Die 40 Großsheikhs des Naqshbandiyya-Sufi Ordens
Der Gesandte Gottes

Der heilige Prophet Muhammad ibn Abdullah

Salla Allahu `alayhi wa alihi wa sallam  10.12.2019
  • Die Meister des Naqshibandi Ordens bilden die Golden Kette, aufgrund ihrer ununterbrochenen Verbindungskette zum höchsten und vollkommensten Menschen, Muhammed (sav), der Erste, der erschaffen wurde, der Erste, der erwähnt wurde und der Erste, der geehrt wurde.

    Als Gott den Stift aufforderte zu schreiben, fragte er: „Was soll ich schreiben?“
    „Schreibe: ‹La ilaha ill-Allah.›“

    Der Stift schrieb innerhalb von 70 000 Jahren „La ilahe ill-Allah“. Einer von Gottes Tagen gleicht 1000 unserer Jahre. Dann befahl Gott dem Stift erneut zu schreiben und der Stift fragte: „Was soll ich schreiben?“ und Gott antwortete:
    „Schreibe Muhammadun Rasul-Allah.“
    „O Gott, wer ist dieser Muhammed
    (sav), dessen Namen Du neben Deinem gestellt hast?“ „Du musst wissen, nur seinetwegen trat diese Schöpfung in die Existenz.“

    So schrieb der Stift innerhalb von weiteren 70 000 Jahren: „Muhammadun Rasul-Allah.“

    Wann befahl Gott dem Stift zu schreiben? Wann schrieb der Stift? Wann fand das Schreiben von „La ilahe ill-Allah“ statt? Niemand kann das beantworten. Die Erwähnung Muhammeds ereignete sich vor jeglicher Erschaffung und dessen Wirklichkeit offenbarte sich in der Vor-Ewigkeit. Das ist der Grund, warum der Prophet (sav) sagte: „kuntu Nabiyyan wa adamu bayni-l-ma`i wa-t-tin“ – „Ich war ein Prophet als Adam Lehm und Wasser war.“

    Er ist der vollkommenste Mensch. Er ist der Siegel der Propheten. Was kann ein schwacher Diener denn schon sagen, um den Meister der Gesandten zu ehren? Wäre es nicht seinetwegen, hätte niemand Gott den Allmächtigen gekannt. Nie wäre dieses Gewebe des Universums in die Existenz gebracht worden.

    Er ist das Herz der göttlichen Gegenwart. Er ist das Herz der einzigartigen Essenz. Er ist das Zeichen für Einheit und das Zeichen der Einheit. Er ist bekannt als das Geheimnis aller Geheimnisse. In der göttlichen Gegenwart ist er jener Auserwählte, der die Verantwortung Seiner Schöpfung trägt.

    Gott sagte: „Nur seinetwegen trat diese Schöpfung in die Existenz.“ Als eine göttliche Geste der Ehrung wurde der Prophet (sav) mit Seiner Schöpfung begnadigt.

    Die außergewöhnliche Stellung des Propheten (sav) ist das Herz und die Essenz des Satzes: „La ilaha ill-Allah Muhammadun Rasul-Allah“ und die Basis des Sufismus.

  • Der Prophet (sav) ist die „eine Seele“, die im Quran erwähnt wird: „Eure Erschaffung und eure Auferstehung sind einer einzigen Seele“ [31:28]. Es ist ebenfalls der Prophet (sav), der das „einzige Leben“ in dem Vers [5:32] repräsentiert: „Wenn jemand einen Menschen tötet gleicht es einem Mord an die ganze Menschheit; Wenn einer ein Leben rettet gleicht es der Bewahrung der ganzen Menschheit.“

    Zudem berief sich der Prophet seiner Verantwortung in der folgenden Überlieferung, hadith: a`malakum tu`raduàlayya wa kulla yawm „All eure Taten werden mir jeden Tag gezeigt. Sind sie gut, bete ich für euch; sind sie schlecht, bitte ich um Gottes Vergebung für euch.“ In dem folgenden Vers heißt es – „Und wir entsandten Gesandte nur, damit ihnen mit Gottes Erlaubnis gehorcht würde. Und wenn sie zu dir kämen und Gott um Verzeihung bäten, nachdem sie gegen sich gesündigt haben, und der Gesandte für sie um Verzeihung bäte, wahrlich dann würden sie Gott vergebend und barmherzig finden“ [4:64].

    Seine ehrenvolle Biographie und seine segenvollen Reden und Taten können niemals in einem Buch zusammengefasst werden. Muhammed ibn Abdullah ibn Abdul Muttalib ibn Hashim, seine Abstammung reicht bis zu Ibrahim (ks). In Makkah al-Mukarrama an einem Montag, den 12. im Monat Rabi`ul Awwal, 570 n.Chr, im Jahr des Elefanten, kam er auf diese Welt. Seine Mutter, Sayyida Amina, sah ein Licht aus ihr hervorstrahlen, das jede Dunkelheit erleuchtete und bis nach Persien reichte. Seine erste Tat nach seiner Geburt war, sich vor Allah niederzuwerfen. Thuayba und dann Halima as-Sa`diyya, bei denen er für vier Jahre blieb, zogen ihn groß.

    Während seiner Rückkehr von einem Besuch bei seinen Onkeln in Madinat al-Munawwara (zu der Zeit noch Yathrib gennant), wurde seine Mutter krank und starb. Damals war er 6 Jahre alt. Zwei Jahre blieb er bei seinem Großvater, bis eines Tages auch er starb. Drei mal zum Waisen geworden, ging er zu seinem Onkel, Abu Talib. Gott der Allmächtige beauftragte den Engel der Trompete, Israfil (ks) ihn zu jeder Zeit zu begleiten bis er das Alter von elf Jahren erreiche. Dann sollte Jibril (ks) nach ihm schauen, für seine Sicherheit sorgen und sein Herz mit himmlischer und spiritueller Kraft stärken.

    Eines Tages reiste er mit seinem Onkel nach Damaskus. Auf ihrem Weg kamen sie an Basra vorbei, wo ein Mönch Names Buhaira in einem Kloster nahebei lebte. „Bring ihn zurück, das wird sicherer für ihn sein,“ sagte jener Mönch zu seinem Onkel. Zu dieser Zeit war er zwölf Jahre alt.

    Einige Jahre später reiste er mit Maysara erneut nach Damaskus um im Interesse der Dame Khadija (ks) Handel zu betreiben.

  • Sie waren sehr erfolgreich. Maysara berichtete Khadija von seinen wundervollen Kräfte und seinem Scharfsinn. Er gefiel Khadija und sie schlug ihm die Ehe vor. Als sie heirateten war er 25 und sie 40 Jahre alt.

    In seinem Volk war er bekannt als as-Sadiq al-Amin, der Wahre, der Zuverlässige. Als er 35 Jahre alt war, versuchte das Volk der Quraish gerade die Ka`ba, das Haus Gottes, zu renovieren. Wer aber sollte den Schwarzen Stein (hajaru-l-aswad) von seinem Platz entfernen? Schließlich einigten sie sich, dass es die zuverlässigste Person machen sollte und diese Person war der Prophet (sav).

    Zu jener Zeit kamen Inspirationen und Offenbarungen in sein Herz. Er war immer in einem Zustand der spirituellen Vision. Ihm wurde es jedoch nicht erlaubt darüber zu sprechen. Er zog es vor allein zu sein und in der Höhle des Berges al-Hira nachzudenken und zu meditieren. Er suchte die Zurückgezogenheit als Mittel um die göttliche Gegenwart zu erreichen.

    In den Meeren des Dhikrs versunken, meditierte er auch dieses Mal. Schlagartig umgab ihn ein göttliches Licht – wo er sich auch hinwendete. Eine unermessliche Gottesnähe versah ihn mit unbeschreiblichen Glück. Das Licht reinigte ihn durch und durch. Einen vollkommenen Zustand erreichend, in der er die Erschaffung schauen konnte. Die Urzeichen der Schönheit breiteten sich aus und schmückten das Universum. Baum, Stein, Erde, Stern, Sonne, Mond, Wolke, Wind, Regen, Tier, jegliche Schöpfung grüßten ihn auf perfektem Arabisch „as-Salam `alayka Ya Rasul-Allah“ – „Friede sei auf Dir, O Gesandter Gottes“

    Während seinem vierzigsten Lebensjahr sollte sich auf dem Berg Hira ein weiteres Wunder ereignen. Am Horizont erblickte er eine außergewöhnlich prachtvolle Gestallt von noch nie da gewesener Schönheit und Größe. „O Muhammed, ich bin Jibril und Du bist der Prophet Gottes.“ Der Erzengel überreichte ihm ein Stück Seide, verziert mit wunderschönen Diamanten.
    „Lies“. „Was soll ich lesen?“ Jibril (ks) umarmte den Propheten (sav). „Lies“. „Was soll ich lesen?“ Noch einmal umarmte er den Gesandten Gottes und rezitierte dieses mal.

    „1. Lies! Im Namen deines Herrn, Der erschuf –
    2. Erschuf den Menschen aus einem sich Anklammernden.
    3. Lies! Denn dein Herr ist gütig.
    4. Der durch die Schreibfeder gelehrt hat –
    5. Den Menschen gelehrt hat was er nicht wusste.“
    [96:1-5]

  • „Gehe von dem Berg auf diesen großen weißen Stein dort hinten“ Der Erzengel überreichte ihm zwei grüne Umhänge. Dann schlug Jibril (ks) mit seinem Fuß auf die Erde ein. Sofort schoss Wasser hervor und der Engel wusch sich. Der Prophet (sav) sollte nun das selbe tun. Daraufhin nahm Jibril eine Handvoll Wasser und spritzte es auf das Gesicht des Gesandten (sav). Sufi Heilige sagen, dass das Wasser, das er auf sein Gesicht spritzte, ein Zeichen war, dass dem Propheten (sav) die Autorität geschenkt wurde, das Wissen der Geheimnisse der göttliche Gegenwart unter den Menschen zu verbreiten, und zwar mit physischen und spirituellen Mitteln. Dann betete er zwei Gebetseinheiten „Das ist die Art und Weise zu beten.“ Daraufhin verschwand Jibril (ks).

    Der Prophet (sav) kehrte nach Makkah zurück und berichtete seiner Frau was geschehen war. Sie glaubte ihm und wurde die erste Muslima. Danach ging sie mit dem Propheten (sav) zu Waraqah bin Nawfal, ihrem Cousin, der ein gelehrter Mann in Sachen der Spiritualität war. Der Prophet (sav) erzählte ihm von dem Ereignis. Waraqah glaubte ihm und wurde sogleich der erste Mann, der sein Prophetentum anerkannte.

    Waraqah erklärte „Das war der Heilige Geist, der zu Moses (ks) kam.“ Er fuhr fort: „Könnte ich doch noch an Deiner Seite stehen, wenn Dich Deine Leute aus Makkah verstoßen werden!“ Der Prophet (sav) fragte „Werden meine Leute mich aus Makkah vertreiben?“ „ Ja, das ist, was geschrieben steht.“

    Es folgten Abu Bakr (ks) und Ali (ks). In der Öffentlichkeit gab der Prophet (sav) Ratschläge, die man für das tägliche Leben brauchte und bei privaten Treffen gab er besondere Empfehlungen, die zur Stufe von Ihsan (perfekten Charakter) führten. Darüber erwähnt Abu Huraira (ks) in einer authentischen hadith: „Der Prophet hat mir zwei Arten von Wissen in mein Herz übermittelt: Eines, das ich unter den Menschen verbreitete und eines, teilte ich es mit anderen, schnitten sie mir meinen Hals durch.“

    Das Wissen auf das sich Abu Huraira (ks) bezog, ist verstecktes geheimes Wissen, das der Prophet seinen Gefährten mitgab. Er erlaubte ihnen nicht dieses Wissen zu verbreiten, denn es ist geheimes Wissen des Herzens. Von diesen Geheimnissen entnehmen alle Meister der Golden Kette des Naqshbandi Ordens und alle anderen Sufi Orden ihr Wissen. Dieses Wissen wurde nur von Herz zu Herz übertragen und stammt von Abu Bakr as-Siddiq (ks) oder Ali (ks).

    Innerhalb von drei Jahren nahm die Zahl der Muslime zu, sie benutzten Dar al-Arqam als Moschee, in der sie lehrten, beteten und sich versteckten. Dann sollte der Prophet (sav) die Religion auch in der Öffentlichkeit verkünden.

  • In dieser Zeit sandte Gott der Allmächtige eine Surah, die alle Dichter und Poeten herausforderte, etwas Vergleichbares wie den Heiligen Quran zu verfassen. Fürwahr mussten alle nach ihrem vergeblichen Bemühen, die Einzigartigkeit des Qurans anerkennen. Ungläubige kamen zu seinem Onkel und beschwerten sich: „Gib uns Muhammed , so dass wir ihn töten.“ Er erwiderte: „So lange ich lebe kann ihm niemand ein Haar krümmen.“ Die Ungläubigen folterten jeden, der an ihn glaubte. Sie entführten ihre Frauen, töteten ihre Kinder und vergewaltigten ihre Töchter. Die neuen Muslime litten auf jegliche Art in den Händen der Ungläubigen.

    13 Jahre blieb der Prophet (sav) in Makkah und rief die Menschen zu Gottes Religion.

    Die Ungläubigen wollten Wunder oder ein Zeichen des Himmels sehen. Der Heilige Prophet (sav) teilte vor ihren Augen den Mond in zwei Mondhälften. Einige von ihnen kamen nun zum Glauben, andere jedoch nicht. Je länger sich diese Verfolgungen der Muslime hinzog, baten einige um Erlaubnis auswandern zu dürfen. Man ging nach Äthiopien, wo der König ihnen Zuflucht gewährte und nach einiger Zeit selbst Muslim wurde. Sie blieben dort fünf Jahre bis schließlich einige nach Makkah zurückkehrten. Der Onkel des Propheten (sav) und danach seine Frau Khadija al-Kubra (ks) starben. Sie waren die stärksten Unterstützer gewesen. Es folgte das Jahr der Trauer.

    Anderthalb Jahre später, wurde er in die Gegenwart Gottes des Allmächtigen eingeladen. Zusammen mit dem Erzengel Jibril (ks) reiste er von Makkah nach Jerusalem. Mit Buraq, einem himmlischen Reittier, stieg er von Jerusalem in die Himmel auf. Alle Propheten, in den verschiedenen Himmeln kamen zu ihm, um ihn zu grüßen. Er stieg höher und höher, bis er den Stift beim Schreiben der Verordnungen Gottes hörte. Der göttlichen Gegenwart näher und näher kommend, bis Jibril (ks) ihm schließlich mitteilen musste: „Ya Rasul Allah (O Prophet Gottes), ich kann nicht weiter gehen oder ich werde vernichtet.“
    Der Prophet sagte: „O Jibril, begleite mich!“.
    Er antwortete „Ich kann nicht oder ich werde im Licht Gottes verbrennen.“

    Also ging Muhammed (sav), der Vollkommenste der Vollkommenen, alleine weiter. Angetrieben von seiner Liebe für Gott schritt er voran, die vollkommene Auflösung in fünf unterschiedlichen Stufen erreichend.

    Von einer Stufe zur anderen erfuhr der Prophet (sav) Gottes göttliche Geheimnisse. Zwischen jeder Stufe war ein Abstand von 500,000 Jahren. Er passierte diese enormen göttlichen Ozeane des Wissens, die Gott der Allmächtige erschaffen hatte, bis er sich schließlich in Gottes Dasein vollständig auflöste, er sah nichts mehr außer Ihm.

  • Nachdem er den Zustand der Auflösung erreicht hatte, rief ihn Gott wieder in die Existenz zurück. Er kehrte zu Gott zurück. „O Muhammed, komm näher!“ Darunter versteht man, dass der Prophet , nachdem er die Stufe der Auflösung erreicht hatte, von Gott mit seinem Namen zu sich gerufen wurde, damit er von neuem mit Gottes Erscheinung erscheinen sollte.

    So Nahe am göttlichen Licht, dass gesagt wird: „Bis auf zwei Bogenschüsse nahe oder noch näher“ [53:9]. „Wer bist du, O Muhammed?“ Zu diesem Zeitpunkt war der Prophet bewusstlos und antwortete: „Du, O mein Herr.“ Das ist die vollkommenste Stufe, in der man mit niemandem ist außer mit Gott. Es ist das vollkommenste Zeichen der Tawhid (Einheit), wenn nichts mehr existiert außer Seinem Ruhm, Seiner Essenz, Ihm selbst.

    Sheikh Nazim überlieferte von dem geheimen Wissen der Sufi Heiligen einige Ereignisse, die bei dieser unglaublichen Reise des Propheten (sav) stattfanden. Dies ist Wissen von dem Propheten (sav), auf das sich Abu Huraira (ks) in der folgenden hadith bezog: Der Prophet (sav) sagte: „Alles was Gott in mein Herz übermittelt hat, das habe ich in das Herz von as-Siddiq gegeben.“ Dieses Wissen wurde dann den Naqshbandi Heiligen offenbart.

    Sheikh Nazim al-Haqqani sagte: „Gott der Allmächtige sagte zum Propheten (sav) in der Nacht der Himmelsreise „O Muhammed, Ich habe die Schöpfung deinetwegen erschaffen, nun gebe Ich sie dir.“ Zu diesem Zeitpunkt schenkte Gott dem Propheten (sav) die Kraft die ganze Schöpfung zu sehen. Ihm erschienen ihre Lichter und all ihre Begünstigungen, die Gott ihnen geschenkt hatte, in dem er sie mit Seinen Eigenschaften und mit seiner göttlichen Liebe und Schönheit bekleidet hatte.

    Muhammed (sav) war überglücklich, dass Gott ihm solch ein Geschenk übergab. Gott sagte zu ihm: „O Muhammed, bist du glücklich über diese Schöpfung?“ „Ja, mein Herr!“ „Ich vertraue sie dir an und du bist verantwortlich, dass du sie mir so zurück gibst wie Ich sie dir gegeben habe.“ Erfreut schaute Muhammed (sav) sie an und war erhellt von diesen wunderschönen Lichtern. Er sagte: „O mein Herr, Ich nehme an.“ Gott fragte „Nimmst du an?“ Er antwortete: „Ich nehme an, ich nehme an!“

    Gerade als er zum dritten Mal annahm, offenbarte Gott ihm eine Vision und zeigte ihm deren Sünden und verschiedenen Arten von Leid, Dunkelheit und Unwissenheit, in die sie fallen sollten.

