfühlt. Damit der Mensch sich alles nehmen kann, dessen er bedarf.

    Und Er fordert den Menschen auf: „Macht euch Gedanken! Schaut euch meine leuchtende Sonne, die Sterne und den Mond an, schaut euch die Mineralienwelt an, schaut euch die Pflanzenwelt an, schaut euch die Tierwelt an und lernt sie lieben und geht mit ihr gut um. Denn das ist die Natur. Das gehört zu deiner Natur."

    Und der Mensch spricht auch über die „Natur des Menschen".
    Er sagt: „Es liegt in meiner Natur", oder „das entspricht meiner Natur".

  • Er spricht über sich selbst, über den Charakter des Menschen und benutzt dafür das Wort „Natur". Unbewusst, ungewusst, eigentlich ohne wahrhaftiges Wissen, sagt er das Richtige. Und alles, was außerhalb des Menschen ist, gehört zu seiner Natur.

    In Wahrheit ist der Mensch selbst die gesamte Schöpfung in Kleinformat.
    Mineralienwelt, Pflanzenwelt, Tierwelt, das alles hat der Mensch in sich und das alles braucht der Mensch auch.
    Alles, was er in der Natur finden kann, braucht sein Körper. Das alles hat sich sowohl im Körper als auch in den Eigenschaften des Menschen manifestiert.
    Ebenso hat er die Einflüsse und Energien dieser Dinge in sich.

    Deshalb wird der Mensch auch von der Natur beeinflusst und die Natur wird vom Menschen beeinflusst. Aber der „Wahre Mensch" muss über der Natur stehen. Er muss ja über die Natur herrschen.

    Und Er ist es, Der euch zu Stellvertretern auf der Erde machte und die einen von euch über die anderen um Rangstufen erhöhte, um euch durch das zu prüfen, was Er euch gegeben hat.(Koran, 6/165)

    Der Mensch wurde als das schönste und vollkommenste Geschöpf erschaffen, damit er über die Schöpfung waltet, indem er sie verwaltet, im Namen des Herrn und mit der Barmherzigkeit des Herrn.

  • Allah hat das alles hier nicht erschaffen, damit man es wieder vernichtet. Diese Absicht hatte Er nicht. Er hat alles in Liebe erschaffen und Er hat dem Menschen die Verantwortung gegeben, das er gut mit Seiner Schöpfung umgeht.

    Der Mensch soll mit der Kraft seines Willens herrschen und seiner Umgebung eine Ordnung geben. Nur der Mensch ist im Stande die wilde Natur um und in sich zu zähmen und ihr Harmonie und Frieden zu geben.
    So wie es die Aufgabe eines Gärtners ist, eine wilde Landschaft mit vielen unterschiedlichen Arten und Gattungen in einen schönen und harmonischen Garten zu verwandeln, indem er Unkraut aussondert und Wildes so veredelt, das sie genießbare Früchte trägt und von Nutzen ist.
    So ist es die Aufgabe des Menschen, die Natur und die Welt, in der er lebt, zu verwalten und zu behüten, ohne ihr ein Leid anzutun.
    Ein Gärtner kann einen wilden Baum mit wilden Früchten durch Pfropfen so veredeln, dass er gute Früchte trägt. Doch auch ein Gärtner muss erst einmal lernen, wie man veredelt. Um zu Veredeln muss man selbst erst veredelt werden. Doch wer veredelt den Menschen?

    Der angehende Gärtner geht in die Lehre bei einem Meister. So muss auch der Mensch als angehender Stellvertreter seines Herrn in die Lehre eines Meisters gehen und von ihm erzogen und veredelt werden.

  • Das ist die Rechtleitung Allahs;
    damit leitet Er von Seinen Dienern, wen Er will. (...) Diese sind es, denen Wir die Schrift gaben und die Weisheit und das Prophetentum. (Koran, 6/88-89)

    Allah, der Herr hat die Propheten als Stellvertreter gesandt, damit sie die Menschen in ihr wahres Wesen, ihre Bestimmung rechtleiten.
    Die Heiligen Schriften und die Propheten geben die Lehre vor, wie der Mensch zum ‚Wahren Menschen' wird. Und diese Lehre wird im Islam ‚Tasavvuf' oder ‚Sufismus' genannt.

    Wenn Islam Religion ist und Religion Weg bedeutet, dann ist Sufismus die Bewegung auf diesem Weg. So gibt Islam, der Weg das Wissen vor und der Sufismus, die Bewegung darauf, die Erkenntnis.

    „Erkenne dich selbst, erkennen deinen Schöpfer.", sprach der Prophet Muhammed – Friede auf Ihn.
    Denn nur durch Selbsterkenntnis ist der Mensch im Stande zum edlen „Wahren Menschen" zu werden und seinem Amt als Stellvertreter Gottes in der Schöpfung gerecht zu werden. Nur durch Selbsterkenntnis kann der Mensch die Liebe seines Schöpfers erkennen und so die Schöpfung lieben und durch seine bewusste Dienerschaft, die Nähe und Liebe seines Schöpfers erlangen.

  • „Und mein Diener nähert sich solange durch freiwillige Taten an mich an, bis Ich ihn liebe.
    Und wenn Ich ihn liebe, dann bin Ich sein Ohr, mit dem er hört und sein Auge, mit dem er sieht und seine Hand, mit der er zupackt und sein Fuß, mit dem er geht.
    Und wenn er Mich nach etwas fragt, dann gebe Ich ihm.
    Und wenn er Mich um Zuflucht bittet, dann gewähre Ich sie ihm.", sagt Allah in einer Hadith Qudsi, einer heiligen Überlieferung durch den Propheten Muhammed – Friede auf Ihm.

    Und genau so, steht der Islam zur Schöpfung und Umwelt: Mit Gottes Hand anfassen, in Gottes Hand halten und nicht verschwenden und vernichten.

    Das Geschöpf und die Schöpfung um des Schöpfers Willen lieben