Die 40 Großsheikhs des Naqshbandiyya-Sufi Ordens
2. Sheikh der goldenen Kette:

Abu Bakr as-Siddiq

Möge Allah mit ihm zufrieden sein  10.12.2019
  • Das Geheimnis wurde vom Gesandten Gottes (sav), an den ersten Khalifen, dem Imam der Imame, an Abu Bakr as-Siddiq (ks) weitergegeben. Durch ihn wurde die Religion unterstützt und die Wahrheit gestützt. Gott erwähnt und preist ihn in vielen Versen des Heiligen Qurans: „Was nun den anbetrifft, der gibt und seine Pflicht tut, dem erleichtern wir für sein Heil den Weg“ [AL-Lail: 5-7] „Doch der Gottesfürchtige wird davor bewahrt. Der seinen Besitz hergibt, um sich zu läutern. Und nichts als Lohn für erhaltene Wohltaten. Sondern nur im Trachten Seines Herrn, des Höchsten. Und er wird gewiss zufrieden sein“ [Al- Lail: 17-21]

    Ibn al-Jawzi bestätigt, dass alle Gelehrten und Gefährten darüber einig waren, dass sich diese Verse auf Abu Bakr (ks) bezogen. Alle Menschen nannte ihn „Al-Atiq“, der Frommste, der von der Strafe des Feuers befreite.

    Als in der Ayat 56 der Surah Al-Ahzab offenbart wurde, dass „Gott und Seine Engel den Heiligen Propheten segnen“, fragte Abu Bakr (ks), ob er auch zu diesen Gesegneten gehöre. Daraufhin wurde die Ayat 43 offenbart, die besagt: „Er ist es, Der Seine Segnungen auf dich schickt ebenso wie Seine Engeln, sodass du aus der Dunkelheit zum Licht gebracht wirst. Er ist barmherzig zu den Gläubigen.“ [Al-Ahzab: 43]

    Ibn Abi Hatim erklärte, dass die Ayat 46 der Surah Ar-Rahman bezüglich Abu Bakr as-Siddiq (ks) offenbart wurde: „Und für ihn der fürchtet vor Gott zu stehen, für ihn gibt es zwei Gärten.“ [Ar-Rahman: 46] und „Und Wir haben dem Menschen anbefohlen, gegen seine Eltern gütig zu sein. Seine Mutter trug ihn mit Widerwillen, und mit Widerwillen brachte sie ihn zur Welt. Und ihn zu tragen und ihn zu entwöhnen erfordert dreißig Monate, bis er dann, wenn er seine Vollkraft erlangt und vierzig Jahre erreicht hat, sagt: »Mein Herr, sporne mich an, dankbar zu sein für Deine Gnade, die Du mir und meinen Eltern erwiesen hast, und (sporne mich an,) Rechtes zu wirken, das Dir wohl gefallen mag. Und lass mir meine Nachkommenschaft rechtschaffen sein. Siehe, ich wende mich zu Dir, und ich bin einer der Gottergebenen.« [46:15] Das sind die, von denen Wir die guten Werke annehmen, die sie getan haben, und deren üble Werke Wir übergehen. (Sie gehören) zu den Bewohnern des Paradieses - in Erfüllung der wahrhaftigen Verheißung, die ihnen verheißen wurde.“ [Al-Ahqaf: 15-16]

    Ibn Abbas sagt, dass diese Ayats als Beschreibung Abu Bakrs (ks) gesandt wurden und, in denen Gott Abu Bakr (ks) ehrt und ihn auf eine Stufe über allen Gefährten des Propheten (sav) emporhebt. Ibn Abbas fährt damit fort, dass die Ayat 158 der Surah Al-Imran sich auf Abu Bakr (ks) und Umar (ks) bezieht: „Und beratet euch mit ihnen über wichtige Angelegenheiten.“ [Al-Imran : 158]

  • Schließlich wird die ihm während der Flucht von Makkah nach Medina mit dem Heiligen Propheten (sav) erwiesene Ehre, in der folgenden Ayat deutlich: „Als die Ungläubigen ihn vertrieben, hatte er niemanden außer einem Gefährten. Die beiden waren in der Höhle und er sagte zu ihm; fürchte dich nicht, Gott ist mit uns“ [At-Tawbah : 40]

    Abu Bakr as-Siddiq (ks) wurde nicht nur von Gott gepriesen, sondern auch vom Heiligen Propheten (sav) und seinen Gefährten. Dies wurde in vielen bekannten hadiths festgehalten. Der Heilige Prophet (sav) sagte:

    • „Gott wird seinen Ruhm den Menschen auf eine normal Art und Weise zeigen, auf Abu Bakr jedoch in einer besonderen“
    • „Für niemanden sonst neben den Propheten, der größer wäre als Abu Bakr, ist die Sonne auf oder untergegangen,.“
    • „Es gibt nichts was mir offenbart wurde und das ich nicht an Abu Bakr weitergab.“
    • „Es gibt keinen, dessen Schuld ich noch begleichen müsste, außer die Abu Bakrs. Ich schulde ihm mehr als das, was Gott ihm am Tag des Gerichts Ersatz leisten wird.“
    • „Müsste ich einen besten Freund (khalil) außer meinem Herrn wählen, würde ich Abu Bakr aussuchen“
    • „Abu Bakr ist euch nicht wegen seiner Gebete und seines Fastens voraus, sondern wegen einem Geheimnis, das er in seinem Herzen trägt“
    • Bukhari berichtet von Ibn Umar „In der Zeit des Propheten war für uns keiner höher als Abu Bakr, nach ihm folgte Umar und danach Uthman“

    Bukhari berichtet zudem von Muhammed ibn al- Hanafiya (Alis Sohn): „Ich fragte meinen Vater, wer sind die Höchsten nach dem Propheten (sav)? Er sagte: „Abu Bakr“ Ich fragte: „Nach ihm?“ Er sagte: „Dann Umar.“ Ich befürchtete er würde als nächstes Uthman sagen und antwortete: „Dann du.“ Er erwiderte: „Ich bin nur eine einfache Person.“

    Tabarani berichtet von Muadh, dass der Prophet (sav) sagte: „Ich hatte eine Vision, in der ich auf eine Seite der Wage gestellt wurde und mein Volk auf die andere Seite und ich überwog. Dann wurde Abu Bakr auf eine Seite gestellt und mein Volk auf die andere und Abu Bakr überwog. Danach wurde Umar auf eine Seite gestellt und mein Volk auf die andere und Umar überwog. Daraufhin wurde Uthman auf die Wage gestellt und mein Volk auf die andere und Uthman überwog.“

    Hakim berichtet, dass Ali gefragt wurde: „O Führer der Gläubigen, erzähl uns über Abu Bakr“ Er sagte: „Er ist eine Person die Gott durch die Zunge des Propheten as-Siddiq nannte und er ist der khalif (Nachfolger) des Propheten (sav). Wie akzeptieren ihn für unsere Religion und unser weltliches Leben.“

  • Es gibt noch viele andere hadiths, die den erhabenen Rang Abu Bakr as-Siddiqs durch den Respekt der Sahaba untersteicht.