    Als Muhammed (sav) dies sah, war er bestürzt, er wunderte sich wie er sie wieder so zurück geben könnte, wie er sie bekommen hatte. „O mein Herr, was ist das?“

  • Gott antwortete: „O Mein Geliebter, das ist deine Verantwortung. Du musst sie mir so rein zurückgeben wie Ich sie dir anvertraut habe.“

    Daraufhin bat Muhammed (sav): „O mein Herr, gib mir Helfer, die mir helfen sie zu reinigen, ihren Geist zu heiligen und sie aus der Dunkelheit und Unwissenheit zu dem Zustand des Wissens, der Frömmigkeit, des Friedens und der Liebe zurück zu bringen.“

    Daraufhin zeigte Gott der Allmächtige und Erhabene ihm eine Vision, in der Er ihm offenbarte, dass Er aus seiner Schöpfung 7007 Naqshbandi Heilige ausgewählt habe. „O Mein Geliebter, O Muhammed, dies sind Heilige von höchstem Rang, die Ich ausgesucht habe, damit sie dir helfen diese Schöpfung rein zu halten. 313 unter ihnen sind in der höchsten und vollkommensten Stufe der göttlichen Gegenwart. Sie sind die Erben der Geheimnisse von 313 Propheten. Zudem gebe Ich dir 40, welche die höchsten Kräfte tragen und als die Säulen aller Heiligen gelten. Sie werden die Meister ihrer Zeit sein und sie werden die Erben der Geheimnisse der Realität sein.

    Durch die Hände dieser Heiligen wird jeder von seinen Wunden geheilt werden, und zwar äußerlich und innerlich. Diese Heiligen werden im Stande sein, die ganze Nation und die ganze Schöpfung ohne Ermüdung zu tragen. Jeder von ihnen wird der Ghawth (Erzfürsprecher) seiner Zeit sein und unter ihnen wird es fünf Qutubs (Spirituelle Pfosten) geben.“

    Der Prophet (sav) war überglücklich und sagte: „O mein Herr, Gib mir mehr!“ Dann zeigte Gott ihm 124 000 Heilige und erklärte „Diese Heiligen sind die Erben der 124,000 Propheten. Jeder von ihnen ist der Erbe eines Propheten. Auch sie werden dich unterstützen die Menschen zu reinigen.“

    Während der Prophet (sav) in die göttliche Gegenwart aufstieg, ließ Gott ihn eine menschliche Stimme hören. Die Stimme gehörte seinem Freund und engstem Gefährten, Abu Bakr as-Siddiq (ks). Der Prophet (sav) wurde von Gott dem Allmächtigen aufgefordert, dass Abu Bakr as-Siddiq (ks) alle Naqshbandi Heiligen in ihrer spirituellen Form in die göttliche Gegenwart zusammenrufen soll, nämlich: Die 40, die 313, die 7 007 und ihre Anhänger. Alle sollten die ehrenvollen Lichter und Segnungen empfangen.

    Dann befahl Gott dem Propheten (sav), der wiederum Abu Bakr (ks) aufforderte, alle 124,000 Heilige der anderen 40 Tariqats und deren Anhänger zusammenzurufen, damit auch sie das Licht in der göttlichen Gegenwart empfangen. Alle Sheikhs erschienen mit ihren Anhängern bei dieser Versammlung.

  • Danach bat Gott den Propheten mit seiner prophetischen Kraft und seinem Licht auf sie zu schauen und sie alle auf die Stufe der Siddiqin, der Zuverlässigen, der Wahrhaftigen, empor zu heben. Dann sprach Gott der Allmächtige zum Propheten und der wiederum leitete es an die Heiligen weiter: „Ihr alle und eure Anhänger werden unter den Menschen wie Sterne aufleuchten, damit ihr das Licht, das ich euch in der Vor-Ewigkeikeit gegeben habe, auf die Menschen ausbreitet.“

    Maulana Sheikh Nazim sagt: „Das ist nur ein Geheimnis von der Nacht der Himmelsreise, das in die Herzen der Heiligen durch die Übertragung der Goldenen Kette des Naqshbandi Orden offenbart wurde. Viele andere Visionen wurden dem Propheten (sav) offenbart, aber es gibt keine Erlaubnis sie zu enthüllen.“

    In dieser Nacht wurde dem Propheten von Gott aufgetragen 50 Gebete pro Tag zu verrichten. Auf den Ratschlag Mose (Musa) (ks) hin kürzte er es auf 5 Gebete pro Tag. Als er von dieser Nachtreise zurückkehrte, war der erster, der ihm glaubte Abu Bakr as-Siddiq (ks). Um ihn zu verspotten wollten die Ungläubigen, dass er ihnen Jerusalem beschreibe. Und wahrlich schilderte er es ihnen mit allen Details.

    Verfolgungen gegen den Propheten (sav) und seine Gefährten brachen aus. Daraufhin sandte ihm Gott die Ansar (Helfer) aus Madinah. Islam hatte begonnen sich unter den Stämmen der kleinen Oasen, in der Nähe von Makkah, auszubreiten. Gott gab den Gläubigen die Erlaubnis nach Madinah, das Heim der Ansar, auszuwandern. Abu Bakr (ks) wollte ebenfalls gehen, aber der Prophet (sav) sagte zu ihm: „Geh noch nicht, warte, vielleicht wirst du mit mir reisen. Es gibt ein wichtiges Ereignis, das sich ereignen muss.“

    In der Nacht floh der Prophet (sav) mit Abu Bakr (ks), währenddessen sich Ali als der Prophet ausgab um ihn zu schützen. Auf ihrem Weg machten sie in der Höhle von Thawr halt. Abu Bakr (ks) sagte: „O Prophet, geh nicht hinein, Ich werde zuerst gehen.“

    In seinem Herz dachte er, es könnte dort etwas Gefährliches geben und so beschloss er als Erster hineinzugehen. Er erblickte ein Loch in der Höhle und platzierte sofort seinen Fuß darauf. Danach rief er den Propheten (sav) herein. Der Prophet (sav) kam hinein und legte sich mit seinem Kopf auf den Schenkel Abu Bakrs (ks). Eine Schlange, die in jenem Loch war, fing den Fuß Abu Bakrs (ks) zu beißen. Er versuchte sich nicht zu bewegen, obwohl er großen Schmerz erdulden musste. Tränen flossen über seine Wangen. Eine warme Träne tröpfelte auf das gesegnete Gesicht des Propheten (sav). Darüber wird im Quran erwähnt: „Er sagte zu seinem Freund, fürchte dich nicht Gott ist mit uns“ [9: 40] und zudem heißt es „Was denkst du über zwei, wenn Gott der dritte ist“ [57: 5].

  • Abu Bakr (ks) sagte zum Propheten (sav):„O Prophet Gottes, Ich bin nicht traurig, ich habe jedoch Schmerzen. Mein Fuß wird von einer Schlange gebissen und ich bin besorgt, dass sie auch dich beißen könnte. Ich weine, da mein Herz für dich und deine Sicherheit brennt.“ Der Prophet war so zufrieden mit der Antwort seines geliebten Gefährten, dass er Abu Bakr as-Siddiq umarmte, seine Hand auf sein Herz legte und das Wissen, das Gott ihm gegeben hatte, in das Herz von Abu Bakr as-Siddiq (ks) strömen ließ. Das ist der Grund warum er in einer hadith sagte:„Alles was Gott in mein Herz gegossen hat, habe ich in das Abu Bakrs (ks) weitergegeben.“

    Unser Großsheikh Muhammed Nazim al-Haqqani sagt: „Daraufhin legte der Prophet (sav) seine Hand auf den Fuß Abu Bakr as-Siddiqs (ks) und sprach: „Bismillah ir-Rahman ir-Rahim“ und der Fuß war sofort geheilt. Dann sagte der Prophet zur Schlange: „Weißt du nicht, dass das Fleisch eines Siddiq für dich verboten ist? Warum isst du das Fleisch meines Gefährten?“ Sie antwortete dem Propheten (sav) in perfektem und reinem arabisch „O Gesandter Gottes, sind nicht alle Dinge deinetwegen und um deiner Liebe wegen erschaffen worden? Auch ich liebe dich. Als ich hörte, dass Gott der Allmächtige sagte, dass das beste Volk dein Volk ist, bat ich Ihn darum mein Leben zu verlängern, um dein Antlitz zu sehen. Und Gott erfüllte mir meinen Wunsch und erwies mir die Ehre. Als Abu Bakr seinen Fuß über das Loch platzierte, blockierte es meine Sicht. Ich wollte, dass er seinen Fuß bewege, damit ich dich sehen könne.“ Der Prophet (sav) sagte: „Schaue mich jetzt an und erfülle dir deinen Wunsch“ Die Schlange schaute und schaute und nach einer Weile fiel sie tot um. Der Prophet befahl den Jinnen die Schlange wegzutragen und sie zu vergraben.“

    Maulana Sheikh Nazim sagt: „Dies sind die Geheimnisse die in die Herzen der Naqshbandi Heiligen gegeben wurden.“ Er fährt wie folgt fort „Dann sagte der Prophet zu Abu Bakr „Es gab keinen Grund in dieser Höhle Halt zu machen außer, damit dieses Ereignis geschehen konnte. Das Licht der Wurzel des spirituellen Baumes, das auf die Menschheit ausgestrahlt werden soll und das direkt aus der göttlichen Gegenwart kommt, wird hier erscheinen. Gott hat mir befohlen dies an euch und allen Naqshbandi Sufi Anhängern weiterzugeben.

    Diese Abstammungskette wurde zu dieser Zeit noch nicht Naqshabndi genannt, sondern sie war bekannt unter dem Namen ‹die Kinder von Abu Bakr as-Siddiq› und er galt für die Heiligen als der Vater dieser Ahnenreihe.

    Dann bat Gott den Propheten, dass er Abu Bakr as-Siddiq auffordere alle Meister der Goldenen Kette, die zugleich die Erben Abu Bakrs sind, zusammenzurufen. Abu Bakr rief die Großsheikhs dieser Goldenen Kette zusammen, und zwar alle, von seiner Zeit bis zur Zeit von Mahdi.

  • Daraufhin wurde er aufgefordert die 7,007 Naqsbandi Heiligen zu rufen. Danach rief der Prophet (sav) die 124,000 Propheten.

    Abu Bakr as-Siddiq (ks) forderte mit Befehl des Propheten (sav) jeden Großsheikh auf, dass er seine Anhänger spirituell zum Vorschein bringen solle. Danach befahl Abu Bakr as-Siddiq (ks) allen Sheikhs die Hände ihrer Anhänger zu nehmen, damit sie die Einweihung empfangen können. Abu Bakr as-Siddiq legte seine Hand auf sie, dann Muhammed die seine und danach legte Gott seine Hand, die Hand der Kraft (Qudrat), über alle. Gott versetzte die Zungen von jedem gegenwärtig Seiner Rezitation (talqeen az-Zikr) und befahl über den Propheten , über Abu Bakr as-Siddiq (sav) und über die Scheikhs den Anhängern, zu rezitieren was sie von der Stimme der Kraft hörten:

    ALLAHU ALLAHU ALLAHU HAQQ
    ALLAHU ALLAHU ALLAHU HAQQ
    ALLAHU ALLAHU ALLAHU HAQQ

    Alle, die da waren folgten ihren Sheikh und die Sheikhs folgten dem, was der Prophet rezitierte. Dann lehrte Gott der Allmächtige Abdul Khaliq al-Ghujduwani, der das erste dhikr unter den Heiligen dieses Ordens führen sollte, die Geheimnisse des Dhikrs, Khatm-il-Khwajagan. Der Prophet (sav) berichtete Abu Bakr, der dann allen Heiligen mitteilte, dass Abdul Khaliq al-Ghujduwani der Leiter des Khatm-i-Khwajagan sei. Jeder war geehrt das Geheimnis und das Licht von Abdul Khaliq al-Ghujduwani in der Gegenwart aller Heiligen, in der des Abu Bakr as-Siddiq, in der des Propheten (sav) und in der Gegenwart Gottes, zu empfangen.“

    Maulana Sheikh Nazim sagte „Jeder, der von uns die Einweihung annimmt oder bei unserem Dhikr teilnimmt, muss wissen, dass er in der Höhle zu jenem gesegnetem Zeitpunkt, in der Gegenwart des Propheten (sav) war und, dass er all diese Geheimnisse empfing. Diese Geheimnisse wurden uns von dem Meister der Goldenen Kette durch Abu Bakr as-Siddiq überliefert.“

    Abu Bakr as-Siddiq war überglücklich mit dem, was in der Höhle geschah und er verstand, warum der Prophet (sav) ihn ausgesucht hatte, zusammen mit ihm nach Madinah zu gehen. Die Naqshbandi Sheikhs betrachten dieses Ereignis in der Höhle als die Gründung der Tariqat. Es ist nicht nur der Ursprung der täglichen Hingabe (wird) sondern ist zudem ein Ereignis, bei dem die Seelen aller Mitglieder der Tariqat präsent waren.

    Nach diesem Ereignis in der Höhle schritten sie auf ihrem Weg nach Madinat al-Munawwarah weiter voran.

  • Als sie Quba, ein Stadt in der Nähe von Madinah, an einem Montag des Monats Rabi´ul Awwal erreichten, machten sie für einige Tage Halt. Dort baute der Prophet (sav) die erste Moschee. Nachdem sie das Freitagsgebet in Quba verrichtet hatten, gingen sie weiter. Es war der erste Jum`a, den er gebetet hatte. Als er Medinah mit seinem Freund betrat, begrüßte ihn die Menschenmenge voll Freude mit takbirs (ALLAHU AKBAR) und tahmids (AL –HAMDU LILLAH).

    Als der Prophet (sav) nach Medinah kam, war es voll mit Krankheiten. Sobald er eintraf verschwanden sie allesamt.

    Nachfolgend eine kurze Liste über die wichtigsten Ereignisse der folgenden zehn Jahre:

    Jahr eins:
    Der Prophet (sav) wurde inspiriert die Menschen mit Hilfe der menschlichen Stimme zum Gebet aufzurufen (Adhan)

    Jahr zwei:
    Er wurde aufgefordert das monatliche Fasten des Ramadan zu begehen, ihm wurde aufgetragen in Richtung der Ka`aba in Makkah zu beten (zuvor betete man nach Jerusalem. Es war das Jahr der entscheidenden Schlacht von Badr.

    Jahr drei:
    Der Prophet (sav) bekämpfte die Ungläubigen bei uhud

    Jahr vier:
    Die Schlacht von Bani Nadeer fand statt, Gebete durften nun während Reisen und Kämpfen gekürzt werden. Alkohol wurde verboten. Tayammun durfte gemacht werden, das „Gebet in Angst“ wurde genehmigt.

    Jahr fünf:
    Die Schlacht von Khandaq fand statt und Banu Quraizah und Mustaliq brachen ihre Treue.

    Jahr sechs:
    Das Abkommen von Hudaibiyya wurde geschlossen. Der Treueid unter dem Baum wurde begangen – Modell der Sufi Initiation. Die fünf Säulen der Religion kamen in diesem Jahr

    Jahr sieben:
    Die Schlacht von Khaibar fand statt

    Jahr acht:
    Die Ereignisse von Muta`a, die friedvolle Eroberung Makkahs und die Schlacht von Hunayn fanden statt

  • Jahr neun:
    Die Schlacht von Tabuk. Die Pilgerfahrt des as-Siddiq.
    Das Jahr wurde das Jahr von Wufud genannt

    Jahr zehn:
    Der Prophet (sav) machte seine Abschieds Pilgerfahrt

    Jahr elf:
    Der Prophet (sav) ging ins nächste Leben über.

    Beschreibung der Erscheinung des Propheten (sav)

    Gott der Allmächtige schmückte den Propheten (sav) mit Seinen göttlichen Lichtern und Seinen Eigenschaften. Daraufhin ehrte Er ihn noch mehr mit diesem Ausspruch „Wahrlich, du bist von edler Natur“ [68: 4].

    Der Prophet (sav) war weder groß noch klein. Er hatte breite Schultern. Seine Hautfarbe war hell, weder dunkel noch weiß. Er hatte eine weite Stirn, starke Augenbrauen, die nicht in der Mitte zusammenliefen, da sie voneinander mit einem hellen Schein getrennt waren. Seine Augen waren groß. Seine Zähne waren weiß, wie Perlen. Sein Haar war weder lockig noch glatt. Sein Hals war lang. Seine Brust war Breit und muskulös. Die Hautfarbe seiner Brust war hell und zwischen seinem Brustbein und seinem Nabel verlief eine Linie von Haaren. Außer dieser Linie hatte er keine Haare auf seiner Brust. Seine Schultern waren breit und er hatte Haare auf ihnen. Auf seinen Schultern waren zwei Siegel seines Prophetentums. All seine Gefährten pflegten es dort anzuschauen. Die rechte Schulter hatte einen schwarzen Schönheitsfleck und um sie herum waren einige kleine Härchen, die denen eines Pferdes glichen. Seine Unterarme waren lang. Seine Handgelenke waren ebenfalls lang, ebenso wie seine Finger. Seine Handflächen waren glatter als Seide. Immer wenn er seine Hand auf den Kopf eines Kindes oder Mannes legte, kamen wunderschöne Moschusdüfte hervor. Wo er auch hinging folgte ihm eine Wolke, die ihm inmitten der Sonne Schatten schenkte. Sein Schweiß war wie weiße Perlen und hatten den Duft von Bernstein und Moschus. Die Gefährten bezeugten, sie hatten zuvor noch nie so jemanden, wie ihn gesehen.

    Der heilige Prophet (sav) schaute mehr auf den Boden als, dass er seinen Kopf hob. Wer ihn von weitem sah war von ihm beeindruckt und wer ihn näher kannte liebte ihn. Er war gut aussehend in beidem, in seiner äußerlichen und inneren Erscheinung.

  • Amr ibn al-`As sagte: „Niemand ist mir lieber als der heilige Prophet und in meinen Augen war nie jemand majestätischer als er. Seine Herrlichkeit war so strahlend, dass ich nicht für längere Zeit auf sein Gesicht schauen konnte, müsste ich ihn beschrieben, könnte ich das nicht, da ich ihn nie lang genug angeschaut habe.“

    Der Prophet (sav) war der Tapferste, der Gerechteste und der Großzügigste unter den Menschen. Ohne einen Beschützer lief er unter seinen Feinden durch die Nacht. Nichts dieser Welt konnte ihm Angst machen. Er war der Bescheidenste, der Aufrichtigste und der Frommste. Nie sprach er um die Zeit tot zu schlagen. Daher zog er vor zu schweigen und zeigte dabei niemals Anzeichen des Hochmuts, obwohl er doch der redegewandteste Sprecher war.

    Gott gab ihm die Oberhand in politischen und privaten Angelegenheiten. Obwohl er nicht schreiben oder lesen konnte, hob ihn Gott aus der Unwissenheit empor und lehrte ihn die besten Verhaltensweisen und die höchste Moral.

    Er war der Mildeste, der am meisten Tolerierende und der Barmherzigste; Gott nannte ihn: „Freundlichster und Barmherzigster“ [9: 128]. Stets lächelte er und scherzte mit den anderen in einer angenehmen Weise. Wenn er allein war, weinte er und bat Gott um Vergebung für seine Gemeinde. Oft zog er sich zurück, um nachzudenken, zu meditieren und sich seines Herrn zu erinnern.

    Auch pflegte er mit Witwen und Waisen spazieren zu gehen. Den Ungläubigen entgegnete er voll Demut und wünschte sich dabei, dass sie Gläubige werden. Einige baten ihn „Bete zu Gott, auf dass Er die Ungläubigen bestrafe.“ Er jedoch erwiderte „Ich wurde nicht als Strafe sondern als eine Barmherzigkeit gesandt. Ich werde Gott darum bitten, dass er sie rechtleitet, da sie ja noch unwissend sind.“

    Er lud die Menschen zu Gott ein. Nie demütigte er die Waisen und hatte niemals Angst vor irgendeinem König. Auf Gottes Wunsch wählte er immer den einfachen Weg [ 2: 185, 20: 2]. Stets erinnerte er seine Gefährten:„Dient den Menschen“. So wie er seine Gefährten ermutigte nützlich zu sein, so diente auch er den Menschen und war somit niemandem eine Last. Daher pflegte er, selbst seine Ziegen zu melken, seine Kleidungsstücke zu flicken. Den Wert eines jeden Menschen erkennend, ging er gerne die Kranken besuchen, egal ob sie Ungläubige oder Heuchler waren und speiste zusammen mit den Armen und unglücklichen Menschen. Niemals schätzte er jemanden gering und nahm dankbar jedes Geschenk an und belohnte es, auch wenn es nur ein Löffel voll Joghurt war. All seinen Besitz opferte er den Bedürftigen.

  • So hatte er nicht einmal ein Dinar oder Dirham in seinem Haus, das er nicht den bereits den Armen gegeben hat. Selbst den Verstorbenen erwies er immer die Ehre, in dem er sie an ihren Gräbern häufig besuchte. Nicht nur seine Verbundenheit mit den Menschen zeichneten ihn aus, sondern auch die mit der Natur und so liebte er barfuß zu laufen und Pferde, Kamele oder Esel zu reiten. Außerdem war er sehr geschickt und übte sich im Umgang mit dem Schwert und dem Pfeil und Bogen. Er führte ein dankbares und schlichtes Leben und vermied Überschwänglichkeiten.

    Zu seiner Familie und seinen Freunden war er sehr gut. Überall umgaben ihn die Engel und daher bat er oft seine Freunde vor ihm zu laufen: „Lasst den Platz hinter mir für die Engel frei.“ Seine Gesellschaft war die der Schamhaftigkeit und Geduld. Jeden, der mit ihm stritt, entgegnete er mit Geduld und er erwiderte nicht, wenn sie ihn beleidigten. Nie sprach er gegen jemandem wenn er wütend war, noch benutzte er vulgäre Sprache. So war er niemals wütend seines Ego Willen, sondern nur um seines Herrn Willen. Vor niemanden gab er sich selbst einen höheren Stellenwert und so pflegte er gemeinsam mit seinen Dienern zu essen. Niemals schlug er irgend jemanden mit seiner Hand und bestrafte niemandem für seine Fehler, sondern vergab sie. Sein Diener Anas beteuerte: „In meinem ganzen Leben hat er mich kein einziges Mal gefragt, warum hast du das getan oder das nicht?“

    Die Kleidung des Heiligen Propheten (sav)

    Er zog an was er finden konnte, Baumwolle oder Wolle, am meisten trug er jedoch Baumwolle. Ihm gefiel grüne Kleidung sehr. Abu Huraira beschreibt: „Er trug lange weite Hemden die burda, die habra und seine jubba, zudem trug er einen Turban, mit dem er sein Gesicht bedecken konnte und der ein freies Ende hatte, der izar und rida.“

    Jabir ibn Samurah sagt „Ich sah den Propheten in einer mondbeschienen Nacht. Er hatte ein rotes Gewand an und ich schaute genau auf ihn und auf den Mond. Ohne Zweifel erschien er mir schöner als der Mond selbst.

    Imam Tabari schildert: „Er hatte einen Turban von einer Länge von siebenfacher Armlänge.“

    Den Turban der Sihab (die Wolken) hieß, gab er Ali . An seiner rechten Hand hatte er einen silbernen Ring, auf dem „Muhammadun Rasul-Allah“ stand. Meistens trug er khuffs (Ledersocken). Ihm gefielen Parfums und wohlriechende Düfte.

    Die Bequemlichkeit meidend, hatte er nicht einmal ein Bett, da er wünschte seinen Aufenthalt im nächsten Leben zu machen.

  • Seine Matratze bestand aus vier Baumästen. Sein großes Gewand benutzte er als Unterlage um sich drauf zu setzen. Manchmal schlief er sogar auf einer Schilfrohr Matte oder gleich auf dem Boden.

    Die Wunder des Heiligen Propheten (sav)

    Er war ein Heiler für sich und für andere. Um Menschen zu heilen las er aus dem Quran für sie vor. Immer mahnte er die Leute, zu viel Essen zu meiden. Endlose Wunder bezeugten seine Legitimität. Für Ali betete er, dass ihm die Kälte und die Hitze nichts mehr ausmachen solle. Bei Ibn Abbas betete er, dass er ein Genie in Religion, Rechtssprechung und Auslegung des Qurans werde, und all das traf zu. Als Qutadas Auge heraus fiel, konnte er es in die ehemalige Position zurückbringen und Qutada konnte von da an sogar besser sehen. Seine Hände am Fuß von Abi Atiq reibend, heilte er dessen Krankheit. Für ihn teilte sich der Mond in zwei. Aus seinen Fingern entsprang Wasser, von der eine ganze Armee trank und ihre Gebetswaschungen verrichten konnte. Aus einem kleinen Glas mit Wasser entsprang in der Wüste eine Oase. Der Zweig eines Baumes, unter dem er lag, beugte sich vor ihm als Geste seiner Liebe, als der Prophet (sav) aufstand und weiter gehen wollte. Die minbar (Kanzel), von der er predigte, machte während seinen Predigten Geräusche als ob sie weinen würde. Die Steine in seinen Händen preisten Gott, so dass jeder es hören konnte. Die Tiere kamen bei Problemen zu ihm. Der Hirsch und der Wolf bezeugten sein Prophetentum. Er meldete den Mord von al-Aswad bin Annasi im weit gelegenen Jemen. Weiter berichtete er seinen Gefährten von dem genauen Todeszeitpunkt des Königs von Persien. Auch aß er Fleisch, das voller Gift war, ohne das ihm was zugestoßen war, wohingegen ein anderer tot umfiel. Man könnte noch viele andere Wunder aufzählen

    Aussprüche des Heiligen Propheten (sav)

    „ Gott belohnt die Menschen gemäß dem was sie erreichen.“

    „ Gott sagte, wer gegen Meine Heiligen ist, dem werde Ich den Krieg erklären.“

    „Seid in dieser Welt wie Fremde und Gäste, macht die Gebetshäuser zu eurem zu Hause, lehrt die Menschen Nachsicht, erinnert euch viel und weint viel.“

    „Wie viele Menschen begrüßen einen Tag, dessen Ende sie nicht kennen und erwarten ein Morgen, den sie nicht erreichen.“

    „Sag die Wahrheit, auch wenn sie für dich ein Nachteil ist.“

  • „Mach alles einfach und nicht kompliziert. Verkünde frohe Botschaft und bringe die Leute nicht dazu, dass sie wegrennen.“

    „Gott sagte, O Kinder Adams, ihr werdet das bekommen, was ihr beabsichtigt habt und ihr werdet mit denen sein, die ihr liebt.“

    „Haltet an Gott fest und Er hält euch fest. Gebt Gott eure höchste Priorität und wenn ihr seine Hilfe braucht, bittet um seine Hilfe.“

    „ Seid einfach in dieser Welt und Gott wird euch lieben.“

    „ Der mit vollkommenstem Verstand ist der, der am gottesfürchtigsten ist.“

    „ Seid gewarnt vor dieser Welt, denn sie ist Zauberei“

    „ Enthaltet euch außer ihr sagt etwas Gutes und Sinnvolles“

    „Gib das dir Anvertraute zurück und missbrauche es nicht.“

    „Wenn Gott jemanden liebt, schickt Er ihm Schwierigkeiten.“

    „Wenn Gott jemandem Gutes will, wird er ihn zu jemandem leiten, der ihm den Weg zeigt.“

    „Vergib und Gott wird dir vergeben.“

    „Sei barmherzig und Gott wird mit dir Barmherzig sein.“

    „Derjenige mit der schwersten Strafe am Tag des Gerichts ist ein erbitterter Gelehrter, dessen Wissen ihm nichts genutzt hat.“

    „Bittet Gott um Vergebung und Gesundheit.“

    „Der größte Sünder ist der, der ständig lügt.“

    „Die ganze Schöpfung sind Diener Gottes. Den Gott am meisten unter ihnen liebt ist der, der seinen Brüdern hilft.“

    „Die beste Tat ist, wenn die Menschen von deiner Zunge und von deiner Hand sicher sind.“

    „So lange du „ La ilahe ill-Allah“ ( kein Gott außer Gott) sagst, wird Gott Seine Strafe von dir nehmen und dir ein gutes Geschick gewähren.“

    „O Menschheit, schämt ihr euch nicht, dass ihr mehr ansammelt als das ihr essen könnt und mehr Häuser baut als das ihr überhaupt in ihnen Leben könnt?“

  • Sein (sav) Abschied von dieser Welt

    Als Gott der Allmächtige sein Volk vervollkommnete und Seine Begünstigungen auf den Propheten (sav) vollendete, nahm Er ihn aus diesem Haus in ein besseres Haus und zu einem Freund besser als seine Freunde.

    In seinen letzten Tagen rief Gott nach seiner Seele. Seine Krankheit begann in den letzten Tagen des Monats Safar in dem Haus seiner Frau Maimuna (ks). Als seine Krankheit schlimmer wurde, wurde er in das Haus von Ayesha (ks) gebracht. Er war zwölf Tage krank. Während dieser Zeit schickte er Abu Bakr as-Siddiq zu den Gebeten, damit er sie leitet, das war sogleich ein Zeichen für die sahaba, dass er als sein Nachfolger auserwählt worden war.

    Er verließ dieses Leben an einem Montag, den 12. im Monat Rabi`ul Awwal. In seinem Nachthemd eingewickelt wuschen ihn Sayyidina Ali, Abbas ibn Abd al-Muttalib and seine zwei Söhne, Qutham und Fadl. Usama bin Zaid goss das Wasser auf ihn, das zuvor Awwas Khazraji aus dem Brunnen brachte. Während sie ihn wuschen, kamen von seinem Körper wunderschöne Düfte, so dass Ali (ks) ständig sagen musste: „Bei Gott, was würde ich nicht alles für dich geben! Wie lieblich und frisch du doch bist, egal ob am Leben oder tot!“ Nacheinander betraten die Gefährten sein Haus, nach ihnen beteten die Damen und nach ihnen die Kinder. Er wurde am selben Ort begraben, wo er starb, im Haus von Ayesha . Abu Talhah Zayd ibn Sahl grub sein Grab und diejenigen, die ihn gewaschen hatten ließen seinen gesegneten Körper hinunter. Danach wurde es bedeckt, geebnet und man schüttete Wasser darauf.

    Die Menschen waren erschüttert, und es herrschte großes Schweigen. Die Welt schien dunkler geworden zu sein. Jeder war sprachlos. Der Heilige Geist – der Engel Jibril - sollte nicht mehr kommen um Offenbarungen zu verkünden. Der Tod des Propheten (sav) war das größte Unglück für jeden Gefährten. Alle Menschen weinten. Da er der Letzte der Propheten war, sandte Gott nunmehr Unterstützer seiner Religion. Er sandte einen Bekräftiger (mujaddid) dieser Religion zu jeder Zeit. Einen Heiligen nach dem anderen, man kann sehen, dass jeder Großsheikh des ehrenwerten Naqshabndi Ordens wie ein Schatten des Propheten (sav) war, sie erfrischten die Religion (din) und trainierten die Suchenden auf dem Weg des Propheten (sav), damit sie zu ihren Herrn finden konnten.

    Das Geheimnis Gottes starker Unterstützung und reiner Rechtleitung wurde von Muhammed (sav) an seinen geliebten Freund, Abu Bakr as-Siddiq, weitergegeben. Was der Prophet (sav) in das Herz Abu Bakrs übermittelt hat, weiß keiner. Möge Gott mehr und mehr von Seinem Licht auf unseren Propheten (sav) senden. Er wurde als eine Barmherzigkeit zu der Menschheit gesandt und sein Geheimnis wurde von einem Heiligen zum anderen weitergegeben, um diese Religion zu unterstützen und sein Geheimnis in die Herzen der Menschen zu bringen.

  • Die Meister des Naqshibandi Ordens bilden die Golden Kette, aufgrund ihrer ununterbrochenen Verbindungskette zum höchsten und vollkommensten Menschen, Muhammed (sav), der Erste, der erschaffen wurde, der Erste, der erwähnt wurde und der Erste, der geehrt wurde.

    Als Gott den Stift aufforderte zu schreiben, fragte er: „Was soll ich schreiben?“
    „Schreibe: ‹La ilaha ill-Allah.›“

    Der Stift schrieb innerhalb von 70 000 Jahren „La ilahe ill-Allah“. Einer von Gottes Tagen gleicht 1000 unserer Jahre. Dann befahl Gott dem Stift erneut zu schreiben und der Stift fragte: „Was soll ich schreiben?“ und Gott antwortete:
    „Schreibe Muhammadun Rasul-Allah.“
    „O Gott, wer ist dieser Muhammed
    (sav), dessen Namen Du neben Deinem gestellt hast?“ „Du musst wissen, nur seinetwegen trat diese Schöpfung in die Existenz.“

    So schrieb der Stift innerhalb von weiteren 70 000 Jahren: „Muhammadun Rasul-Allah.“

    Wann befahl Gott dem Stift zu schreiben? Wann schrieb der Stift? Wann fand das Schreiben von „La ilahe ill-Allah“ statt? Niemand kann das beantworten. Die Erwähnung Muhammeds ereignete sich vor jeglicher Erschaffung und dessen Wirklichkeit offenbarte sich in der Vor-Ewigkeit. Das ist der Grund, warum der Prophet (sav) sagte: „kuntu Nabiyyan wa adamu bayni-l-ma`i wa-t-tin“ – „Ich war ein Prophet als Adam Lehm und Wasser war.“

    Er ist der vollkommenste Mensch. Er ist der Siegel der Propheten. Was kann ein schwacher Diener denn schon sagen, um den Meister der Gesandten zu ehren? Wäre es nicht seinetwegen, hätte niemand Gott den Allmächtigen gekannt. Nie wäre dieses Gewebe des Universums in die Existenz gebracht worden.

    Er ist das Herz der göttlichen Gegenwart. Er ist das Herz der einzigartigen Essenz. Er ist das Zeichen für Einheit und das Zeichen der Einheit. Er ist bekannt als das Geheimnis aller Geheimnisse. In der göttlichen Gegenwart ist er jener Auserwählte, der die Verantwortung Seiner Schöpfung trägt.

    Gott sagte: „Nur seinetwegen trat diese Schöpfung in die Existenz.“ Als eine göttliche Geste der Ehrung wurde der Prophet (sav) mit Seiner Schöpfung begnadigt.

    Die außergewöhnliche Stellung des Propheten (sav) ist das Herz und die Essenz des Satzes: „La ilaha ill-Allah Muhammadun Rasul-Allah“ und die Basis des Sufismus.

  • Der Prophet (sav) ist die „eine Seele“, die im Quran erwähnt wird: „Eure Erschaffung und eure Auferstehung sind einer einzigen Seele“ [31:28]. Es ist ebenfalls der Prophet (sav), der das „einzige Leben“ in dem Vers [5:32] repräsentiert: „Wenn jemand einen Menschen tötet gleicht es einem Mord an die ganze Menschheit; Wenn einer ein Leben rettet gleicht es der Bewahrung der ganzen Menschheit.“

    Zudem berief sich der Prophet seiner Verantwortung in der folgenden Überlieferung, hadith: a`malakum tu`raduàlayya wa kulla yawm „All eure Taten werden mir jeden Tag gezeigt. Sind sie gut, bete ich für euch; sind sie schlecht, bitte ich um Gottes Vergebung für euch.“ In dem folgenden Vers heißt es – „Und wir entsandten Gesandte nur, damit ihnen mit Gottes Erlaubnis gehorcht würde. Und wenn sie zu dir kämen und Gott um Verzeihung bäten, nachdem sie gegen sich gesündigt haben, und der Gesandte für sie um Verzeihung bäte, wahrlich dann würden sie Gott vergebend und barmherzig finden“ [4:64].

    Seine ehrenvolle Biographie und seine segenvollen Reden und Taten können niemals in einem Buch zusammengefasst werden. Muhammed ibn Abdullah ibn Abdul Muttalib ibn Hashim, seine Abstammung reicht bis zu Ibrahim (ks). In Makkah al-Mukarrama an einem Montag, den 12. im Monat Rabi`ul Awwal, 570 n.Chr, im Jahr des Elefanten, kam er auf diese Welt. Seine Mutter, Sayyida Amina, sah ein Licht aus ihr hervorstrahlen, das jede Dunkelheit erleuchtete und bis nach Persien reichte. Seine erste Tat nach seiner Geburt war, sich vor Allah niederzuwerfen. Thuayba und dann Halima as-Sa`diyya, bei denen er für vier Jahre blieb, zogen ihn groß.

    Während seiner Rückkehr von einem Besuch bei seinen Onkeln in Madinat al-Munawwara (zu der Zeit noch Yathrib gennant), wurde seine Mutter krank und starb. Damals war er 6 Jahre alt. Zwei Jahre blieb er bei seinem Großvater, bis eines Tages auch er starb. Drei mal zum Waisen geworden, ging er zu seinem Onkel, Abu Talib. Gott der Allmächtige beauftragte den Engel der Trompete, Israfil (ks) ihn zu jeder Zeit zu begleiten bis er das Alter von elf Jahren erreiche. Dann sollte Jibril (ks) nach ihm schauen, für seine Sicherheit sorgen und sein Herz mit himmlischer und spiritueller Kraft stärken.

    Eines Tages reiste er mit seinem Onkel nach Damaskus. Auf ihrem Weg kamen sie an Basra vorbei, wo ein Mönch Names Buhaira in einem Kloster nahebei lebte. „Bring ihn zurück, das wird sicherer für ihn sein,“ sagte jener Mönch zu seinem Onkel. Zu dieser Zeit war er zwölf Jahre alt.

    Einige Jahre später reiste er mit Maysara erneut nach Damaskus um im Interesse der Dame Khadija (ks) Handel zu betreiben.