    Abu Bakr war der meist geliebte Freund und Gefährte des Propheten (sav). Er wurde damit gesegnet, dass er immer der Erste und Überlegenste war; Durch sein Leben, in seinem Glauben, bei seinen Hilfeleistungen und in seiner Liebe zum Heiligen Propheten (sav). Durch diese Eigenschaft wurde er mit dem Namen as-Siddiq, der Wahrhafte, geehrt.

    Er war der erste Mann, der den Islam beim Propheten (sav) annahm. Nie wohnte er den Anbetungen der Götter bei, wie es zum Beispiel seine Zeitgenossen taten.

    Ohne jeglichen Zweifel oder Zögern entschied er sich für den Islam. Viele Jahre später erinnerte sich der Prophet (sav): „Wenn ich jemandem den Islam anbot, zeigte man mir immer Abneigung und Zögern oder man suchte Streit. Abu Bakr war der einzige der den Islam ohne Zweifeln, Zögern und ohne Streitereien akzeptierte.“

    In seiner spirituellen Hilfe war er der Führende. Seine Standhaftigkeit zeigte sich während jenen schwierigen Jahren in Makkah. Felsenfest stand er an erster Stelle hinter dem Propheten und setzte sich für ihn ein, als so mancher Muslim die Himmelsreise des Propheten zu bezweifeln begann. Auch später als das Abkommen von Hudaybiya unterzeichnet wurde, war erneut der einzige, der vollständig an seinem Glauben festhielt Abu Bakr und seinen Gefährten riet er: „Seid nicht kritisch, sondern haltet am Steigbügel (Treue) des Heiligen Propheten (sav) fest!“

    Außerdem war er der Führende hinsichtlich der finanziellen Hilfe. Während andere versuchten mit der Hilfe ihres Glaubens hohe Beträge zu spenden, war Abu Bakr derjenige, der alles gab. Als er gefragt wurde, was er denn für seine Kinder übrig gelassen habe, antwortete er: „Gott und Seinen Propheten“ Als Umar das hörte sagte er: „ Niemand kann Abu Bakr im Unterstützen das Islams übertreffen!“

    Sein gutmütiges Herz war erfüllt mit Freundlichkeit und Mitgefühl für seine Mitmenschen. Als ein vermögensreicher Händler, schaute er immer nach den Armen und Schwachen. Bevor er Makkah verließ befreite er sieben Sklaven, darunter Bilal. Für ihn war es nicht genug, sie für hohe Beträge frei zu kaufen, sondern er nahm sie dann auch noch zu sich nach Hause und sorgte sich um ihre Bildung.

    Die Nacholge des Khalifen angetreten, verkündete er: „Helft mir, wenn ich auf dem richtigen Weg bin; berichtigt mich, wenn ich den falschen Weg gehe. Die Schwachen unter euch werden mit mir stark sein, bis, so Gott will, sie zu ihren Rechten gelangen.

  • Die Starken unter euch werden mit mir schwach sein, bis, so Gott will, ich genommen habe, was sie fähig sind abzugeben. Folgt mir so lange ich Gott und Seinem Propheten folge und hört nicht auf mich, wenn ich nicht Ihm und Seinem Propheten (sav) gehorche.“

    Im frühen Islam gehörte die Deutung von Träumen zu den spirituellen Aufgaben. Nur die mit reinen Herzen und spirituellen Visionen konnten bedeutungsvolle Träume haben; und nur diejenigen mit reinen Herzen und spirituellen Visionen konnten sie deuten. Abu Bakr war ein kenntnisreicher Deuter von Träumen. Der Prophet (sav) selbst würde bei ihm um Klarheit seiner prophetischen Träume um Rat fragen.

    Vor der Schlacht von Uhud sah der Heilige Prophet einen Traum, in der er eine Herde hütete und von denen einige geschlachtet wurden. Vom Schwert, das er hielt, brach ein Stückchen ab. Abu Bakr deutete die geschlachteten Tiere als die vielen Muslime, die umkommen werden und er meinte, dass das abgebrochene Stück den Tod eines Verwandten des Propheten symbolisiert. Unglücklicherweise trafen beide Vorhersagen bei der Schlacht von Uhud ein.

    Bevor Abu Bakr Muslim wurde, war er ein Poet und bekannt für seine außergewöhnlichen Rezitationen und sein erstaunliches Gedächtnis, mit dem er lange Gedichte auswendig lernen konnte. Natürlich waren die Araber Stolz darauf. Seine Rezitationen des Qurans waren so lyrisch und riefen viele Gefühle hervor, dass die Menschen nur durch das Hören seines Gebets zum Islam übertraten. Die Ungläubigen erkannten, dass sie eine Gegenmaßnahme ergreifen müssen und die Quraish verboten ihm folglich im Garten zu beten, damit die Menschen seine wunderschöne Stimme nicht mehr hörten.

    Dank seines starken Gedächtnisses wurden uns viele wichtige hadiths überliefert. Unter ihnen sind die über das Gebet und richtigen Formen des Zakats. Aus den vielen tausenden von hadiths, kamen nur 142 von Abu Bakr. Seine Tochter Ayesha berichtete, dass ihr Vater ein Buch hatte, in dem über 500 hadiths waren, das er jedoch eines Tages vernichtete. Das Wissen, das Abu Bakr geheim halten wollte, handelt von dem himmlischen Wissen, ilmu-l-ladunni, die Quelle jedes heiligen Wissens; ein Wissen, das nur von Herz zu Herz weitergegeben werden kann.

    Obwohl er eher ein stiller und sanfter Mann war, so war er dennoch beim Kampfgeschehen immer vorne mit dabei. Mit Rat und Tat unterstützte er den Heiligen Propheten (sav) bei all seinen Feldzügen. Wenn andere scheiterten oder wegrannten blieb er an der Seite seines geliebten Propheten. Es ist übermittelt, dass als Ali einmal fragte, wer der tapferste der Gefährten sei, man antwortete , Ali sei der tapferste.