  • Sie waren sehr erfolgreich. Maysara berichtete Khadija von seinen wundervollen Kräfte und seinem Scharfsinn. Er gefiel Khadija und sie schlug ihm die Ehe vor. Als sie heirateten war er 25 und sie 40 Jahre alt.

    In seinem Volk war er bekannt als as-Sadiq al-Amin, der Wahre, der Zuverlässige. Als er 35 Jahre alt war, versuchte das Volk der Quraish gerade die Ka`ba, das Haus Gottes, zu renovieren. Wer aber sollte den Schwarzen Stein (hajaru-l-aswad) von seinem Platz entfernen? Schließlich einigten sie sich, dass es die zuverlässigste Person machen sollte und diese Person war der Prophet (sav).

    Zu jener Zeit kamen Inspirationen und Offenbarungen in sein Herz. Er war immer in einem Zustand der spirituellen Vision. Ihm wurde es jedoch nicht erlaubt darüber zu sprechen. Er zog es vor allein zu sein und in der Höhle des Berges al-Hira nachzudenken und zu meditieren. Er suchte die Zurückgezogenheit als Mittel um die göttliche Gegenwart zu erreichen.

    In den Meeren des Dhikrs versunken, meditierte er auch dieses Mal. Schlagartig umgab ihn ein göttliches Licht – wo er sich auch hinwendete. Eine unermessliche Gottesnähe versah ihn mit unbeschreiblichen Glück. Das Licht reinigte ihn durch und durch. Einen vollkommenen Zustand erreichend, in der er die Erschaffung schauen konnte. Die Urzeichen der Schönheit breiteten sich aus und schmückten das Universum. Baum, Stein, Erde, Stern, Sonne, Mond, Wolke, Wind, Regen, Tier, jegliche Schöpfung grüßten ihn auf perfektem Arabisch „as-Salam `alayka Ya Rasul-Allah“ – „Friede sei auf Dir, O Gesandter Gottes“

    Während seinem vierzigsten Lebensjahr sollte sich auf dem Berg Hira ein weiteres Wunder ereignen. Am Horizont erblickte er eine außergewöhnlich prachtvolle Gestallt von noch nie da gewesener Schönheit und Größe. „O Muhammed, ich bin Jibril und Du bist der Prophet Gottes.“ Der Erzengel überreichte ihm ein Stück Seide, verziert mit wunderschönen Diamanten.
    „Lies“. „Was soll ich lesen?“ Jibril (ks) umarmte den Propheten (sav). „Lies“. „Was soll ich lesen?“ Noch einmal umarmte er den Gesandten Gottes und rezitierte dieses mal.

    „1. Lies! Im Namen deines Herrn, Der erschuf –
    2. Erschuf den Menschen aus einem sich Anklammernden.
    3. Lies! Denn dein Herr ist gütig.
    4. Der durch die Schreibfeder gelehrt hat –
    5. Den Menschen gelehrt hat was er nicht wusste.“
    [96:1-5]

  • „Gehe von dem Berg auf diesen großen weißen Stein dort hinten“ Der Erzengel überreichte ihm zwei grüne Umhänge. Dann schlug Jibril (ks) mit seinem Fuß auf die Erde ein. Sofort schoss Wasser hervor und der Engel wusch sich. Der Prophet (sav) sollte nun das selbe tun. Daraufhin nahm Jibril eine Handvoll Wasser und spritzte es auf das Gesicht des Gesandten (sav). Sufi Heilige sagen, dass das Wasser, das er auf sein Gesicht spritzte, ein Zeichen war, dass dem Propheten (sav) die Autorität geschenkt wurde, das Wissen der Geheimnisse der göttliche Gegenwart unter den Menschen zu verbreiten, und zwar mit physischen und spirituellen Mitteln. Dann betete er zwei Gebetseinheiten „Das ist die Art und Weise zu beten.“ Daraufhin verschwand Jibril (ks).

    Der Prophet (sav) kehrte nach Makkah zurück und berichtete seiner Frau was geschehen war. Sie glaubte ihm und wurde die erste Muslima. Danach ging sie mit dem Propheten (sav) zu Waraqah bin Nawfal, ihrem Cousin, der ein gelehrter Mann in Sachen der Spiritualität war. Der Prophet (sav) erzählte ihm von dem Ereignis. Waraqah glaubte ihm und wurde sogleich der erste Mann, der sein Prophetentum anerkannte.

    Waraqah erklärte „Das war der Heilige Geist, der zu Moses (ks) kam.“ Er fuhr fort: „Könnte ich doch noch an Deiner Seite stehen, wenn Dich Deine Leute aus Makkah verstoßen werden!“ Der Prophet (sav) fragte „Werden meine Leute mich aus Makkah vertreiben?“ „ Ja, das ist, was geschrieben steht.“

    Es folgten Abu Bakr (ks) und Ali (ks). In der Öffentlichkeit gab der Prophet (sav) Ratschläge, die man für das tägliche Leben brauchte und bei privaten Treffen gab er besondere Empfehlungen, die zur Stufe von Ihsan (perfekten Charakter) führten. Darüber erwähnt Abu Huraira (ks) in einer authentischen hadith: „Der Prophet hat mir zwei Arten von Wissen in mein Herz übermittelt: Eines, das ich unter den Menschen verbreitete und eines, teilte ich es mit anderen, schnitten sie mir meinen Hals durch.“

    Das Wissen auf das sich Abu Huraira (ks) bezog, ist verstecktes geheimes Wissen, das der Prophet seinen Gefährten mitgab. Er erlaubte ihnen nicht dieses Wissen zu verbreiten, denn es ist geheimes Wissen des Herzens. Von diesen Geheimnissen entnehmen alle Meister der Golden Kette des Naqshbandi Ordens und alle anderen Sufi Orden ihr Wissen. Dieses Wissen wurde nur von Herz zu Herz übertragen und stammt von Abu Bakr as-Siddiq (ks) oder Ali (ks).

    Innerhalb von drei Jahren nahm die Zahl der Muslime zu, sie benutzten Dar al-Arqam als Moschee, in der sie lehrten, beteten und sich versteckten. Dann sollte der Prophet (sav) die Religion auch in der Öffentlichkeit verkünden.

  • In dieser Zeit sandte Gott der Allmächtige eine Surah, die alle Dichter und Poeten herausforderte, etwas Vergleichbares wie den Heiligen Quran zu verfassen. Fürwahr mussten alle nach ihrem vergeblichen Bemühen, die Einzigartigkeit des Qurans anerkennen. Ungläubige kamen zu seinem Onkel und beschwerten sich: „Gib uns Muhammed , so dass wir ihn töten.“ Er erwiderte: „So lange ich lebe kann ihm niemand ein Haar krümmen.“ Die Ungläubigen folterten jeden, der an ihn glaubte. Sie entführten ihre Frauen, töteten ihre Kinder und vergewaltigten ihre Töchter. Die neuen Muslime litten auf jegliche Art in den Händen der Ungläubigen.

    13 Jahre blieb der Prophet (sav) in Makkah und rief die Menschen zu Gottes Religion.

    Die Ungläubigen wollten Wunder oder ein Zeichen des Himmels sehen. Der Heilige Prophet (sav) teilte vor ihren Augen den Mond in zwei Mondhälften. Einige von ihnen kamen nun zum Glauben, andere jedoch nicht. Je länger sich diese Verfolgungen der Muslime hinzog, baten einige um Erlaubnis auswandern zu dürfen. Man ging nach Äthiopien, wo der König ihnen Zuflucht gewährte und nach einiger Zeit selbst Muslim wurde. Sie blieben dort fünf Jahre bis schließlich einige nach Makkah zurückkehrten. Der Onkel des Propheten (sav) und danach seine Frau Khadija al-Kubra (ks) starben. Sie waren die stärksten Unterstützer gewesen. Es folgte das Jahr der Trauer.

    Anderthalb Jahre später, wurde er in die Gegenwart Gottes des Allmächtigen eingeladen. Zusammen mit dem Erzengel Jibril (ks) reiste er von Makkah nach Jerusalem. Mit Buraq, einem himmlischen Reittier, stieg er von Jerusalem in die Himmel auf. Alle Propheten, in den verschiedenen Himmeln kamen zu ihm, um ihn zu grüßen. Er stieg höher und höher, bis er den Stift beim Schreiben der Verordnungen Gottes hörte. Der göttlichen Gegenwart näher und näher kommend, bis Jibril (ks) ihm schließlich mitteilen musste: „Ya Rasul Allah (O Prophet Gottes), ich kann nicht weiter gehen oder ich werde vernichtet.“
    Der Prophet sagte: „O Jibril, begleite mich!“.
    Er antwortete „Ich kann nicht oder ich werde im Licht Gottes verbrennen.“

    Also ging Muhammed (sav), der Vollkommenste der Vollkommenen, alleine weiter. Angetrieben von seiner Liebe für Gott schritt er voran, die vollkommene Auflösung in fünf unterschiedlichen Stufen erreichend.

    Von einer Stufe zur anderen erfuhr der Prophet (sav) Gottes göttliche Geheimnisse. Zwischen jeder Stufe war ein Abstand von 500,000 Jahren. Er passierte diese enormen göttlichen Ozeane des Wissens, die Gott der Allmächtige erschaffen hatte, bis er sich schließlich in Gottes Dasein vollständig auflöste, er sah nichts mehr außer Ihm.

  • Nachdem er den Zustand der Auflösung erreicht hatte, rief ihn Gott wieder in die Existenz zurück. Er kehrte zu Gott zurück. „O Muhammed, komm näher!“ Darunter versteht man, dass der Prophet , nachdem er die Stufe der Auflösung erreicht hatte, von Gott mit seinem Namen zu sich gerufen wurde, damit er von neuem mit Gottes Erscheinung erscheinen sollte.

    So Nahe am göttlichen Licht, dass gesagt wird: „Bis auf zwei Bogenschüsse nahe oder noch näher“ [53:9]. „Wer bist du, O Muhammed?“ Zu diesem Zeitpunkt war der Prophet bewusstlos und antwortete: „Du, O mein Herr.“ Das ist die vollkommenste Stufe, in der man mit niemandem ist außer mit Gott. Es ist das vollkommenste Zeichen der Tawhid (Einheit), wenn nichts mehr existiert außer Seinem Ruhm, Seiner Essenz, Ihm selbst.

    Sheikh Nazim überlieferte von dem geheimen Wissen der Sufi Heiligen einige Ereignisse, die bei dieser unglaublichen Reise des Propheten (sav) stattfanden. Dies ist Wissen von dem Propheten (sav), auf das sich Abu Huraira (ks) in der folgenden hadith bezog: Der Prophet (sav) sagte: „Alles was Gott in mein Herz übermittelt hat, das habe ich in das Herz von as-Siddiq gegeben.“ Dieses Wissen wurde dann den Naqshbandi Heiligen offenbart.

    Sheikh Nazim al-Haqqani sagte: „Gott der Allmächtige sagte zum Propheten (sav) in der Nacht der Himmelsreise „O Muhammed, Ich habe die Schöpfung deinetwegen erschaffen, nun gebe Ich sie dir.“ Zu diesem Zeitpunkt schenkte Gott dem Propheten (sav) die Kraft die ganze Schöpfung zu sehen. Ihm erschienen ihre Lichter und all ihre Begünstigungen, die Gott ihnen geschenkt hatte, in dem er sie mit Seinen Eigenschaften und mit seiner göttlichen Liebe und Schönheit bekleidet hatte.

    Muhammed (sav) war überglücklich, dass Gott ihm solch ein Geschenk übergab. Gott sagte zu ihm: „O Muhammed, bist du glücklich über diese Schöpfung?“ „Ja, mein Herr!“ „Ich vertraue sie dir an und du bist verantwortlich, dass du sie mir so zurück gibst wie Ich sie dir gegeben habe.“ Erfreut schaute Muhammed (sav) sie an und war erhellt von diesen wunderschönen Lichtern. Er sagte: „O mein Herr, Ich nehme an.“ Gott fragte „Nimmst du an?“ Er antwortete: „Ich nehme an, ich nehme an!“

    Gerade als er zum dritten Mal annahm, offenbarte Gott ihm eine Vision und zeigte ihm deren Sünden und verschiedenen Arten von Leid, Dunkelheit und Unwissenheit, in die sie fallen sollten.

    Als Muhammed (sav) dies sah, war er bestürzt, er wunderte sich wie er sie wieder so zurück geben könnte, wie er sie bekommen hatte. „O mein Herr, was ist das?“

  • Gott antwortete: „O Mein Geliebter, das ist deine Verantwortung. Du musst sie mir so rein zurückgeben wie Ich sie dir anvertraut habe.“

    Daraufhin bat Muhammed (sav): „O mein Herr, gib mir Helfer, die mir helfen sie zu reinigen, ihren Geist zu heiligen und sie aus der Dunkelheit und Unwissenheit zu dem Zustand des Wissens, der Frömmigkeit, des Friedens und der Liebe zurück zu bringen.“

    Daraufhin zeigte Gott der Allmächtige und Erhabene ihm eine Vision, in der Er ihm offenbarte, dass Er aus seiner Schöpfung 7007 Naqshbandi Heilige ausgewählt habe. „O Mein Geliebter, O Muhammed, dies sind Heilige von höchstem Rang, die Ich ausgesucht habe, damit sie dir helfen diese Schöpfung rein zu halten. 313 unter ihnen sind in der höchsten und vollkommensten Stufe der göttlichen Gegenwart. Sie sind die Erben der Geheimnisse von 313 Propheten. Zudem gebe Ich dir 40, welche die höchsten Kräfte tragen und als die Säulen aller Heiligen gelten. Sie werden die Meister ihrer Zeit sein und sie werden die Erben der Geheimnisse der Realität sein.

    Durch die Hände dieser Heiligen wird jeder von seinen Wunden geheilt werden, und zwar äußerlich und innerlich. Diese Heiligen werden im Stande sein, die ganze Nation und die ganze Schöpfung ohne Ermüdung zu tragen. Jeder von ihnen wird der Ghawth (Erzfürsprecher) seiner Zeit sein und unter ihnen wird es fünf Qutubs (Spirituelle Pfosten) geben.“

    Der Prophet (sav) war überglücklich und sagte: „O mein Herr, Gib mir mehr!“ Dann zeigte Gott ihm 124 000 Heilige und erklärte „Diese Heiligen sind die Erben der 124,000 Propheten. Jeder von ihnen ist der Erbe eines Propheten. Auch sie werden dich unterstützen die Menschen zu reinigen.“

    Während der Prophet (sav) in die göttliche Gegenwart aufstieg, ließ Gott ihn eine menschliche Stimme hören. Die Stimme gehörte seinem Freund und engstem Gefährten, Abu Bakr as-Siddiq (ks). Der Prophet (sav) wurde von Gott dem Allmächtigen aufgefordert, dass Abu Bakr as-Siddiq (ks) alle Naqshbandi Heiligen in ihrer spirituellen Form in die göttliche Gegenwart zusammenrufen soll, nämlich: Die 40, die 313, die 7 007 und ihre Anhänger. Alle sollten die ehrenvollen Lichter und Segnungen empfangen.

    Dann befahl Gott dem Propheten (sav), der wiederum Abu Bakr (ks) aufforderte, alle 124,000 Heilige der anderen 40 Tariqats und deren Anhänger zusammenzurufen, damit auch sie das Licht in der göttlichen Gegenwart empfangen. Alle Sheikhs erschienen mit ihren Anhängern bei dieser Versammlung.

  • Danach bat Gott den Propheten mit seiner prophetischen Kraft und seinem Licht auf sie zu schauen und sie alle auf die Stufe der Siddiqin, der Zuverlässigen, der Wahrhaftigen, empor zu heben. Dann sprach Gott der Allmächtige zum Propheten und der wiederum leitete es an die Heiligen weiter: „Ihr alle und eure Anhänger werden unter den Menschen wie Sterne aufleuchten, damit ihr das Licht, das ich euch in der Vor-Ewigkeikeit gegeben habe, auf die Menschen ausbreitet.“

    Maulana Sheikh Nazim sagt: „Das ist nur ein Geheimnis von der Nacht der Himmelsreise, das in die Herzen der Heiligen durch die Übertragung der Goldenen Kette des Naqshbandi Orden offenbart wurde. Viele andere Visionen wurden dem Propheten (sav) offenbart, aber es gibt keine Erlaubnis sie zu enthüllen.“

    In dieser Nacht wurde dem Propheten von Gott aufgetragen 50 Gebete pro Tag zu verrichten. Auf den Ratschlag Mose (Musa) (ks) hin kürzte er es auf 5 Gebete pro Tag. Als er von dieser Nachtreise zurückkehrte, war der erster, der ihm glaubte Abu Bakr as-Siddiq (ks). Um ihn zu verspotten wollten die Ungläubigen, dass er ihnen Jerusalem beschreibe. Und wahrlich schilderte er es ihnen mit allen Details.

    Verfolgungen gegen den Propheten (sav) und seine Gefährten brachen aus. Daraufhin sandte ihm Gott die Ansar (Helfer) aus Madinah. Islam hatte begonnen sich unter den Stämmen der kleinen Oasen, in der Nähe von Makkah, auszubreiten. Gott gab den Gläubigen die Erlaubnis nach Madinah, das Heim der Ansar, auszuwandern. Abu Bakr (ks) wollte ebenfalls gehen, aber der Prophet (sav) sagte zu ihm: „Geh noch nicht, warte, vielleicht wirst du mit mir reisen. Es gibt ein wichtiges Ereignis, das sich ereignen muss.“

    In der Nacht floh der Prophet (sav) mit Abu Bakr (ks), währenddessen sich Ali als der Prophet ausgab um ihn zu schützen. Auf ihrem Weg machten sie in der Höhle von Thawr halt. Abu Bakr (ks) sagte: „O Prophet, geh nicht hinein, Ich werde zuerst gehen.“

    In seinem Herz dachte er, es könnte dort etwas Gefährliches geben und so beschloss er als Erster hineinzugehen. Er erblickte ein Loch in der Höhle und platzierte sofort seinen Fuß darauf. Danach rief er den Propheten (sav) herein. Der Prophet (sav) kam hinein und legte sich mit seinem Kopf auf den Schenkel Abu Bakrs (ks). Eine Schlange, die in jenem Loch war, fing den Fuß Abu Bakrs (ks) zu beißen. Er versuchte sich nicht zu bewegen, obwohl er großen Schmerz erdulden musste. Tränen flossen über seine Wangen. Eine warme Träne tröpfelte auf das gesegnete Gesicht des Propheten (sav). Darüber wird im Quran erwähnt: „Er sagte zu seinem Freund, fürchte dich nicht Gott ist mit uns“ [9: 40] und zudem heißt es „Was denkst du über zwei, wenn Gott der dritte ist“ [57: 5].