  • Er jedoch erwiderte: „Nein Abu Bakr ist der tapferste. Am Tage der Schlacht bei Badr war niemand da, der zum Schutze des Heiligen Propheten (sav) bei ihm stand außer Abu Bakr, der mit seinem Schwert niemandem erlaubte in die Nähe von ihm zu kommen.“

    Natürlich war er der erste khalif und Führer der Gläubigen nach dem Heiligen Propheten . Er gründete die öffentliche Kasse (Baytu-l-mal) um ein finanzielles Auffangnetz für die Armen und Bedürftigen zu gewährleisten. Desweiteren trug er als erster den Quran zusammen, welchen man „Mushaf“ nannte.

    Hinsichtlich der spirituellen Übermittlung war er die erste Person, die autorisiert wurde, Anweisungen über das Rezitieren der heiligen Kalima (La ilahe ill-allah) zu geben, um die Herzen mit dem Dhikr zu läutern. Diese Tradition wird noch immer im Naqshabandi Orden weitergeführt.

    Obwohl Allah Abu Bakr auf unzählige Weisen ehrte, so kristallisierte Gott ihn heraus, als Er ihn zum Zweiten erkor. Abu Bakr war der einzige Gefährte des Heiligen Propheten (sav) auf seiner Flucht von Makkah zum Schutzdach Medinas. Natürlich wird dieser wertvolle Titel „Der Zweite von zwei als sie in der Höhle waren“ im Quran angeführt [ 9: 40]. Umar sagte „ ch wünschte all meine Taten wären gleich seiner Taten eines einzigen Tages!“

    Ibn Abbas sagte, dass der Heilige Prophet (sav) eines Tages krank war. Er ging zur Moschee, umwickelte seinen Kopf mit einem Tuch, setzte sich auf den minbar und sagte „Müsste ich einen besten Freund (khalil) außer meinem Herrn wählen, würde ich Abu Bakr aussuchen, die beste Freundschaft für mich jedoch ist der Islam.“ Dann befahl er alle Türen der benachbarten Häuser, die in die Moschee führten bis auf die von Abu Bakr zu schließen. Diese Tür ist bis zum heutigen Tage offen.

    Die vier Imame und die Sheikhs des Naqshbandi Orden verstehen von dieser hadith, dass jeder, der sich Gott mit den Lehren und den Beispielen Abu Bakrs nähert, bezeugen wird, wie er durch die einzig übrig gebliebene Tür in die Gegenwart des Propheten (sav) eintritt.

     

     

     

     

  • Von seinen Aussprüchen

    • „Nichts was man sagt, ist gut, wenn es nicht für den Wohlgefallen Gottes gesagt wird. Geld, das nicht auf Gottes Weg investiert wird, hat keinen Nutzen. Es gibt nichts Gutes in einem Menschen, wenn seine Unwissenheit seine Geduld überwältigt. Wenn eine Person von dieser Welt verzaubert wird, wird Gott ihn nicht mehr mögen solange er diese schlechte Liebe in seinem Herzen hält“
    • „Wir haben Großzügigkeit in Taqwa (Gottesbewusstsein), Reichtum in Yaqin (Gewissheit) und Ehre in der Demut gefunden.“
    • „Gebt acht auf Stolz, denn ihr werdet in die Erde zurückkehren und von Würmern gefressen.
    • Wenn er von Leuten gelobt wurde, dann würde er zu Gott beten: „O Gott, du kennst mich besser als ich mich kenne und ich kenne mich besser als die Leute, die mich gerade loben. Mach mich besser als das, was sie von mir denken, vergib mir meine Sünden, die sie nicht kennen und mache mich nicht verantwortlich für das, was sie über mich sagen.“
    • „Wenn du auf Segnungen deines Herrn wartest, dann sei freundlich zu Seinen Geschöpfen.“
    • Eines Tages rief er Umar zu sich und beriet ihn bis er letztendlich anfing zu weinen. Abu Bakr sagte zu ihm: „ Wenn du meinen Rat befolgst, wirst du sicher sein; und mein Rat ist: Erwarte jederzeit den Tod und lebe danach.“
    • „Ruhm gebührt Gott, der Seiner Schöpfung keinen anderen Weg gegeben hat Wissen von hm zu erlangen, außer durch ihre Hilflosigkeit und ihrer Hoffnungslosigkeit so etwas Erhabenes jemals erreichen zu können.“

    Abu Bakr kehrte zu Gott an einem Montag (genau wie der Prophet (sav)) zwischen Maghrib und Isha am 22. Jumadal- akhira, 13 J.H. zurück. Möge Gott ihn segnen und Frieden schenken. Der Heilige Prophet (sav) sagte einmal zu ihm: „Abu Bakr, du wirst der Erste meiner Leute sein, die das Paradies betreten.“

    Das Geheimnis des Propheten (sav) wurde von Abu Bakr (ks) an seinen Nachfolger, Salman al-Farisi (ks) weitergegeben.

  • Das Geheimnis wurde vom Gesandten Gottes (sav), an den ersten Khalifen, dem Imam der Imame, an Abu Bakr as-Siddiq (ks) weitergegeben. Durch ihn wurde die Religion unterstützt und die Wahrheit gestützt. Gott erwähnt und preist ihn in vielen Versen des Heiligen Qurans: „Was nun den anbetrifft, der gibt und seine Pflicht tut, dem erleichtern wir für sein Heil den Weg“ [AL-Lail: 5-7] „Doch der Gottesfürchtige wird davor bewahrt. Der seinen Besitz hergibt, um sich zu läutern. Und nichts als Lohn für erhaltene Wohltaten. Sondern nur im Trachten Seines Herrn, des Höchsten. Und er wird gewiss zufrieden sein“ [Al- Lail: 17-21]

    Ibn al-Jawzi bestätigt, dass alle Gelehrten und Gefährten darüber einig waren, dass sich diese Verse auf Abu Bakr (ks) bezogen. Alle Menschen nannte ihn „Al-Atiq“, der Frommste, der von der Strafe des Feuers befreite.