  • Abu Bakr (ks) sagte zum Propheten (sav):„O Prophet Gottes, Ich bin nicht traurig, ich habe jedoch Schmerzen. Mein Fuß wird von einer Schlange gebissen und ich bin besorgt, dass sie auch dich beißen könnte. Ich weine, da mein Herz für dich und deine Sicherheit brennt.“ Der Prophet war so zufrieden mit der Antwort seines geliebten Gefährten, dass er Abu Bakr as-Siddiq umarmte, seine Hand auf sein Herz legte und das Wissen, das Gott ihm gegeben hatte, in das Herz von Abu Bakr as-Siddiq (ks) strömen ließ. Das ist der Grund warum er in einer hadith sagte:„Alles was Gott in mein Herz gegossen hat, habe ich in das Abu Bakrs (ks) weitergegeben.“

    Unser Großsheikh Muhammed Nazim al-Haqqani sagt: „Daraufhin legte der Prophet (sav) seine Hand auf den Fuß Abu Bakr as-Siddiqs (ks) und sprach: „Bismillah ir-Rahman ir-Rahim“ und der Fuß war sofort geheilt. Dann sagte der Prophet zur Schlange: „Weißt du nicht, dass das Fleisch eines Siddiq für dich verboten ist? Warum isst du das Fleisch meines Gefährten?“ Sie antwortete dem Propheten (sav) in perfektem und reinem arabisch „O Gesandter Gottes, sind nicht alle Dinge deinetwegen und um deiner Liebe wegen erschaffen worden? Auch ich liebe dich. Als ich hörte, dass Gott der Allmächtige sagte, dass das beste Volk dein Volk ist, bat ich Ihn darum mein Leben zu verlängern, um dein Antlitz zu sehen. Und Gott erfüllte mir meinen Wunsch und erwies mir die Ehre. Als Abu Bakr seinen Fuß über das Loch platzierte, blockierte es meine Sicht. Ich wollte, dass er seinen Fuß bewege, damit ich dich sehen könne.“ Der Prophet (sav) sagte: „Schaue mich jetzt an und erfülle dir deinen Wunsch“ Die Schlange schaute und schaute und nach einer Weile fiel sie tot um. Der Prophet befahl den Jinnen die Schlange wegzutragen und sie zu vergraben.“

    Maulana Sheikh Nazim sagt: „Dies sind die Geheimnisse die in die Herzen der Naqshbandi Heiligen gegeben wurden.“ Er fährt wie folgt fort „Dann sagte der Prophet zu Abu Bakr „Es gab keinen Grund in dieser Höhle Halt zu machen außer, damit dieses Ereignis geschehen konnte. Das Licht der Wurzel des spirituellen Baumes, das auf die Menschheit ausgestrahlt werden soll und das direkt aus der göttlichen Gegenwart kommt, wird hier erscheinen. Gott hat mir befohlen dies an euch und allen Naqshbandi Sufi Anhängern weiterzugeben.

    Diese Abstammungskette wurde zu dieser Zeit noch nicht Naqshabndi genannt, sondern sie war bekannt unter dem Namen ‹die Kinder von Abu Bakr as-Siddiq› und er galt für die Heiligen als der Vater dieser Ahnenreihe.

    Dann bat Gott den Propheten, dass er Abu Bakr as-Siddiq auffordere alle Meister der Goldenen Kette, die zugleich die Erben Abu Bakrs sind, zusammenzurufen. Abu Bakr rief die Großsheikhs dieser Goldenen Kette zusammen, und zwar alle, von seiner Zeit bis zur Zeit von Mahdi.

  • Daraufhin wurde er aufgefordert die 7,007 Naqsbandi Heiligen zu rufen. Danach rief der Prophet (sav) die 124,000 Propheten.

    Abu Bakr as-Siddiq (ks) forderte mit Befehl des Propheten (sav) jeden Großsheikh auf, dass er seine Anhänger spirituell zum Vorschein bringen solle. Danach befahl Abu Bakr as-Siddiq (ks) allen Sheikhs die Hände ihrer Anhänger zu nehmen, damit sie die Einweihung empfangen können. Abu Bakr as-Siddiq legte seine Hand auf sie, dann Muhammed die seine und danach legte Gott seine Hand, die Hand der Kraft (Qudrat), über alle. Gott versetzte die Zungen von jedem gegenwärtig Seiner Rezitation (talqeen az-Zikr) und befahl über den Propheten , über Abu Bakr as-Siddiq (sav) und über die Scheikhs den Anhängern, zu rezitieren was sie von der Stimme der Kraft hörten:

    ALLAHU ALLAHU ALLAHU HAQQ
    ALLAHU ALLAHU ALLAHU HAQQ
    ALLAHU ALLAHU ALLAHU HAQQ

    Alle, die da waren folgten ihren Sheikh und die Sheikhs folgten dem, was der Prophet rezitierte. Dann lehrte Gott der Allmächtige Abdul Khaliq al-Ghujduwani, der das erste dhikr unter den Heiligen dieses Ordens führen sollte, die Geheimnisse des Dhikrs, Khatm-il-Khwajagan. Der Prophet (sav) berichtete Abu Bakr, der dann allen Heiligen mitteilte, dass Abdul Khaliq al-Ghujduwani der Leiter des Khatm-i-Khwajagan sei. Jeder war geehrt das Geheimnis und das Licht von Abdul Khaliq al-Ghujduwani in der Gegenwart aller Heiligen, in der des Abu Bakr as-Siddiq, in der des Propheten (sav) und in der Gegenwart Gottes, zu empfangen.“

    Maulana Sheikh Nazim sagte „Jeder, der von uns die Einweihung annimmt oder bei unserem Dhikr teilnimmt, muss wissen, dass er in der Höhle zu jenem gesegnetem Zeitpunkt, in der Gegenwart des Propheten (sav) war und, dass er all diese Geheimnisse empfing. Diese Geheimnisse wurden uns von dem Meister der Goldenen Kette durch Abu Bakr as-Siddiq überliefert.“

    Abu Bakr as-Siddiq war überglücklich mit dem, was in der Höhle geschah und er verstand, warum der Prophet (sav) ihn ausgesucht hatte, zusammen mit ihm nach Madinah zu gehen. Die Naqshbandi Sheikhs betrachten dieses Ereignis in der Höhle als die Gründung der Tariqat. Es ist nicht nur der Ursprung der täglichen Hingabe (wird) sondern ist zudem ein Ereignis, bei dem die Seelen aller Mitglieder der Tariqat präsent waren.

    Nach diesem Ereignis in der Höhle schritten sie auf ihrem Weg nach Madinat al-Munawwarah weiter voran.

  • Als sie Quba, ein Stadt in der Nähe von Madinah, an einem Montag des Monats Rabi´ul Awwal erreichten, machten sie für einige Tage Halt. Dort baute der Prophet (sav) die erste Moschee. Nachdem sie das Freitagsgebet in Quba verrichtet hatten, gingen sie weiter. Es war der erste Jum`a, den er gebetet hatte. Als er Medinah mit seinem Freund betrat, begrüßte ihn die Menschenmenge voll Freude mit takbirs (ALLAHU AKBAR) und tahmids (AL –HAMDU LILLAH).

    Als der Prophet (sav) nach Medinah kam, war es voll mit Krankheiten. Sobald er eintraf verschwanden sie allesamt.

    Nachfolgend eine kurze Liste über die wichtigsten Ereignisse der folgenden zehn Jahre:

    Jahr eins:
    Der Prophet (sav) wurde inspiriert die Menschen mit Hilfe der menschlichen Stimme zum Gebet aufzurufen (Adhan)

    Jahr zwei:
    Er wurde aufgefordert das monatliche Fasten des Ramadan zu begehen, ihm wurde aufgetragen in Richtung der Ka`aba in Makkah zu beten (zuvor betete man nach Jerusalem. Es war das Jahr der entscheidenden Schlacht von Badr.

    Jahr drei:
    Der Prophet (sav) bekämpfte die Ungläubigen bei uhud

    Jahr vier:
    Die Schlacht von Bani Nadeer fand statt, Gebete durften nun während Reisen und Kämpfen gekürzt werden. Alkohol wurde verboten. Tayammun durfte gemacht werden, das „Gebet in Angst“ wurde genehmigt.

    Jahr fünf:
    Die Schlacht von Khandaq fand statt und Banu Quraizah und Mustaliq brachen ihre Treue.

    Jahr sechs:
    Das Abkommen von Hudaibiyya wurde geschlossen. Der Treueid unter dem Baum wurde begangen – Modell der Sufi Initiation. Die fünf Säulen der Religion kamen in diesem Jahr

    Jahr sieben:
    Die Schlacht von Khaibar fand statt

    Jahr acht:
    Die Ereignisse von Muta`a, die friedvolle Eroberung Makkahs und die Schlacht von Hunayn fanden statt

  • Jahr neun:
    Die Schlacht von Tabuk. Die Pilgerfahrt des as-Siddiq.
    Das Jahr wurde das Jahr von Wufud genannt

    Jahr zehn:
    Der Prophet (sav) machte seine Abschieds Pilgerfahrt

    Jahr elf:
    Der Prophet (sav) ging ins nächste Leben über.

    Beschreibung der Erscheinung des Propheten (sav)

    Gott der Allmächtige schmückte den Propheten (sav) mit Seinen göttlichen Lichtern und Seinen Eigenschaften. Daraufhin ehrte Er ihn noch mehr mit diesem Ausspruch „Wahrlich, du bist von edler Natur“ [68: 4].

    Der Prophet (sav) war weder groß noch klein. Er hatte breite Schultern. Seine Hautfarbe war hell, weder dunkel noch weiß. Er hatte eine weite Stirn, starke Augenbrauen, die nicht in der Mitte zusammenliefen, da sie voneinander mit einem hellen Schein getrennt waren. Seine Augen waren groß. Seine Zähne waren weiß, wie Perlen. Sein Haar war weder lockig noch glatt. Sein Hals war lang. Seine Brust war Breit und muskulös. Die Hautfarbe seiner Brust war hell und zwischen seinem Brustbein und seinem Nabel verlief eine Linie von Haaren. Außer dieser Linie hatte er keine Haare auf seiner Brust. Seine Schultern waren breit und er hatte Haare auf ihnen. Auf seinen Schultern waren zwei Siegel seines Prophetentums. All seine Gefährten pflegten es dort anzuschauen. Die rechte Schulter hatte einen schwarzen Schönheitsfleck und um sie herum waren einige kleine Härchen, die denen eines Pferdes glichen. Seine Unterarme waren lang. Seine Handgelenke waren ebenfalls lang, ebenso wie seine Finger. Seine Handflächen waren glatter als Seide. Immer wenn er seine Hand auf den Kopf eines Kindes oder Mannes legte, kamen wunderschöne Moschusdüfte hervor. Wo er auch hinging folgte ihm eine Wolke, die ihm inmitten der Sonne Schatten schenkte. Sein Schweiß war wie weiße Perlen und hatten den Duft von Bernstein und Moschus. Die Gefährten bezeugten, sie hatten zuvor noch nie so jemanden, wie ihn gesehen.

    Der heilige Prophet (sav) schaute mehr auf den Boden als, dass er seinen Kopf hob. Wer ihn von weitem sah war von ihm beeindruckt und wer ihn näher kannte liebte ihn. Er war gut aussehend in beidem, in seiner äußerlichen und inneren Erscheinung.

  • Amr ibn al-`As sagte: „Niemand ist mir lieber als der heilige Prophet und in meinen Augen war nie jemand majestätischer als er. Seine Herrlichkeit war so strahlend, dass ich nicht für längere Zeit auf sein Gesicht schauen konnte, müsste ich ihn beschrieben, könnte ich das nicht, da ich ihn nie lang genug angeschaut habe.“

    Der Prophet (sav) war der Tapferste, der Gerechteste und der Großzügigste unter den Menschen. Ohne einen Beschützer lief er unter seinen Feinden durch die Nacht. Nichts dieser Welt konnte ihm Angst machen. Er war der Bescheidenste, der Aufrichtigste und der Frommste. Nie sprach er um die Zeit tot zu schlagen. Daher zog er vor zu schweigen und zeigte dabei niemals Anzeichen des Hochmuts, obwohl er doch der redegewandteste Sprecher war.

    Gott gab ihm die Oberhand in politischen und privaten Angelegenheiten. Obwohl er nicht schreiben oder lesen konnte, hob ihn Gott aus der Unwissenheit empor und lehrte ihn die besten Verhaltensweisen und die höchste Moral.

    Er war der Mildeste, der am meisten Tolerierende und der Barmherzigste; Gott nannte ihn: „Freundlichster und Barmherzigster“ [9: 128]. Stets lächelte er und scherzte mit den anderen in einer angenehmen Weise. Wenn er allein war, weinte er und bat Gott um Vergebung für seine Gemeinde. Oft zog er sich zurück, um nachzudenken, zu meditieren und sich seines Herrn zu erinnern.

    Auch pflegte er mit Witwen und Waisen spazieren zu gehen. Den Ungläubigen entgegnete er voll Demut und wünschte sich dabei, dass sie Gläubige werden. Einige baten ihn „Bete zu Gott, auf dass Er die Ungläubigen bestrafe.“ Er jedoch erwiderte „Ich wurde nicht als Strafe sondern als eine Barmherzigkeit gesandt. Ich werde Gott darum bitten, dass er sie rechtleitet, da sie ja noch unwissend sind.“

    Er lud die Menschen zu Gott ein. Nie demütigte er die Waisen und hatte niemals Angst vor irgendeinem König. Auf Gottes Wunsch wählte er immer den einfachen Weg [ 2: 185, 20: 2]. Stets erinnerte er seine Gefährten:„Dient den Menschen“. So wie er seine Gefährten ermutigte nützlich zu sein, so diente auch er den Menschen und war somit niemandem eine Last. Daher pflegte er, selbst seine Ziegen zu melken, seine Kleidungsstücke zu flicken. Den Wert eines jeden Menschen erkennend, ging er gerne die Kranken besuchen, egal ob sie Ungläubige oder Heuchler waren und speiste zusammen mit den Armen und unglücklichen Menschen. Niemals schätzte er jemanden gering und nahm dankbar jedes Geschenk an und belohnte es, auch wenn es nur ein Löffel voll Joghurt war. All seinen Besitz opferte er den Bedürftigen.

  • So hatte er nicht einmal ein Dinar oder Dirham in seinem Haus, das er nicht den bereits den Armen gegeben hat. Selbst den Verstorbenen erwies er immer die Ehre, in dem er sie an ihren Gräbern häufig besuchte. Nicht nur seine Verbundenheit mit den Menschen zeichneten ihn aus, sondern auch die mit der Natur und so liebte er barfuß zu laufen und Pferde, Kamele oder Esel zu reiten. Außerdem war er sehr geschickt und übte sich im Umgang mit dem Schwert und dem Pfeil und Bogen. Er führte ein dankbares und schlichtes Leben und vermied Überschwänglichkeiten.

    Zu seiner Familie und seinen Freunden war er sehr gut. Überall umgaben ihn die Engel und daher bat er oft seine Freunde vor ihm zu laufen: „Lasst den Platz hinter mir für die Engel frei.“ Seine Gesellschaft war die der Schamhaftigkeit und Geduld. Jeden, der mit ihm stritt, entgegnete er mit Geduld und er erwiderte nicht, wenn sie ihn beleidigten. Nie sprach er gegen jemandem wenn er wütend war, noch benutzte er vulgäre Sprache. So war er niemals wütend seines Ego Willen, sondern nur um seines Herrn Willen. Vor niemanden gab er sich selbst einen höheren Stellenwert und so pflegte er gemeinsam mit seinen Dienern zu essen. Niemals schlug er irgend jemanden mit seiner Hand und bestrafte niemandem für seine Fehler, sondern vergab sie. Sein Diener Anas beteuerte: „In meinem ganzen Leben hat er mich kein einziges Mal gefragt, warum hast du das getan oder das nicht?“

    Die Kleidung des Heiligen Propheten (sav)

    Er zog an was er finden konnte, Baumwolle oder Wolle, am meisten trug er jedoch Baumwolle. Ihm gefiel grüne Kleidung sehr. Abu Huraira beschreibt: „Er trug lange weite Hemden die burda, die habra und seine jubba, zudem trug er einen Turban, mit dem er sein Gesicht bedecken konnte und der ein freies Ende hatte, der izar und rida.“

    Jabir ibn Samurah sagt „Ich sah den Propheten in einer mondbeschienen Nacht. Er hatte ein rotes Gewand an und ich schaute genau auf ihn und auf den Mond. Ohne Zweifel erschien er mir schöner als der Mond selbst.

    Imam Tabari schildert: „Er hatte einen Turban von einer Länge von siebenfacher Armlänge.“

    Den Turban der Sihab (die Wolken) hieß, gab er Ali . An seiner rechten Hand hatte er einen silbernen Ring, auf dem „Muhammadun Rasul-Allah“ stand. Meistens trug er khuffs (Ledersocken). Ihm gefielen Parfums und wohlriechende Düfte.

    Die Bequemlichkeit meidend, hatte er nicht einmal ein Bett, da er wünschte seinen Aufenthalt im nächsten Leben zu machen.

  • Seine Matratze bestand aus vier Baumästen. Sein großes Gewand benutzte er als Unterlage um sich drauf zu setzen. Manchmal schlief er sogar auf einer Schilfrohr Matte oder gleich auf dem Boden.