    Als in der Ayat 56 der Surah Al-Ahzab offenbart wurde, dass „Gott und Seine Engel den Heiligen Propheten segnen“, fragte Abu Bakr (ks), ob er auch zu diesen Gesegneten gehöre. Daraufhin wurde die Ayat 43 offenbart, die besagt: „Er ist es, Der Seine Segnungen auf dich schickt ebenso wie Seine Engeln, sodass du aus der Dunkelheit zum Licht gebracht wirst. Er ist barmherzig zu den Gläubigen.“ [Al-Ahzab: 43]

    Ibn Abi Hatim erklärte, dass die Ayat 46 der Surah Ar-Rahman bezüglich Abu Bakr as-Siddiq (ks) offenbart wurde: „Und für ihn der fürchtet vor Gott zu stehen, für ihn gibt es zwei Gärten.“ [Ar-Rahman: 46] und „Und Wir haben dem Menschen anbefohlen, gegen seine Eltern gütig zu sein. Seine Mutter trug ihn mit Widerwillen, und mit Widerwillen brachte sie ihn zur Welt. Und ihn zu tragen und ihn zu entwöhnen erfordert dreißig Monate, bis er dann, wenn er seine Vollkraft erlangt und vierzig Jahre erreicht hat, sagt: »Mein Herr, sporne mich an, dankbar zu sein für Deine Gnade, die Du mir und meinen Eltern erwiesen hast, und (sporne mich an,) Rechtes zu wirken, das Dir wohl gefallen mag. Und lass mir meine Nachkommenschaft rechtschaffen sein. Siehe, ich wende mich zu Dir, und ich bin einer der Gottergebenen.« [46:15] Das sind die, von denen Wir die guten Werke annehmen, die sie getan haben, und deren üble Werke Wir übergehen. (Sie gehören) zu den Bewohnern des Paradieses - in Erfüllung der wahrhaftigen Verheißung, die ihnen verheißen wurde.“ [Al-Ahqaf: 15-16]

    Ibn Abbas sagt, dass diese Ayats als Beschreibung Abu Bakrs (ks) gesandt wurden und, in denen Gott Abu Bakr (ks) ehrt und ihn auf eine Stufe über allen Gefährten des Propheten (sav) emporhebt. Ibn Abbas fährt damit fort, dass die Ayat 158 der Surah Al-Imran sich auf Abu Bakr (ks) und Umar (ks) bezieht: „Und beratet euch mit ihnen über wichtige Angelegenheiten.“ [Al-Imran : 158]

  • Schließlich wird die ihm während der Flucht von Makkah nach Medina mit dem Heiligen Propheten (sav) erwiesene Ehre, in der folgenden Ayat deutlich: „Als die Ungläubigen ihn vertrieben, hatte er niemanden außer einem Gefährten. Die beiden waren in der Höhle und er sagte zu ihm; fürchte dich nicht, Gott ist mit uns“ [At-Tawbah : 40]

    Abu Bakr as-Siddiq (ks) wurde nicht nur von Gott gepriesen, sondern auch vom Heiligen Propheten (sav) und seinen Gefährten. Dies wurde in vielen bekannten hadiths festgehalten. Der Heilige Prophet (sav) sagte:

    • „Gott wird seinen Ruhm den Menschen auf eine normal Art und Weise zeigen, auf Abu Bakr jedoch in einer besonderen“
    • „Für niemanden sonst neben den Propheten, der größer wäre als Abu Bakr, ist die Sonne auf oder untergegangen,.“
    • „Es gibt nichts was mir offenbart wurde und das ich nicht an Abu Bakr weitergab.“
    • „Es gibt keinen, dessen Schuld ich noch begleichen müsste, außer die Abu Bakrs. Ich schulde ihm mehr als das, was Gott ihm am Tag des Gerichts Ersatz leisten wird.“
    • „Müsste ich einen besten Freund (khalil) außer meinem Herrn wählen, würde ich Abu Bakr aussuchen“
    • „Abu Bakr ist euch nicht wegen seiner Gebete und seines Fastens voraus, sondern wegen einem Geheimnis, das er in seinem Herzen trägt“
    • Bukhari berichtet von Ibn Umar „In der Zeit des Propheten war für uns keiner höher als Abu Bakr, nach ihm folgte Umar und danach Uthman“

    Bukhari berichtet zudem von Muhammed ibn al- Hanafiya (Alis Sohn): „Ich fragte meinen Vater, wer sind die Höchsten nach dem Propheten (sav)? Er sagte: „Abu Bakr“ Ich fragte: „Nach ihm?“ Er sagte: „Dann Umar.“ Ich befürchtete er würde als nächstes Uthman sagen und antwortete: „Dann du.“ Er erwiderte: „Ich bin nur eine einfache Person.“

    Tabarani berichtet von Muadh, dass der Prophet (sav) sagte: „Ich hatte eine Vision, in der ich auf eine Seite der Wage gestellt wurde und mein Volk auf die andere Seite und ich überwog. Dann wurde Abu Bakr auf eine Seite gestellt und mein Volk auf die andere und Abu Bakr überwog. Danach wurde Umar auf eine Seite gestellt und mein Volk auf die andere und Umar überwog. Daraufhin wurde Uthman auf die Wage gestellt und mein Volk auf die andere und Uthman überwog.“

    Hakim berichtet, dass Ali gefragt wurde: „O Führer der Gläubigen, erzähl uns über Abu Bakr“ Er sagte: „Er ist eine Person die Gott durch die Zunge des Propheten as-Siddiq nannte und er ist der khalif (Nachfolger) des Propheten (sav). Wie akzeptieren ihn für unsere Religion und unser weltliches Leben.“

  • Es gibt noch viele andere hadiths, die den erhabenen Rang Abu Bakr as-Siddiqs durch den Respekt der Sahaba untersteicht.

    Abu Bakr war der meist geliebte Freund und Gefährte des Propheten (sav). Er wurde damit gesegnet, dass er immer der Erste und Überlegenste war; Durch sein Leben, in seinem Glauben, bei seinen Hilfeleistungen und in seiner Liebe zum Heiligen Propheten (sav). Durch diese Eigenschaft wurde er mit dem Namen as-Siddiq, der Wahrhafte, geehrt.

    Er war der erste Mann, der den Islam beim Propheten (sav) annahm. Nie wohnte er den Anbetungen der Götter bei, wie es zum Beispiel seine Zeitgenossen taten.

    Ohne jeglichen Zweifel oder Zögern entschied er sich für den Islam. Viele Jahre später erinnerte sich der Prophet (sav): „Wenn ich jemandem den Islam anbot, zeigte man mir immer Abneigung und Zögern oder man suchte Streit. Abu Bakr war der einzige der den Islam ohne Zweifeln, Zögern und ohne Streitereien akzeptierte.“

    In seiner spirituellen Hilfe war er der Führende. Seine Standhaftigkeit zeigte sich während jenen schwierigen Jahren in Makkah. Felsenfest stand er an erster Stelle hinter dem Propheten und setzte sich für ihn ein, als so mancher Muslim die Himmelsreise des Propheten zu bezweifeln begann. Auch später als das Abkommen von Hudaybiya unterzeichnet wurde, war erneut der einzige, der vollständig an seinem Glauben festhielt Abu Bakr und seinen Gefährten riet er: „Seid nicht kritisch, sondern haltet am Steigbügel (Treue) des Heiligen Propheten (sav) fest!“

    Außerdem war er der Führende hinsichtlich der finanziellen Hilfe. Während andere versuchten mit der Hilfe ihres Glaubens hohe Beträge zu spenden, war Abu Bakr derjenige, der alles gab. Als er gefragt wurde, was er denn für seine Kinder übrig gelassen habe, antwortete er: „Gott und Seinen Propheten“ Als Umar das hörte sagte er: „ Niemand kann Abu Bakr im Unterstützen das Islams übertreffen!“

    Sein gutmütiges Herz war erfüllt mit Freundlichkeit und Mitgefühl für seine Mitmenschen. Als ein vermögensreicher Händler, schaute er immer nach den Armen und Schwachen. Bevor er Makkah verließ befreite er sieben Sklaven, darunter Bilal. Für ihn war es nicht genug, sie für hohe Beträge frei zu kaufen, sondern er nahm sie dann auch noch zu sich nach Hause und sorgte sich um ihre Bildung.

    Die Nacholge des Khalifen angetreten, verkündete er: „Helft mir, wenn ich auf dem richtigen Weg bin; berichtigt mich, wenn ich den falschen Weg gehe. Die Schwachen unter euch werden mit mir stark sein, bis, so Gott will, sie zu ihren Rechten gelangen.

  • Die Starken unter euch werden mit mir schwach sein, bis, so Gott will, ich genommen habe, was sie fähig sind abzugeben. Folgt mir so lange ich Gott und Seinem Propheten folge und hört nicht auf mich, wenn ich nicht Ihm und Seinem Propheten (sav) gehorche.“

    Im frühen Islam gehörte die Deutung von Träumen zu den spirituellen Aufgaben. Nur die mit reinen Herzen und spirituellen Visionen konnten bedeutungsvolle Träume haben; und nur diejenigen mit reinen Herzen und spirituellen Visionen konnten sie deuten. Abu Bakr war ein kenntnisreicher Deuter von Träumen. Der Prophet (sav) selbst würde bei ihm um Klarheit seiner prophetischen Träume um Rat fragen.

    Vor der Schlacht von Uhud sah der Heilige Prophet einen Traum, in der er eine Herde hütete und von denen einige geschlachtet wurden. Vom Schwert, das er hielt, brach ein Stückchen ab. Abu Bakr deutete die geschlachteten Tiere als die vielen Muslime, die umkommen werden und er meinte, dass das abgebrochene Stück den Tod eines Verwandten des Propheten symbolisiert. Unglücklicherweise trafen beide Vorhersagen bei der Schlacht von Uhud ein.

    Bevor Abu Bakr Muslim wurde, war er ein Poet und bekannt für seine außergewöhnlichen Rezitationen und sein erstaunliches Gedächtnis, mit dem er lange Gedichte auswendig lernen konnte. Natürlich waren die Araber Stolz darauf. Seine Rezitationen des Qurans waren so lyrisch und riefen viele Gefühle hervor, dass die Menschen nur durch das Hören seines Gebets zum Islam übertraten. Die Ungläubigen erkannten, dass sie eine Gegenmaßnahme ergreifen müssen und die Quraish verboten ihm folglich im Garten zu beten, damit die Menschen seine wunderschöne Stimme nicht mehr hörten.

    Dank seines starken Gedächtnisses wurden uns viele wichtige hadiths überliefert. Unter ihnen sind die über das Gebet und richtigen Formen des Zakats. Aus den vielen tausenden von hadiths, kamen nur 142 von Abu Bakr. Seine Tochter Ayesha berichtete, dass ihr Vater ein Buch hatte, in dem über 500 hadiths waren, das er jedoch eines Tages vernichtete. Das Wissen, das Abu Bakr geheim halten wollte, handelt von dem himmlischen Wissen, ilmu-l-ladunni, die Quelle jedes heiligen Wissens; ein Wissen, das nur von Herz zu Herz weitergegeben werden kann.

    Obwohl er eher ein stiller und sanfter Mann war, so war er dennoch beim Kampfgeschehen immer vorne mit dabei. Mit Rat und Tat unterstützte er den Heiligen Propheten (sav) bei all seinen Feldzügen. Wenn andere scheiterten oder wegrannten blieb er an der Seite seines geliebten Propheten. Es ist übermittelt, dass als Ali einmal fragte, wer der tapferste der Gefährten sei, man antwortete , Ali sei der tapferste.

  • Er jedoch erwiderte: „Nein Abu Bakr ist der tapferste. Am Tage der Schlacht bei Badr war niemand da, der zum Schutze des Heiligen Propheten (sav) bei ihm stand außer Abu Bakr, der mit seinem Schwert niemandem erlaubte in die Nähe von ihm zu kommen.“

    Natürlich war er der erste khalif und Führer der Gläubigen nach dem Heiligen Propheten . Er gründete die öffentliche Kasse (Baytu-l-mal) um ein finanzielles Auffangnetz für die Armen und Bedürftigen zu gewährleisten. Desweiteren trug er als erster den Quran zusammen, welchen man „Mushaf“ nannte.

    Hinsichtlich der spirituellen Übermittlung war er die erste Person, die autorisiert wurde, Anweisungen über das Rezitieren der heiligen Kalima (La ilahe ill-allah) zu geben, um die Herzen mit dem Dhikr zu läutern. Diese Tradition wird noch immer im Naqshabandi Orden weitergeführt.

    Obwohl Allah Abu Bakr auf unzählige Weisen ehrte, so kristallisierte Gott ihn heraus, als Er ihn zum Zweiten erkor. Abu Bakr war der einzige Gefährte des Heiligen Propheten (sav) auf seiner Flucht von Makkah zum Schutzdach Medinas. Natürlich wird dieser wertvolle Titel „Der Zweite von zwei als sie in der Höhle waren“ im Quran angeführt [ 9: 40]. Umar sagte „ ch wünschte all meine Taten wären gleich seiner Taten eines einzigen Tages!“

    Ibn Abbas sagte, dass der Heilige Prophet (sav) eines Tages krank war. Er ging zur Moschee, umwickelte seinen Kopf mit einem Tuch, setzte sich auf den minbar und sagte „Müsste ich einen besten Freund (khalil) außer meinem Herrn wählen, würde ich Abu Bakr aussuchen, die beste Freundschaft für mich jedoch ist der Islam.“ Dann befahl er alle Türen der benachbarten Häuser, die in die Moschee führten bis auf die von Abu Bakr zu schließen. Diese Tür ist bis zum heutigen Tage offen.

    Die vier Imame und die Sheikhs des Naqshbandi Orden verstehen von dieser hadith, dass jeder, der sich Gott mit den Lehren und den Beispielen Abu Bakrs nähert, bezeugen wird, wie er durch die einzig übrig gebliebene Tür in die Gegenwart des Propheten (sav) eintritt.