    Die Wunder des Heiligen Propheten (sav)

    Er war ein Heiler für sich und für andere. Um Menschen zu heilen las er aus dem Quran für sie vor. Immer mahnte er die Leute, zu viel Essen zu meiden. Endlose Wunder bezeugten seine Legitimität. Für Ali betete er, dass ihm die Kälte und die Hitze nichts mehr ausmachen solle. Bei Ibn Abbas betete er, dass er ein Genie in Religion, Rechtssprechung und Auslegung des Qurans werde, und all das traf zu. Als Qutadas Auge heraus fiel, konnte er es in die ehemalige Position zurückbringen und Qutada konnte von da an sogar besser sehen. Seine Hände am Fuß von Abi Atiq reibend, heilte er dessen Krankheit. Für ihn teilte sich der Mond in zwei. Aus seinen Fingern entsprang Wasser, von der eine ganze Armee trank und ihre Gebetswaschungen verrichten konnte. Aus einem kleinen Glas mit Wasser entsprang in der Wüste eine Oase. Der Zweig eines Baumes, unter dem er lag, beugte sich vor ihm als Geste seiner Liebe, als der Prophet (sav) aufstand und weiter gehen wollte. Die minbar (Kanzel), von der er predigte, machte während seinen Predigten Geräusche als ob sie weinen würde. Die Steine in seinen Händen preisten Gott, so dass jeder es hören konnte. Die Tiere kamen bei Problemen zu ihm. Der Hirsch und der Wolf bezeugten sein Prophetentum. Er meldete den Mord von al-Aswad bin Annasi im weit gelegenen Jemen. Weiter berichtete er seinen Gefährten von dem genauen Todeszeitpunkt des Königs von Persien. Auch aß er Fleisch, das voller Gift war, ohne das ihm was zugestoßen war, wohingegen ein anderer tot umfiel. Man könnte noch viele andere Wunder aufzählen

    Aussprüche des Heiligen Propheten (sav)

    „ Gott belohnt die Menschen gemäß dem was sie erreichen.“

    „ Gott sagte, wer gegen Meine Heiligen ist, dem werde Ich den Krieg erklären.“

    „Seid in dieser Welt wie Fremde und Gäste, macht die Gebetshäuser zu eurem zu Hause, lehrt die Menschen Nachsicht, erinnert euch viel und weint viel.“

    „Wie viele Menschen begrüßen einen Tag, dessen Ende sie nicht kennen und erwarten ein Morgen, den sie nicht erreichen.“

    „Sag die Wahrheit, auch wenn sie für dich ein Nachteil ist.“

  • „Mach alles einfach und nicht kompliziert. Verkünde frohe Botschaft und bringe die Leute nicht dazu, dass sie wegrennen.“

    „Gott sagte, O Kinder Adams, ihr werdet das bekommen, was ihr beabsichtigt habt und ihr werdet mit denen sein, die ihr liebt.“

    „Haltet an Gott fest und Er hält euch fest. Gebt Gott eure höchste Priorität und wenn ihr seine Hilfe braucht, bittet um seine Hilfe.“

    „ Seid einfach in dieser Welt und Gott wird euch lieben.“

    „ Der mit vollkommenstem Verstand ist der, der am gottesfürchtigsten ist.“

    „ Seid gewarnt vor dieser Welt, denn sie ist Zauberei“

    „ Enthaltet euch außer ihr sagt etwas Gutes und Sinnvolles“

    „Gib das dir Anvertraute zurück und missbrauche es nicht.“

    „Wenn Gott jemanden liebt, schickt Er ihm Schwierigkeiten.“

    „Wenn Gott jemandem Gutes will, wird er ihn zu jemandem leiten, der ihm den Weg zeigt.“

    „Vergib und Gott wird dir vergeben.“

    „Sei barmherzig und Gott wird mit dir Barmherzig sein.“

    „Derjenige mit der schwersten Strafe am Tag des Gerichts ist ein erbitterter Gelehrter, dessen Wissen ihm nichts genutzt hat.“

    „Bittet Gott um Vergebung und Gesundheit.“

    „Der größte Sünder ist der, der ständig lügt.“

    „Die ganze Schöpfung sind Diener Gottes. Den Gott am meisten unter ihnen liebt ist der, der seinen Brüdern hilft.“

    „Die beste Tat ist, wenn die Menschen von deiner Zunge und von deiner Hand sicher sind.“

    „So lange du „ La ilahe ill-Allah“ ( kein Gott außer Gott) sagst, wird Gott Seine Strafe von dir nehmen und dir ein gutes Geschick gewähren.“

    „O Menschheit, schämt ihr euch nicht, dass ihr mehr ansammelt als das ihr essen könnt und mehr Häuser baut als das ihr überhaupt in ihnen Leben könnt?“

  • Sein (sav) Abschied von dieser Welt

    Als Gott der Allmächtige sein Volk vervollkommnete und Seine Begünstigungen auf den Propheten (sav) vollendete, nahm Er ihn aus diesem Haus in ein besseres Haus und zu einem Freund besser als seine Freunde.

    In seinen letzten Tagen rief Gott nach seiner Seele. Seine Krankheit begann in den letzten Tagen des Monats Safar in dem Haus seiner Frau Maimuna (ks). Als seine Krankheit schlimmer wurde, wurde er in das Haus von Ayesha (ks) gebracht. Er war zwölf Tage krank. Während dieser Zeit schickte er Abu Bakr as-Siddiq zu den Gebeten, damit er sie leitet, das war sogleich ein Zeichen für die sahaba, dass er als sein Nachfolger auserwählt worden war.

    Er verließ dieses Leben an einem Montag, den 12. im Monat Rabi`ul Awwal. In seinem Nachthemd eingewickelt wuschen ihn Sayyidina Ali, Abbas ibn Abd al-Muttalib and seine zwei Söhne, Qutham und Fadl. Usama bin Zaid goss das Wasser auf ihn, das zuvor Awwas Khazraji aus dem Brunnen brachte. Während sie ihn wuschen, kamen von seinem Körper wunderschöne Düfte, so dass Ali (ks) ständig sagen musste: „Bei Gott, was würde ich nicht alles für dich geben! Wie lieblich und frisch du doch bist, egal ob am Leben oder tot!“ Nacheinander betraten die Gefährten sein Haus, nach ihnen beteten die Damen und nach ihnen die Kinder. Er wurde am selben Ort begraben, wo er starb, im Haus von Ayesha . Abu Talhah Zayd ibn Sahl grub sein Grab und diejenigen, die ihn gewaschen hatten ließen seinen gesegneten Körper hinunter. Danach wurde es bedeckt, geebnet und man schüttete Wasser darauf.

    Die Menschen waren erschüttert, und es herrschte großes Schweigen. Die Welt schien dunkler geworden zu sein. Jeder war sprachlos. Der Heilige Geist – der Engel Jibril - sollte nicht mehr kommen um Offenbarungen zu verkünden. Der Tod des Propheten (sav) war das größte Unglück für jeden Gefährten. Alle Menschen weinten. Da er der Letzte der Propheten war, sandte Gott nunmehr Unterstützer seiner Religion. Er sandte einen Bekräftiger (mujaddid) dieser Religion zu jeder Zeit. Einen Heiligen nach dem anderen, man kann sehen, dass jeder Großsheikh des ehrenwerten Naqshabndi Ordens wie ein Schatten des Propheten (sav) war, sie erfrischten die Religion (din) und trainierten die Suchenden auf dem Weg des Propheten (sav), damit sie zu ihren Herrn finden konnten.

    Das Geheimnis Gottes starker Unterstützung und reiner Rechtleitung wurde von Muhammed (sav) an seinen geliebten Freund, Abu Bakr as-Siddiq, weitergegeben. Was der Prophet (sav) in das Herz Abu Bakrs übermittelt hat, weiß keiner. Möge Gott mehr und mehr von Seinem Licht auf unseren Propheten (sav) senden. Er wurde als eine Barmherzigkeit zu der Menschheit gesandt und sein Geheimnis wurde von einem Heiligen zum anderen weitergegeben, um diese Religion zu unterstützen und sein Geheimnis in die Herzen der Menschen zu bringen.

  • Die Meister des Naqshibandi Ordens bilden die Golden Kette, aufgrund ihrer ununterbrochenen Verbindungskette zum höchsten und vollkommensten Menschen, Muhammed (sav), der Erste, der erschaffen wurde, der Erste, der erwähnt wurde und der Erste, der geehrt wurde.

    Als Gott den Stift aufforderte zu schreiben, fragte er: „Was soll ich schreiben?“
    „Schreibe: ‹La ilaha ill-Allah.›“

    Der Stift schrieb innerhalb von 70 000 Jahren „La ilahe ill-Allah“. Einer von Gottes Tagen gleicht 1000 unserer Jahre. Dann befahl Gott dem Stift erneut zu schreiben und der Stift fragte: „Was soll ich schreiben?“ und Gott antwortete:
    „Schreibe Muhammadun Rasul-Allah.“
    „O Gott, wer ist dieser Muhammed
    (sav), dessen Namen Du neben Deinem gestellt hast?“ „Du musst wissen, nur seinetwegen trat diese Schöpfung in die Existenz.“

    So schrieb der Stift innerhalb von weiteren 70 000 Jahren: „Muhammadun Rasul-Allah.“

    Wann befahl Gott dem Stift zu schreiben? Wann schrieb der Stift? Wann fand das Schreiben von „La ilahe ill-Allah“ statt? Niemand kann das beantworten. Die Erwähnung Muhammeds ereignete sich vor jeglicher Erschaffung und dessen Wirklichkeit offenbarte sich in der Vor-Ewigkeit. Das ist der Grund, warum der Prophet (sav) sagte: „kuntu Nabiyyan wa adamu bayni-l-ma`i wa-t-tin“ – „Ich war ein Prophet als Adam Lehm und Wasser war.“

    Er ist der vollkommenste Mensch. Er ist der Siegel der Propheten. Was kann ein schwacher Diener denn schon sagen, um den Meister der Gesandten zu ehren? Wäre es nicht seinetwegen, hätte niemand Gott den Allmächtigen gekannt. Nie wäre dieses Gewebe des Universums in die Existenz gebracht worden.

    Er ist das Herz der göttlichen Gegenwart. Er ist das Herz der einzigartigen Essenz. Er ist das Zeichen für Einheit und das Zeichen der Einheit. Er ist bekannt als das Geheimnis aller Geheimnisse. In der göttlichen Gegenwart ist er jener Auserwählte, der die Verantwortung Seiner Schöpfung trägt.

    Gott sagte: „Nur seinetwegen trat diese Schöpfung in die Existenz.“ Als eine göttliche Geste der Ehrung wurde der Prophet (sav) mit Seiner Schöpfung begnadigt.

    Die außergewöhnliche Stellung des Propheten (sav) ist das Herz und die Essenz des Satzes: „La ilaha ill-Allah Muhammadun Rasul-Allah“ und die Basis des Sufismus.

  • Der Prophet (sav) ist die „eine Seele“, die im Quran erwähnt wird: „Eure Erschaffung und eure Auferstehung sind einer einzigen Seele“ [31:28]. Es ist ebenfalls der Prophet (sav), der das „einzige Leben“ in dem Vers [5:32] repräsentiert: „Wenn jemand einen Menschen tötet gleicht es einem Mord an die ganze Menschheit; Wenn einer ein Leben rettet gleicht es der Bewahrung der ganzen Menschheit.“

    Zudem berief sich der Prophet seiner Verantwortung in der folgenden Überlieferung, hadith: a`malakum tu`raduàlayya wa kulla yawm „All eure Taten werden mir jeden Tag gezeigt. Sind sie gut, bete ich für euch; sind sie schlecht, bitte ich um Gottes Vergebung für euch.“ In dem folgenden Vers heißt es – „Und wir entsandten Gesandte nur, damit ihnen mit Gottes Erlaubnis gehorcht würde. Und wenn sie zu dir kämen und Gott um Verzeihung bäten, nachdem sie gegen sich gesündigt haben, und der Gesandte für sie um Verzeihung bäte, wahrlich dann würden sie Gott vergebend und barmherzig finden“ [4:64].

    Seine ehrenvolle Biographie und seine segenvollen Reden und Taten können niemals in einem Buch zusammengefasst werden. Muhammed ibn Abdullah ibn Abdul Muttalib ibn Hashim, seine Abstammung reicht bis zu Ibrahim (ks). In Makkah al-Mukarrama an einem Montag, den 12. im Monat Rabi`ul Awwal, 570 n.Chr, im Jahr des Elefanten, kam er auf diese Welt. Seine Mutter, Sayyida Amina, sah ein Licht aus ihr hervorstrahlen, das jede Dunkelheit erleuchtete und bis nach Persien reichte. Seine erste Tat nach seiner Geburt war, sich vor Allah niederzuwerfen. Thuayba und dann Halima as-Sa`diyya, bei denen er für vier Jahre blieb, zogen ihn groß.

    Während seiner Rückkehr von einem Besuch bei seinen Onkeln in Madinat al-Munawwara (zu der Zeit noch Yathrib gennant), wurde seine Mutter krank und starb. Damals war er 6 Jahre alt. Zwei Jahre blieb er bei seinem Großvater, bis eines Tages auch er starb. Drei mal zum Waisen geworden, ging er zu seinem Onkel, Abu Talib. Gott der Allmächtige beauftragte den Engel der Trompete, Israfil (ks) ihn zu jeder Zeit zu begleiten bis er das Alter von elf Jahren erreiche. Dann sollte Jibril (ks) nach ihm schauen, für seine Sicherheit sorgen und sein Herz mit himmlischer und spiritueller Kraft stärken.

    Eines Tages reiste er mit seinem Onkel nach Damaskus. Auf ihrem Weg kamen sie an Basra vorbei, wo ein Mönch Names Buhaira in einem Kloster nahebei lebte. „Bring ihn zurück, das wird sicherer für ihn sein,“ sagte jener Mönch zu seinem Onkel. Zu dieser Zeit war er zwölf Jahre alt.

    Einige Jahre später reiste er mit Maysara erneut nach Damaskus um im Interesse der Dame Khadija (ks) Handel zu betreiben.

  • Sie waren sehr erfolgreich. Maysara berichtete Khadija von seinen wundervollen Kräfte und seinem Scharfsinn. Er gefiel Khadija und sie schlug ihm die Ehe vor. Als sie heirateten war er 25 und sie 40 Jahre alt.

    In seinem Volk war er bekannt als as-Sadiq al-Amin, der Wahre, der Zuverlässige. Als er 35 Jahre alt war, versuchte das Volk der Quraish gerade die Ka`ba, das Haus Gottes, zu renovieren. Wer aber sollte den Schwarzen Stein (hajaru-l-aswad) von seinem Platz entfernen? Schließlich einigten sie sich, dass es die zuverlässigste Person machen sollte und diese Person war der Prophet (sav).

    Zu jener Zeit kamen Inspirationen und Offenbarungen in sein Herz. Er war immer in einem Zustand der spirituellen Vision. Ihm wurde es jedoch nicht erlaubt darüber zu sprechen. Er zog es vor allein zu sein und in der Höhle des Berges al-Hira nachzudenken und zu meditieren. Er suchte die Zurückgezogenheit als Mittel um die göttliche Gegenwart zu erreichen.

    In den Meeren des Dhikrs versunken, meditierte er auch dieses Mal. Schlagartig umgab ihn ein göttliches Licht – wo er sich auch hinwendete. Eine unermessliche Gottesnähe versah ihn mit unbeschreiblichen Glück. Das Licht reinigte ihn durch und durch. Einen vollkommenen Zustand erreichend, in der er die Erschaffung schauen konnte. Die Urzeichen der Schönheit breiteten sich aus und schmückten das Universum. Baum, Stein, Erde, Stern, Sonne, Mond, Wolke, Wind, Regen, Tier, jegliche Schöpfung grüßten ihn auf perfektem Arabisch „as-Salam `alayka Ya Rasul-Allah“ – „Friede sei auf Dir, O Gesandter Gottes“

    Während seinem vierzigsten Lebensjahr sollte sich auf dem Berg Hira ein weiteres Wunder ereignen. Am Horizont erblickte er eine außergewöhnlich prachtvolle Gestallt von noch nie da gewesener Schönheit und Größe. „O Muhammed, ich bin Jibril und Du bist der Prophet Gottes.“ Der Erzengel überreichte ihm ein Stück Seide, verziert mit wunderschönen Diamanten.
    „Lies“. „Was soll ich lesen?“ Jibril (ks) umarmte den Propheten (sav). „Lies“. „Was soll ich lesen?“ Noch einmal umarmte er den Gesandten Gottes und rezitierte dieses mal.

    „1. Lies! Im Namen deines Herrn, Der erschuf –
    2. Erschuf den Menschen aus einem sich Anklammernden.
    3. Lies! Denn dein Herr ist gütig.
    4. Der durch die Schreibfeder gelehrt hat –
    5. Den Menschen gelehrt hat was er nicht wusste.“
    [96:1-5]

  • „Gehe von dem Berg auf diesen großen weißen Stein dort hinten“ Der Erzengel überreichte ihm zwei grüne Umhänge. Dann schlug Jibril (ks) mit seinem Fuß auf die Erde ein. Sofort schoss Wasser hervor und der Engel wusch sich. Der Prophet (sav) sollte nun das selbe tun. Daraufhin nahm Jibril eine Handvoll Wasser und spritzte es auf das Gesicht des Gesandten (sav). Sufi Heilige sagen, dass das Wasser, das er auf sein Gesicht spritzte, ein Zeichen war, dass dem Propheten (sav) die Autorität geschenkt wurde, das Wissen der Geheimnisse der göttliche Gegenwart unter den Menschen zu verbreiten, und zwar mit physischen und spirituellen Mitteln. Dann betete er zwei Gebetseinheiten „Das ist die Art und Weise zu beten.“ Daraufhin verschwand Jibril (ks).

    Der Prophet (sav) kehrte nach Makkah zurück und berichtete seiner Frau was geschehen war. Sie glaubte ihm und wurde die erste Muslima. Danach ging sie mit dem Propheten (sav) zu Waraqah bin Nawfal, ihrem Cousin, der ein gelehrter Mann in Sachen der Spiritualität war. Der Prophet (sav) erzählte ihm von dem Ereignis. Waraqah glaubte ihm und wurde sogleich der erste Mann, der sein Prophetentum anerkannte.

    Waraqah erklärte „Das war der Heilige Geist, der zu Moses (ks) kam.“ Er fuhr fort: „Könnte ich doch noch an Deiner Seite stehen, wenn Dich Deine Leute aus Makkah verstoßen werden!“ Der Prophet (sav) fragte „Werden meine Leute mich aus Makkah vertreiben?“ „ Ja, das ist, was geschrieben steht.“

    Es folgten Abu Bakr (ks) und Ali (ks). In der Öffentlichkeit gab der Prophet (sav) Ratschläge, die man für das tägliche Leben brauchte und bei privaten Treffen gab er besondere Empfehlungen, die zur Stufe von Ihsan (perfekten Charakter) führten. Darüber erwähnt Abu Huraira (ks) in einer authentischen hadith: „Der Prophet hat mir zwei Arten von Wissen in mein Herz übermittelt: Eines, das ich unter den Menschen verbreitete und eines, teilte ich es mit anderen, schnitten sie mir meinen Hals durch.“

    Das Wissen auf das sich Abu Huraira (ks) bezog, ist verstecktes geheimes Wissen, das der Prophet seinen Gefährten mitgab. Er erlaubte ihnen nicht dieses Wissen zu verbreiten, denn es ist geheimes Wissen des Herzens. Von diesen Geheimnissen entnehmen alle Meister der Golden Kette des Naqshbandi Ordens und alle anderen Sufi Orden ihr Wissen. Dieses Wissen wurde nur von Herz zu Herz übertragen und stammt von Abu Bakr as-Siddiq (ks) oder Ali (ks).

    Innerhalb von drei Jahren nahm die Zahl der Muslime zu, sie benutzten Dar al-Arqam als Moschee, in der sie lehrten, beteten und sich versteckten. Dann sollte der Prophet (sav) die Religion auch in der Öffentlichkeit verkünden.

  • In dieser Zeit sandte Gott der Allmächtige eine Surah, die alle Dichter und Poeten herausforderte, etwas Vergleichbares wie den Heiligen Quran zu verfassen. Fürwahr mussten alle nach ihrem vergeblichen Bemühen, die Einzigartigkeit des Qurans anerkennen. Ungläubige kamen zu seinem Onkel und beschwerten sich: „Gib uns Muhammed , so dass wir ihn töten.“ Er erwiderte: „So lange ich lebe kann ihm niemand ein Haar krümmen.“ Die Ungläubigen folterten jeden, der an ihn glaubte. Sie entführten ihre Frauen, töteten ihre Kinder und vergewaltigten ihre Töchter. Die neuen Muslime litten auf jegliche Art in den Händen der Ungläubigen.

    13 Jahre blieb der Prophet (sav) in Makkah und rief die Menschen zu Gottes Religion.

    Die Ungläubigen wollten Wunder oder ein Zeichen des Himmels sehen. Der Heilige Prophet (sav) teilte vor ihren Augen den Mond in zwei Mondhälften. Einige von ihnen kamen nun zum Glauben, andere jedoch nicht. Je länger sich diese Verfolgungen der Muslime hinzog, baten einige um Erlaubnis auswandern zu dürfen. Man ging nach Äthiopien, wo der König ihnen Zuflucht gewährte und nach einiger Zeit selbst Muslim wurde. Sie blieben dort fünf Jahre bis schließlich einige nach Makkah zurückkehrten. Der Onkel des Propheten (sav) und danach seine Frau Khadija al-Kubra (ks) starben. Sie waren die stärksten Unterstützer gewesen. Es folgte das Jahr der Trauer.

    Anderthalb Jahre später, wurde er in die Gegenwart Gottes des Allmächtigen eingeladen. Zusammen mit dem Erzengel Jibril (ks) reiste er von Makkah nach Jerusalem. Mit Buraq, einem himmlischen Reittier, stieg er von Jerusalem in die Himmel auf. Alle Propheten, in den verschiedenen Himmeln kamen zu ihm, um ihn zu grüßen. Er stieg höher und höher, bis er den Stift beim Schreiben der Verordnungen Gottes hörte. Der göttlichen Gegenwart näher und näher kommend, bis Jibril (ks) ihm schließlich mitteilen musste: „Ya Rasul Allah (O Prophet Gottes), ich kann nicht weiter gehen oder ich werde vernichtet.“
    Der Prophet sagte: „O Jibril, begleite mich!“.
    Er antwortete „Ich kann nicht oder ich werde im Licht Gottes verbrennen.“

    Also ging Muhammed (sav), der Vollkommenste der Vollkommenen, alleine weiter. Angetrieben von seiner Liebe für Gott schritt er voran, die vollkommene Auflösung in fünf unterschiedlichen Stufen erreichend.

    Von einer Stufe zur anderen erfuhr der Prophet (sav) Gottes göttliche Geheimnisse. Zwischen jeder Stufe war ein Abstand von 500,000 Jahren. Er passierte diese enormen göttlichen Ozeane des Wissens, die Gott der Allmächtige erschaffen hatte, bis er sich schließlich in Gottes Dasein vollständig auflöste, er sah nichts mehr außer Ihm.

  • Nachdem er den Zustand der Auflösung erreicht hatte, rief ihn Gott wieder in die Existenz zurück. Er kehrte zu Gott zurück. „O Muhammed, komm näher!“ Darunter versteht man, dass der Prophet , nachdem er die Stufe der Auflösung erreicht hatte, von Gott mit seinem Namen zu sich gerufen wurde, damit er von neuem mit Gottes Erscheinung erscheinen sollte.

    So Nahe am göttlichen Licht, dass gesagt wird: „Bis auf zwei Bogenschüsse nahe oder noch näher“ [53:9]. „Wer bist du, O Muhammed?“ Zu diesem Zeitpunkt war der Prophet bewusstlos und antwortete: „Du, O mein Herr.“ Das ist die vollkommenste Stufe, in der man mit niemandem ist außer mit Gott. Es ist das vollkommenste Zeichen der Tawhid (Einheit), wenn nichts mehr existiert außer Seinem Ruhm, Seiner Essenz, Ihm selbst.

    Sheikh Nazim überlieferte von dem geheimen Wissen der Sufi Heiligen einige Ereignisse, die bei dieser unglaublichen Reise des Propheten (sav) stattfanden. Dies ist Wissen von dem Propheten (sav), auf das sich Abu Huraira (ks) in der folgenden hadith bezog: Der Prophet (sav) sagte: „Alles was Gott in mein Herz übermittelt hat, das habe ich in das Herz von as-Siddiq gegeben.“ Dieses Wissen wurde dann den Naqshbandi Heiligen offenbart.

    Sheikh Nazim al-Haqqani sagte: „Gott der Allmächtige sagte zum Propheten (sav) in der Nacht der Himmelsreise „O Muhammed, Ich habe die Schöpfung deinetwegen erschaffen, nun gebe Ich sie dir.“ Zu diesem Zeitpunkt schenkte Gott dem Propheten (sav) die Kraft die ganze Schöpfung zu sehen. Ihm erschienen ihre Lichter und all ihre Begünstigungen, die Gott ihnen geschenkt hatte, in dem er sie mit Seinen Eigenschaften und mit seiner göttlichen Liebe und Schönheit bekleidet hatte.

    Muhammed (sav) war überglücklich, dass Gott ihm solch ein Geschenk übergab. Gott sagte zu ihm: „O Muhammed, bist du glücklich über diese Schöpfung?“ „Ja, mein Herr!“ „Ich vertraue sie dir an und du bist verantwortlich, dass du sie mir so zurück gibst wie Ich sie dir gegeben habe.“ Erfreut schaute Muhammed (sav) sie an und war erhellt von diesen wunderschönen Lichtern. Er sagte: „O mein Herr, Ich nehme an.“ Gott fragte „Nimmst du an?“ Er antwortete: „Ich nehme an, ich nehme an!“

    Gerade als er zum dritten Mal annahm, offenbarte Gott ihm eine Vision und zeigte ihm deren Sünden und verschiedenen Arten von Leid, Dunkelheit und Unwissenheit, in die sie fallen sollten.

    Als Muhammed (sav) dies sah, war er bestürzt, er wunderte sich wie er sie wieder so zurück geben könnte, wie er sie bekommen hatte. „O mein Herr, was ist das?“

  • Gott antwortete: „O Mein Geliebter, das ist deine Verantwortung. Du musst sie mir so rein zurückgeben wie Ich sie dir anvertraut habe.“

    Daraufhin bat Muhammed (sav): „O mein Herr, gib mir Helfer, die mir helfen sie zu reinigen, ihren Geist zu heiligen und sie aus der Dunkelheit und Unwissenheit zu dem Zustand des Wissens, der Frömmigkeit, des Friedens und der Liebe zurück zu bringen.“

    Daraufhin zeigte Gott der Allmächtige und Erhabene ihm eine Vision, in der Er ihm offenbarte, dass Er aus seiner Schöpfung 7007 Naqshbandi Heilige ausgewählt habe. „O Mein Geliebter, O Muhammed, dies sind Heilige von höchstem Rang, die Ich ausgesucht habe, damit sie dir helfen diese Schöpfung rein zu halten. 313 unter ihnen sind in der höchsten und vollkommensten Stufe der göttlichen Gegenwart. Sie sind die Erben der Geheimnisse von 313 Propheten. Zudem gebe Ich dir 40, welche die höchsten Kräfte tragen und als die Säulen aller Heiligen gelten. Sie werden die Meister ihrer Zeit sein und sie werden die Erben der Geheimnisse der Realität sein.

    Durch die Hände dieser Heiligen wird jeder von seinen Wunden geheilt werden, und zwar äußerlich und innerlich. Diese Heiligen werden im Stande sein, die ganze Nation und die ganze Schöpfung ohne Ermüdung zu tragen. Jeder von ihnen wird der Ghawth (Erzfürsprecher) seiner Zeit sein und unter ihnen wird es fünf Qutubs (Spirituelle Pfosten) geben.“

    Der Prophet (sav) war überglücklich und sagte: „O mein Herr, Gib mir mehr!“ Dann zeigte Gott ihm 124 000 Heilige und erklärte „Diese Heiligen sind die Erben der 124,000 Propheten. Jeder von ihnen ist der Erbe eines Propheten. Auch sie werden dich unterstützen die Menschen zu reinigen.“

    Während der Prophet (sav) in die göttliche Gegenwart aufstieg, ließ Gott ihn eine menschliche Stimme hören. Die Stimme gehörte seinem Freund und engstem Gefährten, Abu Bakr as-Siddiq (ks). Der Prophet (sav) wurde von Gott dem Allmächtigen aufgefordert, dass Abu Bakr as-Siddiq (ks) alle Naqshbandi Heiligen in ihrer spirituellen Form in die göttliche Gegenwart zusammenrufen soll, nämlich: Die 40, die 313, die 7 007 und ihre Anhänger. Alle sollten die ehrenvollen Lichter und Segnungen empfangen.

    Dann befahl Gott dem Propheten (sav), der wiederum Abu Bakr (ks) aufforderte, alle 124,000 Heilige der anderen 40 Tariqats und deren Anhänger zusammenzurufen, damit auch sie das Licht in der göttlichen Gegenwart empfangen. Alle Sheikhs erschienen mit ihren Anhängern bei dieser Versammlung.

  • Danach bat Gott den Propheten mit seiner prophetischen Kraft und seinem Licht auf sie zu schauen und sie alle auf die Stufe der Siddiqin, der Zuverlässigen, der Wahrhaftigen, empor zu heben. Dann sprach Gott der Allmächtige zum Propheten und der wiederum leitete es an die Heiligen weiter: „Ihr alle und eure Anhänger werden unter den Menschen wie Sterne aufleuchten, damit ihr das Licht, das ich euch in der Vor-Ewigkeikeit gegeben habe, auf die Menschen ausbreitet.“

    Maulana Sheikh Nazim sagt: „Das ist nur ein Geheimnis von der Nacht der Himmelsreise, das in die Herzen der Heiligen durch die Übertragung der Goldenen Kette des Naqshbandi Orden offenbart wurde. Viele andere Visionen wurden dem Propheten (sav) offenbart, aber es gibt keine Erlaubnis sie zu enthüllen.“

    In dieser Nacht wurde dem Propheten von Gott aufgetragen 50 Gebete pro Tag zu verrichten. Auf den Ratschlag Mose (Musa) (ks) hin kürzte er es auf 5 Gebete pro Tag. Als er von dieser Nachtreise zurückkehrte, war der erster, der ihm glaubte Abu Bakr as-Siddiq (ks). Um ihn zu verspotten wollten die Ungläubigen, dass er ihnen Jerusalem beschreibe. Und wahrlich schilderte er es ihnen mit allen Details.

    Verfolgungen gegen den Propheten (sav) und seine Gefährten brachen aus. Daraufhin sandte ihm Gott die Ansar (Helfer) aus Madinah. Islam hatte begonnen sich unter den Stämmen der kleinen Oasen, in der Nähe von Makkah, auszubreiten. Gott gab den Gläubigen die Erlaubnis nach Madinah, das Heim der Ansar, auszuwandern. Abu Bakr (ks) wollte ebenfalls gehen, aber der Prophet (sav) sagte zu ihm: „Geh noch nicht, warte, vielleicht wirst du mit mir reisen. Es gibt ein wichtiges Ereignis, das sich ereignen muss.“

    In der Nacht floh der Prophet (sav) mit Abu Bakr (ks), währenddessen sich Ali als der Prophet ausgab um ihn zu schützen. Auf ihrem Weg machten sie in der Höhle von Thawr halt. Abu Bakr (ks) sagte: „O Prophet, geh nicht hinein, Ich werde zuerst gehen.“

    In seinem Herz dachte er, es könnte dort etwas Gefährliches geben und so beschloss er als Erster hineinzugehen. Er erblickte ein Loch in der Höhle und platzierte sofort seinen Fuß darauf. Danach rief er den Propheten (sav) herein. Der Prophet (sav) kam hinein und legte sich mit seinem Kopf auf den Schenkel Abu Bakrs (ks). Eine Schlange, die in jenem Loch war, fing den Fuß Abu Bakrs (ks) zu beißen. Er versuchte sich nicht zu bewegen, obwohl er großen Schmerz erdulden musste. Tränen flossen über seine Wangen. Eine warme Träne tröpfelte auf das gesegnete Gesicht des Propheten (sav). Darüber wird im Quran erwähnt: „Er sagte zu seinem Freund, fürchte dich nicht Gott ist mit uns“ [9: 40] und zudem heißt es „Was denkst du über zwei, wenn Gott der dritte ist“ [57: 5].

  • Abu Bakr (ks) sagte zum Propheten (sav):„O Prophet Gottes, Ich bin nicht traurig, ich habe jedoch Schmerzen. Mein Fuß wird von einer Schlange gebissen und ich bin besorgt, dass sie auch dich beißen könnte. Ich weine, da mein Herz für dich und deine Sicherheit brennt.“ Der Prophet war so zufrieden mit der Antwort seines geliebten Gefährten, dass er Abu Bakr as-Siddiq umarmte, seine Hand auf sein Herz legte und das Wissen, das Gott ihm gegeben hatte, in das Herz von Abu Bakr as-Siddiq (ks) strömen ließ. Das ist der Grund warum er in einer hadith sagte:„Alles was Gott in mein Herz gegossen hat, habe ich in das Abu Bakrs (ks) weitergegeben.“

    Unser Großsheikh Muhammed Nazim al-Haqqani sagt: „Daraufhin legte der Prophet (sav) seine Hand auf den Fuß Abu Bakr as-Siddiqs (ks) und sprach: „Bismillah ir-Rahman ir-Rahim“ und der Fuß war sofort geheilt. Dann sagte der Prophet zur Schlange: „Weißt du nicht, dass das Fleisch eines Siddiq für dich verboten ist? Warum isst du das Fleisch meines Gefährten?“ Sie antwortete dem Propheten (sav) in perfektem und reinem arabisch „O Gesandter Gottes, sind nicht alle Dinge deinetwegen und um deiner Liebe wegen erschaffen worden? Auch ich liebe dich. Als ich hörte, dass Gott der Allmächtige sagte, dass das beste Volk dein Volk ist, bat ich Ihn darum mein Leben zu verlängern, um dein Antlitz zu sehen. Und Gott erfüllte mir meinen Wunsch und erwies mir die Ehre. Als Abu Bakr seinen Fuß über das Loch platzierte, blockierte es meine Sicht. Ich wollte, dass er seinen Fuß bewege, damit ich dich sehen könne.“ Der Prophet (sav) sagte: „Schaue mich jetzt an und erfülle dir deinen Wunsch“ Die Schlange schaute und schaute und nach einer Weile fiel sie tot um. Der Prophet befahl den Jinnen die Schlange wegzutragen und sie zu vergraben.“

    Maulana Sheikh Nazim sagt: „Dies sind die Geheimnisse die in die Herzen der Naqshbandi Heiligen gegeben wurden.“ Er fährt wie folgt fort „Dann sagte der Prophet zu Abu Bakr „Es gab keinen Grund in dieser Höhle Halt zu machen außer, damit dieses Ereignis geschehen konnte. Das Licht der Wurzel des spirituellen Baumes, das auf die Menschheit ausgestrahlt werden soll und das direkt aus der göttlichen Gegenwart kommt, wird hier erscheinen. Gott hat mir befohlen dies an euch und allen Naqshbandi Sufi Anhängern weiterzugeben.

    Diese Abstammungskette wurde zu dieser Zeit noch nicht Naqshabndi genannt, sondern sie war bekannt unter dem Namen ‹die Kinder von Abu Bakr as-Siddiq› und er galt für die Heiligen als der Vater dieser Ahnenreihe.

    Dann bat Gott den Propheten, dass er Abu Bakr as-Siddiq auffordere alle Meister der Goldenen Kette, die zugleich die Erben Abu Bakrs sind, zusammenzurufen. Abu Bakr rief die Großsheikhs dieser Goldenen Kette zusammen, und zwar alle, von seiner Zeit bis zur Zeit von Mahdi.

  • Daraufhin wurde er aufgefordert die 7,007 Naqsbandi Heiligen zu rufen. Danach rief der Prophet (sav) die 124,000 Propheten.

    Abu Bakr as-Siddiq (ks) forderte mit Befehl des Propheten (sav) jeden Großsheikh auf, dass er seine Anhänger spirituell zum Vorschein bringen solle. Danach befahl Abu Bakr as-Siddiq (ks) allen Sheikhs die Hände ihrer Anhänger zu nehmen, damit sie die Einweihung empfangen können. Abu Bakr as-Siddiq legte seine Hand auf sie, dann Muhammed die seine und danach legte Gott seine Hand, die Hand der Kraft (Qudrat), über alle. Gott versetzte die Zungen von jedem gegenwärtig Seiner Rezitation (talqeen az-Zikr) und befahl über den Propheten , über Abu Bakr as-Siddiq (sav) und über die Scheikhs den Anhängern, zu rezitieren was sie von der Stimme der Kraft hörten:

    ALLAHU ALLAHU ALLAHU HAQQ
    ALLAHU ALLAHU ALLAHU HAQQ
    ALLAHU ALLAHU ALLAHU HAQQ

    Alle, die da waren folgten ihren Sheikh und die Sheikhs folgten dem, was der Prophet rezitierte. Dann lehrte Gott der Allmächtige Abdul Khaliq al-Ghujduwani, der das erste dhikr unter den Heiligen dieses Ordens führen sollte, die Geheimnisse des Dhikrs, Khatm-il-Khwajagan. Der Prophet (sav) berichtete Abu Bakr, der dann allen Heiligen mitteilte, dass Abdul Khaliq al-Ghujduwani der Leiter des Khatm-i-Khwajagan sei. Jeder war geehrt das Geheimnis und das Licht von Abdul Khaliq al-Ghujduwani in der Gegenwart aller Heiligen, in der des Abu Bakr as-Siddiq, in der des Propheten (sav) und in der Gegenwart Gottes, zu empfangen.“

    Maulana Sheikh Nazim sagte „Jeder, der von uns die Einweihung annimmt oder bei unserem Dhikr teilnimmt, muss wissen, dass er in der Höhle zu jenem gesegnetem Zeitpunkt, in der Gegenwart des Propheten (sav) war und, dass er all diese Geheimnisse empfing. Diese Geheimnisse wurden uns von dem Meister der Goldenen Kette durch Abu Bakr as-Siddiq überliefert.“

    Abu Bakr as-Siddiq war überglücklich mit dem, was in der Höhle geschah und er verstand, warum der Prophet (sav) ihn ausgesucht hatte, zusammen mit ihm nach Madinah zu gehen. Die Naqshbandi Sheikhs betrachten dieses Ereignis in der Höhle als die Gründung der Tariqat. Es ist nicht nur der Ursprung der täglichen Hingabe (wird) sondern ist zudem ein Ereignis, bei dem die Seelen aller Mitglieder der Tariqat präsent waren.

    Nach diesem Ereignis in der Höhle schritten sie auf ihrem Weg nach Madinat al-Munawwarah weiter voran.