     

     

     

     

  • Von seinen Aussprüchen

    • „Nichts was man sagt, ist gut, wenn es nicht für den Wohlgefallen Gottes gesagt wird. Geld, das nicht auf Gottes Weg investiert wird, hat keinen Nutzen. Es gibt nichts Gutes in einem Menschen, wenn seine Unwissenheit seine Geduld überwältigt. Wenn eine Person von dieser Welt verzaubert wird, wird Gott ihn nicht mehr mögen solange er diese schlechte Liebe in seinem Herzen hält“
    • „Wir haben Großzügigkeit in Taqwa (Gottesbewusstsein), Reichtum in Yaqin (Gewissheit) und Ehre in der Demut gefunden.“
    • „Gebt acht auf Stolz, denn ihr werdet in die Erde zurückkehren und von Würmern gefressen.
    • Wenn er von Leuten gelobt wurde, dann würde er zu Gott beten: „O Gott, du kennst mich besser als ich mich kenne und ich kenne mich besser als die Leute, die mich gerade loben. Mach mich besser als das, was sie von mir denken, vergib mir meine Sünden, die sie nicht kennen und mache mich nicht verantwortlich für das, was sie über mich sagen.“
    • „Wenn du auf Segnungen deines Herrn wartest, dann sei freundlich zu Seinen Geschöpfen.“
    • Eines Tages rief er Umar zu sich und beriet ihn bis er letztendlich anfing zu weinen. Abu Bakr sagte zu ihm: „ Wenn du meinen Rat befolgst, wirst du sicher sein; und mein Rat ist: Erwarte jederzeit den Tod und lebe danach.“
    • „Ruhm gebührt Gott, der Seiner Schöpfung keinen anderen Weg gegeben hat Wissen von hm zu erlangen, außer durch ihre Hilflosigkeit und ihrer Hoffnungslosigkeit so etwas Erhabenes jemals erreichen zu können.“

    Abu Bakr kehrte zu Gott an einem Montag (genau wie der Prophet (sav)) zwischen Maghrib und Isha am 22. Jumadal- akhira, 13 J.H. zurück. Möge Gott ihn segnen und Frieden schenken. Der Heilige Prophet (sav) sagte einmal zu ihm: „Abu Bakr, du wirst der Erste meiner Leute sein, die das Paradies betreten.“

    Das Geheimnis des Propheten (sav) wurde von Abu Bakr (ks) an seinen Nachfolger, Salman al-Farisi (ks) weitergegeben.

  • Das Geheimnis wurde vom Gesandten Gottes (sav), an den ersten Khalifen, dem Imam der Imame, an Abu Bakr as-Siddiq (ks) weitergegeben. Durch ihn wurde die Religion unterstützt und die Wahrheit gestützt. Gott erwähnt und preist ihn in vielen Versen des Heiligen Qurans: „Was nun den anbetrifft, der gibt und seine Pflicht tut, dem erleichtern wir für sein Heil den Weg“ [AL-Lail: 5-7] „Doch der Gottesfürchtige wird davor bewahrt. Der seinen Besitz hergibt, um sich zu läutern. Und nichts als Lohn für erhaltene Wohltaten. Sondern nur im Trachten Seines Herrn, des Höchsten. Und er wird gewiss zufrieden sein“ [Al- Lail: 17-21]

    Ibn al-Jawzi bestätigt, dass alle Gelehrten und Gefährten darüber einig waren, dass sich diese Verse auf Abu Bakr (ks) bezogen. Alle Menschen nannte ihn „Al-Atiq“, der Frommste, der von der Strafe des Feuers befreite.

    Als in der Ayat 56 der Surah Al-Ahzab offenbart wurde, dass „Gott und Seine Engel den Heiligen Propheten segnen“, fragte Abu Bakr (ks), ob er auch zu diesen Gesegneten gehöre. Daraufhin wurde die Ayat 43 offenbart, die besagt: „Er ist es, Der Seine Segnungen auf dich schickt ebenso wie Seine Engeln, sodass du aus der Dunkelheit zum Licht gebracht wirst. Er ist barmherzig zu den Gläubigen.“ [Al-Ahzab: 43]

    Ibn Abi Hatim erklärte, dass die Ayat 46 der Surah Ar-Rahman bezüglich Abu Bakr as-Siddiq (ks) offenbart wurde: „Und für ihn der fürchtet vor Gott zu stehen, für ihn gibt es zwei Gärten.“ [Ar-Rahman: 46] und „Und Wir haben dem Menschen anbefohlen, gegen seine Eltern gütig zu sein. Seine Mutter trug ihn mit Widerwillen, und mit Widerwillen brachte sie ihn zur Welt. Und ihn zu tragen und ihn zu entwöhnen erfordert dreißig Monate, bis er dann, wenn er seine Vollkraft erlangt und vierzig Jahre erreicht hat, sagt: »Mein Herr, sporne mich an, dankbar zu sein für Deine Gnade, die Du mir und meinen Eltern erwiesen hast, und (sporne mich an,) Rechtes zu wirken, das Dir wohl gefallen mag. Und lass mir meine Nachkommenschaft rechtschaffen sein. Siehe, ich wende mich zu Dir, und ich bin einer der Gottergebenen.« [46:15] Das sind die, von denen Wir die guten Werke annehmen, die sie getan haben, und deren üble Werke Wir übergehen. (Sie gehören) zu den Bewohnern des Paradieses - in Erfüllung der wahrhaftigen Verheißung, die ihnen verheißen wurde.“ [Al-Ahqaf: 15-16]

    Ibn Abbas sagt, dass diese Ayats als Beschreibung Abu Bakrs (ks) gesandt wurden und, in denen Gott Abu Bakr (ks) ehrt und ihn auf eine Stufe über allen Gefährten des Propheten (sav) emporhebt. Ibn Abbas fährt damit fort, dass die Ayat 158 der Surah Al-Imran sich auf Abu Bakr (ks) und Umar (ks) bezieht: „Und beratet euch mit ihnen über wichtige Angelegenheiten.“ [Al-Imran : 158]

  • Schließlich wird die ihm während der Flucht von Makkah nach Medina mit dem Heiligen Propheten (sav) erwiesene Ehre, in der folgenden Ayat deutlich: „Als die Ungläubigen ihn vertrieben, hatte er niemanden außer einem Gefährten. Die beiden waren in der Höhle und er sagte zu ihm; fürchte dich nicht, Gott ist mit uns“ [At-Tawbah : 40]

    Abu Bakr as-Siddiq (ks) wurde nicht nur von Gott gepriesen, sondern auch vom Heiligen Propheten (sav) und seinen Gefährten. Dies wurde in vielen bekannten hadiths festgehalten. Der Heilige Prophet (sav) sagte:

    • „Gott wird seinen Ruhm den Menschen auf eine normal Art und Weise zeigen, auf Abu Bakr jedoch in einer besonderen“
    • „Für niemanden sonst neben den Propheten, der größer wäre als Abu Bakr, ist die Sonne auf oder untergegangen,.“
    • „Es gibt nichts was mir offenbart wurde und das ich nicht an Abu Bakr weitergab.“
    • „Es gibt keinen, dessen Schuld ich noch begleichen müsste, außer die Abu Bakrs. Ich schulde ihm mehr als das, was Gott ihm am Tag des Gerichts Ersatz leisten wird.“
    • „Müsste ich einen besten Freund (khalil) außer meinem Herrn wählen, würde ich Abu Bakr aussuchen“
    • „Abu Bakr ist euch nicht wegen seiner Gebete und seines Fastens voraus, sondern wegen einem Geheimnis, das er in seinem Herzen trägt“
    • Bukhari berichtet von Ibn Umar „In der Zeit des Propheten war für uns keiner höher als Abu Bakr, nach ihm folgte Umar und danach Uthman“

    Bukhari berichtet zudem von Muhammed ibn al- Hanafiya (Alis Sohn): „Ich fragte meinen Vater, wer sind die Höchsten nach dem Propheten (sav)? Er sagte: „Abu Bakr“ Ich fragte: „Nach ihm?“ Er sagte: „Dann Umar.“ Ich befürchtete er würde als nächstes Uthman sagen und antwortete: „Dann du.“ Er erwiderte: „Ich bin nur eine einfache Person.“

    Tabarani berichtet von Muadh, dass der Prophet (sav) sagte: „Ich hatte eine Vision, in der ich auf eine Seite der Wage gestellt wurde und mein Volk auf die andere Seite und ich überwog. Dann wurde Abu Bakr auf eine Seite gestellt und mein Volk auf die andere und Abu Bakr überwog. Danach wurde Umar auf eine Seite gestellt und mein Volk auf die andere und Umar überwog. Daraufhin wurde Uthman auf die Wage gestellt und mein Volk auf die andere und Uthman überwog.“

    Hakim berichtet, dass Ali gefragt wurde: „O Führer der Gläubigen, erzähl uns über Abu Bakr“ Er sagte: „Er ist eine Person die Gott durch die Zunge des Propheten as-Siddiq nannte und er ist der khalif (Nachfolger) des Propheten (sav). Wie akzeptieren ihn für unsere Religion und unser weltliches Leben.“

  • Es gibt noch viele andere hadiths, die den erhabenen Rang Abu Bakr as-Siddiqs durch den Respekt der Sahaba untersteicht.

    Abu Bakr war der meist geliebte Freund und Gefährte des Propheten (sav). Er wurde damit gesegnet, dass er immer der Erste und Überlegenste war; Durch sein Leben, in seinem Glauben, bei seinen Hilfeleistungen und in seiner Liebe zum Heiligen Propheten (sav). Durch diese Eigenschaft wurde er mit dem Namen as-Siddiq, der Wahrhafte, geehrt.

    Er war der erste Mann, der den Islam beim Propheten (sav) annahm. Nie wohnte er den Anbetungen der Götter bei, wie es zum Beispiel seine Zeitgenossen taten.

    Ohne jeglichen Zweifel oder Zögern entschied er sich für den Islam. Viele Jahre später erinnerte sich der Prophet (sav): „Wenn ich jemandem den Islam anbot, zeigte man mir immer Abneigung und Zögern oder man suchte Streit. Abu Bakr war der einzige der den Islam ohne Zweifeln, Zögern und ohne Streitereien akzeptierte.“

    In seiner spirituellen Hilfe war er der Führende. Seine Standhaftigkeit zeigte sich während jenen schwierigen Jahren in Makkah. Felsenfest stand er an erster Stelle hinter dem Propheten und setzte sich für ihn ein, als so mancher Muslim die Himmelsreise des Propheten zu bezweifeln begann. Auch später als das Abkommen von Hudaybiya unterzeichnet wurde, war erneut der einzige, der vollständig an seinem Glauben festhielt Abu Bakr und seinen Gefährten riet er: „Seid nicht kritisch, sondern haltet am Steigbügel (Treue) des Heiligen Propheten (sav) fest!“

    Außerdem war er der Führende hinsichtlich der finanziellen Hilfe. Während andere versuchten mit der Hilfe ihres Glaubens hohe Beträge zu spenden, war Abu Bakr derjenige, der alles gab. Als er gefragt wurde, was er denn für seine Kinder übrig gelassen habe, antwortete er: „Gott und Seinen Propheten“ Als Umar das hörte sagte er: „ Niemand kann Abu Bakr im Unterstützen das Islams übertreffen!“

    Sein gutmütiges Herz war erfüllt mit Freundlichkeit und Mitgefühl für seine Mitmenschen. Als ein vermögensreicher Händler, schaute er immer nach den Armen und Schwachen. Bevor er Makkah verließ befreite er sieben Sklaven, darunter Bilal. Für ihn war es nicht genug, sie für hohe Beträge frei zu kaufen, sondern er nahm sie dann auch noch zu sich nach Hause und sorgte sich um ihre Bildung.

    Die Nacholge des Khalifen angetreten, verkündete er: „Helft mir, wenn ich auf dem richtigen Weg bin; berichtigt mich, wenn ich den falschen Weg gehe. Die Schwachen unter euch werden mit mir stark sein, bis, so Gott will, sie zu ihren Rechten gelangen.

  • Die Starken unter euch werden mit mir schwach sein, bis, so Gott will, ich genommen habe, was sie fähig sind abzugeben. Folgt mir so lange ich Gott und Seinem Propheten folge und hört nicht auf mich, wenn ich nicht Ihm und Seinem Propheten (sav) gehorche.“

    Im frühen Islam gehörte die Deutung von Träumen zu den spirituellen Aufgaben. Nur die mit reinen Herzen und spirituellen Visionen konnten bedeutungsvolle Träume haben; und nur diejenigen mit reinen Herzen und spirituellen Visionen konnten sie deuten. Abu Bakr war ein kenntnisreicher Deuter von Träumen. Der Prophet (sav) selbst würde bei ihm um Klarheit seiner prophetischen Träume um Rat fragen.

    Vor der Schlacht von Uhud sah der Heilige Prophet einen Traum, in der er eine Herde hütete und von denen einige geschlachtet wurden. Vom Schwert, das er hielt, brach ein Stückchen ab. Abu Bakr deutete die geschlachteten Tiere als die vielen Muslime, die umkommen werden und er meinte, dass das abgebrochene Stück den Tod eines Verwandten des Propheten symbolisiert. Unglücklicherweise trafen beide Vorhersagen bei der Schlacht von Uhud ein.