  • Als sie Quba, ein Stadt in der Nähe von Madinah, an einem Montag des Monats Rabi´ul Awwal erreichten, machten sie für einige Tage Halt. Dort baute der Prophet (sav) die erste Moschee. Nachdem sie das Freitagsgebet in Quba verrichtet hatten, gingen sie weiter. Es war der erste Jum`a, den er gebetet hatte. Als er Medinah mit seinem Freund betrat, begrüßte ihn die Menschenmenge voll Freude mit takbirs (ALLAHU AKBAR) und tahmids (AL –HAMDU LILLAH).

    Als der Prophet (sav) nach Medinah kam, war es voll mit Krankheiten. Sobald er eintraf verschwanden sie allesamt.

    Nachfolgend eine kurze Liste über die wichtigsten Ereignisse der folgenden zehn Jahre:

    Jahr eins:
    Der Prophet (sav) wurde inspiriert die Menschen mit Hilfe der menschlichen Stimme zum Gebet aufzurufen (Adhan)

    Jahr zwei:
    Er wurde aufgefordert das monatliche Fasten des Ramadan zu begehen, ihm wurde aufgetragen in Richtung der Ka`aba in Makkah zu beten (zuvor betete man nach Jerusalem. Es war das Jahr der entscheidenden Schlacht von Badr.

    Jahr drei:
    Der Prophet (sav) bekämpfte die Ungläubigen bei uhud

    Jahr vier:
    Die Schlacht von Bani Nadeer fand statt, Gebete durften nun während Reisen und Kämpfen gekürzt werden. Alkohol wurde verboten. Tayammun durfte gemacht werden, das „Gebet in Angst“ wurde genehmigt.

    Jahr fünf:
    Die Schlacht von Khandaq fand statt und Banu Quraizah und Mustaliq brachen ihre Treue.

    Jahr sechs:
    Das Abkommen von Hudaibiyya wurde geschlossen. Der Treueid unter dem Baum wurde begangen – Modell der Sufi Initiation. Die fünf Säulen der Religion kamen in diesem Jahr

    Jahr sieben:
    Die Schlacht von Khaibar fand statt

    Jahr acht:
    Die Ereignisse von Muta`a, die friedvolle Eroberung Makkahs und die Schlacht von Hunayn fanden statt

  • Jahr neun:
    Die Schlacht von Tabuk. Die Pilgerfahrt des as-Siddiq.
    Das Jahr wurde das Jahr von Wufud genannt

    Jahr zehn:
    Der Prophet (sav) machte seine Abschieds Pilgerfahrt

    Jahr elf:
    Der Prophet (sav) ging ins nächste Leben über.

    Beschreibung der Erscheinung des Propheten (sav)

    Gott der Allmächtige schmückte den Propheten (sav) mit Seinen göttlichen Lichtern und Seinen Eigenschaften. Daraufhin ehrte Er ihn noch mehr mit diesem Ausspruch „Wahrlich, du bist von edler Natur“ [68: 4].

    Der Prophet (sav) war weder groß noch klein. Er hatte breite Schultern. Seine Hautfarbe war hell, weder dunkel noch weiß. Er hatte eine weite Stirn, starke Augenbrauen, die nicht in der Mitte zusammenliefen, da sie voneinander mit einem hellen Schein getrennt waren. Seine Augen waren groß. Seine Zähne waren weiß, wie Perlen. Sein Haar war weder lockig noch glatt. Sein Hals war lang. Seine Brust war Breit und muskulös. Die Hautfarbe seiner Brust war hell und zwischen seinem Brustbein und seinem Nabel verlief eine Linie von Haaren. Außer dieser Linie hatte er keine Haare auf seiner Brust. Seine Schultern waren breit und er hatte Haare auf ihnen. Auf seinen Schultern waren zwei Siegel seines Prophetentums. All seine Gefährten pflegten es dort anzuschauen. Die rechte Schulter hatte einen schwarzen Schönheitsfleck und um sie herum waren einige kleine Härchen, die denen eines Pferdes glichen. Seine Unterarme waren lang. Seine Handgelenke waren ebenfalls lang, ebenso wie seine Finger. Seine Handflächen waren glatter als Seide. Immer wenn er seine Hand auf den Kopf eines Kindes oder Mannes legte, kamen wunderschöne Moschusdüfte hervor. Wo er auch hinging folgte ihm eine Wolke, die ihm inmitten der Sonne Schatten schenkte. Sein Schweiß war wie weiße Perlen und hatten den Duft von Bernstein und Moschus. Die Gefährten bezeugten, sie hatten zuvor noch nie so jemanden, wie ihn gesehen.

    Der heilige Prophet (sav) schaute mehr auf den Boden als, dass er seinen Kopf hob. Wer ihn von weitem sah war von ihm beeindruckt und wer ihn näher kannte liebte ihn. Er war gut aussehend in beidem, in seiner äußerlichen und inneren Erscheinung.

  • Amr ibn al-`As sagte: „Niemand ist mir lieber als der heilige Prophet und in meinen Augen war nie jemand majestätischer als er. Seine Herrlichkeit war so strahlend, dass ich nicht für längere Zeit auf sein Gesicht schauen konnte, müsste ich ihn beschrieben, könnte ich das nicht, da ich ihn nie lang genug angeschaut habe.“

    Der Prophet (sav) war der Tapferste, der Gerechteste und der Großzügigste unter den Menschen. Ohne einen Beschützer lief er unter seinen Feinden durch die Nacht. Nichts dieser Welt konnte ihm Angst machen. Er war der Bescheidenste, der Aufrichtigste und der Frommste. Nie sprach er um die Zeit tot zu schlagen. Daher zog er vor zu schweigen und zeigte dabei niemals Anzeichen des Hochmuts, obwohl er doch der redegewandteste Sprecher war.

    Gott gab ihm die Oberhand in politischen und privaten Angelegenheiten. Obwohl er nicht schreiben oder lesen konnte, hob ihn Gott aus der Unwissenheit empor und lehrte ihn die besten Verhaltensweisen und die höchste Moral.

    Er war der Mildeste, der am meisten Tolerierende und der Barmherzigste; Gott nannte ihn: „Freundlichster und Barmherzigster“ [9: 128]. Stets lächelte er und scherzte mit den anderen in einer angenehmen Weise. Wenn er allein war, weinte er und bat Gott um Vergebung für seine Gemeinde. Oft zog er sich zurück, um nachzudenken, zu meditieren und sich seines Herrn zu erinnern.

    Auch pflegte er mit Witwen und Waisen spazieren zu gehen. Den Ungläubigen entgegnete er voll Demut und wünschte sich dabei, dass sie Gläubige werden. Einige baten ihn „Bete zu Gott, auf dass Er die Ungläubigen bestrafe.“ Er jedoch erwiderte „Ich wurde nicht als Strafe sondern als eine Barmherzigkeit gesandt. Ich werde Gott darum bitten, dass er sie rechtleitet, da sie ja noch unwissend sind.“

    Er lud die Menschen zu Gott ein. Nie demütigte er die Waisen und hatte niemals Angst vor irgendeinem König. Auf Gottes Wunsch wählte er immer den einfachen Weg [ 2: 185, 20: 2]. Stets erinnerte er seine Gefährten:„Dient den Menschen“. So wie er seine Gefährten ermutigte nützlich zu sein, so diente auch er den Menschen und war somit niemandem eine Last. Daher pflegte er, selbst seine Ziegen zu melken, seine Kleidungsstücke zu flicken. Den Wert eines jeden Menschen erkennend, ging er gerne die Kranken besuchen, egal ob sie Ungläubige oder Heuchler waren und speiste zusammen mit den Armen und unglücklichen Menschen. Niemals schätzte er jemanden gering und nahm dankbar jedes Geschenk an und belohnte es, auch wenn es nur ein Löffel voll Joghurt war. All seinen Besitz opferte er den Bedürftigen.

  • So hatte er nicht einmal ein Dinar oder Dirham in seinem Haus, das er nicht den bereits den Armen gegeben hat. Selbst den Verstorbenen erwies er immer die Ehre, in dem er sie an ihren Gräbern häufig besuchte. Nicht nur seine Verbundenheit mit den Menschen zeichneten ihn aus, sondern auch die mit der Natur und so liebte er barfuß zu laufen und Pferde, Kamele oder Esel zu reiten. Außerdem war er sehr geschickt und übte sich im Umgang mit dem Schwert und dem Pfeil und Bogen. Er führte ein dankbares und schlichtes Leben und vermied Überschwänglichkeiten.

    Zu seiner Familie und seinen Freunden war er sehr gut. Überall umgaben ihn die Engel und daher bat er oft seine Freunde vor ihm zu laufen: „Lasst den Platz hinter mir für die Engel frei.“ Seine Gesellschaft war die der Schamhaftigkeit und Geduld. Jeden, der mit ihm stritt, entgegnete er mit Geduld und er erwiderte nicht, wenn sie ihn beleidigten. Nie sprach er gegen jemandem wenn er wütend war, noch benutzte er vulgäre Sprache. So war er niemals wütend seines Ego Willen, sondern nur um seines Herrn Willen. Vor niemanden gab er sich selbst einen höheren Stellenwert und so pflegte er gemeinsam mit seinen Dienern zu essen. Niemals schlug er irgend jemanden mit seiner Hand und bestrafte niemandem für seine Fehler, sondern vergab sie. Sein Diener Anas beteuerte: „In meinem ganzen Leben hat er mich kein einziges Mal gefragt, warum hast du das getan oder das nicht?“

    Die Kleidung des Heiligen Propheten (sav)

    Er zog an was er finden konnte, Baumwolle oder Wolle, am meisten trug er jedoch Baumwolle. Ihm gefiel grüne Kleidung sehr. Abu Huraira beschreibt: „Er trug lange weite Hemden die burda, die habra und seine jubba, zudem trug er einen Turban, mit dem er sein Gesicht bedecken konnte und der ein freies Ende hatte, der izar und rida.“

    Jabir ibn Samurah sagt „Ich sah den Propheten in einer mondbeschienen Nacht. Er hatte ein rotes Gewand an und ich schaute genau auf ihn und auf den Mond. Ohne Zweifel erschien er mir schöner als der Mond selbst.

    Imam Tabari schildert: „Er hatte einen Turban von einer Länge von siebenfacher Armlänge.“

    Den Turban der Sihab (die Wolken) hieß, gab er Ali . An seiner rechten Hand hatte er einen silbernen Ring, auf dem „Muhammadun Rasul-Allah“ stand. Meistens trug er khuffs (Ledersocken). Ihm gefielen Parfums und wohlriechende Düfte.

    Die Bequemlichkeit meidend, hatte er nicht einmal ein Bett, da er wünschte seinen Aufenthalt im nächsten Leben zu machen.

  • Seine Matratze bestand aus vier Baumästen. Sein großes Gewand benutzte er als Unterlage um sich drauf zu setzen. Manchmal schlief er sogar auf einer Schilfrohr Matte oder gleich auf dem Boden.

    Die Wunder des Heiligen Propheten (sav)

    Er war ein Heiler für sich und für andere. Um Menschen zu heilen las er aus dem Quran für sie vor. Immer mahnte er die Leute, zu viel Essen zu meiden. Endlose Wunder bezeugten seine Legitimität. Für Ali betete er, dass ihm die Kälte und die Hitze nichts mehr ausmachen solle. Bei Ibn Abbas betete er, dass er ein Genie in Religion, Rechtssprechung und Auslegung des Qurans werde, und all das traf zu. Als Qutadas Auge heraus fiel, konnte er es in die ehemalige Position zurückbringen und Qutada konnte von da an sogar besser sehen. Seine Hände am Fuß von Abi Atiq reibend, heilte er dessen Krankheit. Für ihn teilte sich der Mond in zwei. Aus seinen Fingern entsprang Wasser, von der eine ganze Armee trank und ihre Gebetswaschungen verrichten konnte. Aus einem kleinen Glas mit Wasser entsprang in der Wüste eine Oase. Der Zweig eines Baumes, unter dem er lag, beugte sich vor ihm als Geste seiner Liebe, als der Prophet (sav) aufstand und weiter gehen wollte. Die minbar (Kanzel), von der er predigte, machte während seinen Predigten Geräusche als ob sie weinen würde. Die Steine in seinen Händen preisten Gott, so dass jeder es hören konnte. Die Tiere kamen bei Problemen zu ihm. Der Hirsch und der Wolf bezeugten sein Prophetentum. Er meldete den Mord von al-Aswad bin Annasi im weit gelegenen Jemen. Weiter berichtete er seinen Gefährten von dem genauen Todeszeitpunkt des Königs von Persien. Auch aß er Fleisch, das voller Gift war, ohne das ihm was zugestoßen war, wohingegen ein anderer tot umfiel. Man könnte noch viele andere Wunder aufzählen

    Aussprüche des Heiligen Propheten (sav)

    „ Gott belohnt die Menschen gemäß dem was sie erreichen.“

    „ Gott sagte, wer gegen Meine Heiligen ist, dem werde Ich den Krieg erklären.“

    „Seid in dieser Welt wie Fremde und Gäste, macht die Gebetshäuser zu eurem zu Hause, lehrt die Menschen Nachsicht, erinnert euch viel und weint viel.“

    „Wie viele Menschen begrüßen einen Tag, dessen Ende sie nicht kennen und erwarten ein Morgen, den sie nicht erreichen.“

    „Sag die Wahrheit, auch wenn sie für dich ein Nachteil ist.“

  • „Mach alles einfach und nicht kompliziert. Verkünde frohe Botschaft und bringe die Leute nicht dazu, dass sie wegrennen.“

    „Gott sagte, O Kinder Adams, ihr werdet das bekommen, was ihr beabsichtigt habt und ihr werdet mit denen sein, die ihr liebt.“

    „Haltet an Gott fest und Er hält euch fest. Gebt Gott eure höchste Priorität und wenn ihr seine Hilfe braucht, bittet um seine Hilfe.“

    „ Seid einfach in dieser Welt und Gott wird euch lieben.“

    „ Der mit vollkommenstem Verstand ist der, der am gottesfürchtigsten ist.“

    „ Seid gewarnt vor dieser Welt, denn sie ist Zauberei“

    „ Enthaltet euch außer ihr sagt etwas Gutes und Sinnvolles“

    „Gib das dir Anvertraute zurück und missbrauche es nicht.“

    „Wenn Gott jemanden liebt, schickt Er ihm Schwierigkeiten.“

    „Wenn Gott jemandem Gutes will, wird er ihn zu jemandem leiten, der ihm den Weg zeigt.“

    „Vergib und Gott wird dir vergeben.“

    „Sei barmherzig und Gott wird mit dir Barmherzig sein.“

    „Derjenige mit der schwersten Strafe am Tag des Gerichts ist ein erbitterter Gelehrter, dessen Wissen ihm nichts genutzt hat.“

    „Bittet Gott um Vergebung und Gesundheit.“

    „Der größte Sünder ist der, der ständig lügt.“

    „Die ganze Schöpfung sind Diener Gottes. Den Gott am meisten unter ihnen liebt ist der, der seinen Brüdern hilft.“

    „Die beste Tat ist, wenn die Menschen von deiner Zunge und von deiner Hand sicher sind.“

    „So lange du „ La ilahe ill-Allah“ ( kein Gott außer Gott) sagst, wird Gott Seine Strafe von dir nehmen und dir ein gutes Geschick gewähren.“

    „O Menschheit, schämt ihr euch nicht, dass ihr mehr ansammelt als das ihr essen könnt und mehr Häuser baut als das ihr überhaupt in ihnen Leben könnt?“

  • Sein (sav) Abschied von dieser Welt

    Als Gott der Allmächtige sein Volk vervollkommnete und Seine Begünstigungen auf den Propheten (sav) vollendete, nahm Er ihn aus diesem Haus in ein besseres Haus und zu einem Freund besser als seine Freunde.

    In seinen letzten Tagen rief Gott nach seiner Seele. Seine Krankheit begann in den letzten Tagen des Monats Safar in dem Haus seiner Frau Maimuna (ks). Als seine Krankheit schlimmer wurde, wurde er in das Haus von Ayesha (ks) gebracht. Er war zwölf Tage krank. Während dieser Zeit schickte er Abu Bakr as-Siddiq zu den Gebeten, damit er sie leitet, das war sogleich ein Zeichen für die sahaba, dass er als sein Nachfolger auserwählt worden war.

    Er verließ dieses Leben an einem Montag, den 12. im Monat Rabi`ul Awwal. In seinem Nachthemd eingewickelt wuschen ihn Sayyidina Ali, Abbas ibn Abd al-Muttalib and seine zwei Söhne, Qutham und Fadl. Usama bin Zaid goss das Wasser auf ihn, das zuvor Awwas Khazraji aus dem Brunnen brachte. Während sie ihn wuschen, kamen von seinem Körper wunderschöne Düfte, so dass Ali (ks) ständig sagen musste: „Bei Gott, was würde ich nicht alles für dich geben! Wie lieblich und frisch du doch bist, egal ob am Leben oder tot!“ Nacheinander betraten die Gefährten sein Haus, nach ihnen beteten die Damen und nach ihnen die Kinder. Er wurde am selben Ort begraben, wo er starb, im Haus von Ayesha . Abu Talhah Zayd ibn Sahl grub sein Grab und diejenigen, die ihn gewaschen hatten ließen seinen gesegneten Körper hinunter. Danach wurde es bedeckt, geebnet und man schüttete Wasser darauf.

    Die Menschen waren erschüttert, und es herrschte großes Schweigen. Die Welt schien dunkler geworden zu sein. Jeder war sprachlos. Der Heilige Geist – der Engel Jibril - sollte nicht mehr kommen um Offenbarungen zu verkünden. Der Tod des Propheten (sav) war das größte Unglück für jeden Gefährten. Alle Menschen weinten. Da er der Letzte der Propheten war, sandte Gott nunmehr Unterstützer seiner Religion. Er sandte einen Bekräftiger (mujaddid) dieser Religion zu jeder Zeit. Einen Heiligen nach dem anderen, man kann sehen, dass jeder Großsheikh des ehrenwerten Naqshabndi Ordens wie ein Schatten des Propheten (sav) war, sie erfrischten die Religion (din) und trainierten die Suchenden auf dem Weg des Propheten (sav), damit sie zu ihren Herrn finden konnten.

    Das Geheimnis Gottes starker Unterstützung und reiner Rechtleitung wurde von Muhammed (sav) an seinen geliebten Freund, Abu Bakr as-Siddiq, weitergegeben. Was der Prophet (sav) in das Herz Abu Bakrs übermittelt hat, weiß keiner. Möge Gott mehr und mehr von Seinem Licht auf unseren Propheten (sav) senden. Er wurde als eine Barmherzigkeit zu der Menschheit gesandt und sein Geheimnis wurde von einem Heiligen zum anderen weitergegeben, um diese Religion zu unterstützen und sein Geheimnis in die Herzen der Menschen zu bringen.

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