    Bevor Abu Bakr Muslim wurde, war er ein Poet und bekannt für seine außergewöhnlichen Rezitationen und sein erstaunliches Gedächtnis, mit dem er lange Gedichte auswendig lernen konnte. Natürlich waren die Araber Stolz darauf. Seine Rezitationen des Qurans waren so lyrisch und riefen viele Gefühle hervor, dass die Menschen nur durch das Hören seines Gebets zum Islam übertraten. Die Ungläubigen erkannten, dass sie eine Gegenmaßnahme ergreifen müssen und die Quraish verboten ihm folglich im Garten zu beten, damit die Menschen seine wunderschöne Stimme nicht mehr hörten.

    Dank seines starken Gedächtnisses wurden uns viele wichtige hadiths überliefert. Unter ihnen sind die über das Gebet und richtigen Formen des Zakats. Aus den vielen tausenden von hadiths, kamen nur 142 von Abu Bakr. Seine Tochter Ayesha berichtete, dass ihr Vater ein Buch hatte, in dem über 500 hadiths waren, das er jedoch eines Tages vernichtete. Das Wissen, das Abu Bakr geheim halten wollte, handelt von dem himmlischen Wissen, ilmu-l-ladunni, die Quelle jedes heiligen Wissens; ein Wissen, das nur von Herz zu Herz weitergegeben werden kann.

    Obwohl er eher ein stiller und sanfter Mann war, so war er dennoch beim Kampfgeschehen immer vorne mit dabei. Mit Rat und Tat unterstützte er den Heiligen Propheten (sav) bei all seinen Feldzügen. Wenn andere scheiterten oder wegrannten blieb er an der Seite seines geliebten Propheten. Es ist übermittelt, dass als Ali einmal fragte, wer der tapferste der Gefährten sei, man antwortete , Ali sei der tapferste.

  • Er jedoch erwiderte: „Nein Abu Bakr ist der tapferste. Am Tage der Schlacht bei Badr war niemand da, der zum Schutze des Heiligen Propheten (sav) bei ihm stand außer Abu Bakr, der mit seinem Schwert niemandem erlaubte in die Nähe von ihm zu kommen.“

    Natürlich war er der erste khalif und Führer der Gläubigen nach dem Heiligen Propheten . Er gründete die öffentliche Kasse (Baytu-l-mal) um ein finanzielles Auffangnetz für die Armen und Bedürftigen zu gewährleisten. Desweiteren trug er als erster den Quran zusammen, welchen man „Mushaf“ nannte.

    Hinsichtlich der spirituellen Übermittlung war er die erste Person, die autorisiert wurde, Anweisungen über das Rezitieren der heiligen Kalima (La ilahe ill-allah) zu geben, um die Herzen mit dem Dhikr zu läutern. Diese Tradition wird noch immer im Naqshabandi Orden weitergeführt.

    Obwohl Allah Abu Bakr auf unzählige Weisen ehrte, so kristallisierte Gott ihn heraus, als Er ihn zum Zweiten erkor. Abu Bakr war der einzige Gefährte des Heiligen Propheten (sav) auf seiner Flucht von Makkah zum Schutzdach Medinas. Natürlich wird dieser wertvolle Titel „Der Zweite von zwei als sie in der Höhle waren“ im Quran angeführt [ 9: 40]. Umar sagte „ ch wünschte all meine Taten wären gleich seiner Taten eines einzigen Tages!“

    Ibn Abbas sagte, dass der Heilige Prophet (sav) eines Tages krank war. Er ging zur Moschee, umwickelte seinen Kopf mit einem Tuch, setzte sich auf den minbar und sagte „Müsste ich einen besten Freund (khalil) außer meinem Herrn wählen, würde ich Abu Bakr aussuchen, die beste Freundschaft für mich jedoch ist der Islam.“ Dann befahl er alle Türen der benachbarten Häuser, die in die Moschee führten bis auf die von Abu Bakr zu schließen. Diese Tür ist bis zum heutigen Tage offen.

    Die vier Imame und die Sheikhs des Naqshbandi Orden verstehen von dieser hadith, dass jeder, der sich Gott mit den Lehren und den Beispielen Abu Bakrs nähert, bezeugen wird, wie er durch die einzig übrig gebliebene Tür in die Gegenwart des Propheten (sav) eintritt.

     

     

     

     

  • Von seinen Aussprüchen

    • „Nichts was man sagt, ist gut, wenn es nicht für den Wohlgefallen Gottes gesagt wird. Geld, das nicht auf Gottes Weg investiert wird, hat keinen Nutzen. Es gibt nichts Gutes in einem Menschen, wenn seine Unwissenheit seine Geduld überwältigt. Wenn eine Person von dieser Welt verzaubert wird, wird Gott ihn nicht mehr mögen solange er diese schlechte Liebe in seinem Herzen hält“
    • „Wir haben Großzügigkeit in Taqwa (Gottesbewusstsein), Reichtum in Yaqin (Gewissheit) und Ehre in der Demut gefunden.“
    • „Gebt acht auf Stolz, denn ihr werdet in die Erde zurückkehren und von Würmern gefressen.
    • Wenn er von Leuten gelobt wurde, dann würde er zu Gott beten: „O Gott, du kennst mich besser als ich mich kenne und ich kenne mich besser als die Leute, die mich gerade loben. Mach mich besser als das, was sie von mir denken, vergib mir meine Sünden, die sie nicht kennen und mache mich nicht verantwortlich für das, was sie über mich sagen.“
    • „Wenn du auf Segnungen deines Herrn wartest, dann sei freundlich zu Seinen Geschöpfen.“
    • Eines Tages rief er Umar zu sich und beriet ihn bis er letztendlich anfing zu weinen. Abu Bakr sagte zu ihm: „ Wenn du meinen Rat befolgst, wirst du sicher sein; und mein Rat ist: Erwarte jederzeit den Tod und lebe danach.“
    • „Ruhm gebührt Gott, der Seiner Schöpfung keinen anderen Weg gegeben hat Wissen von hm zu erlangen, außer durch ihre Hilflosigkeit und ihrer Hoffnungslosigkeit so etwas Erhabenes jemals erreichen zu können.“

    Abu Bakr kehrte zu Gott an einem Montag (genau wie der Prophet (sav)) zwischen Maghrib und Isha am 22. Jumadal- akhira, 13 J.H. zurück. Möge Gott ihn segnen und Frieden schenken. Der Heilige Prophet (sav) sagte einmal zu ihm: „Abu Bakr, du wirst der Erste meiner Leute sein, die das Paradies betreten.“

    Das Geheimnis des Propheten (sav) wurde von Abu Bakr (ks) an seinen Nachfolger, Salman al-Farisi (ks) weitergegeben.

powered by webEdition CMS